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Prävalenz
der symptomatischen Beckenbodenfunktionsstörungen
bei US-Frauen
Viele Frauen sind von Beckenbodenfunktionsstörungen
betroffen (Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz
und Prolaps von Beckenorganen). Es existieren
jedoch keine nationalen Prävalenzschätzungen
für multiple symptomatische
Beckenbodenfunktionsstörungen bei Frauen in
den Vereinigten Staaten.
Ziel
einer Querschnittsstudie, die im „JAMA“
erschien, war es, nationale Prävalenz- Schätzungen
von symptomatischen Beckenbodenfunktionsstörungen
zu liefern. Es wurden Daten von 1961 nicht
schwangeren Frauen (20 Jahre oder älter)
analysiert, die von 2005 bis 2006 an dem
National Health and Nutrition Examination
Survey, einer nationalen repräsentativen
Befragung der nicht-institutionalisierten
US-Bevölkerung, teilnahmen.
Die
Frauen wurden zuhause befragt und unterzogen
sich dann standardisierten körperlichen
Untersuchungen in einem mobilen
Untersuchungszentrum. Symptome einer
Harninkontinenz (Score von 3 oder mehr auf
einer validisierten Inkontinenzskala von
mildem bis schwerem Urinverlust),
Stuhlinkontinenz (Verlust von festem, flüssigem
oder schleimigem Stuhl mindestens einmal im
Monat) oder eines Prolaps der Beckenorgane
(sichtbare/fühlbare Vorwölbung in der
Scheide) wurden bewertet. Primäre
Zielparameter waren die gewichteten Prävalenzschätzungen
der symptomatischen Harninkontinenz,
Stuhlinkontinenz oder des Beckenorganprolaps.
Ergebnisse:
Die
gewichtete Prävalenz von mindestens einer
Beckenbodenfunktionsstörung war 23,7%, wobei
15,7% der Frauen von einer Harninkontinenz
betroffen waren, 9% von einer Stuhlinkontinenz
und 2,9% von einem Organprolaps. Der Anteil an
Frauen, die über mindestens eine Störung
klagten, stieg mit dem Alter und der Zahl der
Geburten an. Bei den 20 bis 39jährigen lag er
bei 9,7%, bei den über 80jährigen bei 49,7%.
Bei Frauen mit 0, 1, 2 bzw. 3 und mehr
Geburten lag er bei 12,8%, 18,4%, 24,6% bzw.
32,4%. Bei übergewichtigen und fettsüchtigen
Frauen war die Wahrscheinlichkeit unter
mindestens einer Beckenbodenfunktionsstörung
zu leiden höher (26,3%, 30,4% bzw. 15,1%). Es
wurden keine Unterschiede bei den
verschiedenen ethnischen Gruppen gefunden.
Fazit:
Ein
bedeutender Anteil der Frauen ist von
Beckenbodenfunktionsstörungen betroffen wobei
der Anteil mit zunehmendem Lebensalter steigt.
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