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Kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) und Gesundheitsbezogene Lebensqualität, 2008

Im Jahr 2002 zeigte die große WHI-Studie (1) zur Hormonersatztherapie in den Wechseljahren Ärzte und Patientinnen, dass sie mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko einhergeht.

Zudem wiesen die WHI-Daten auf, dass eine kombinierte Hormonersatztherapie möglicherweise keinen Einfluss auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität hatte. Die WHI hatte jedoch nur allgemeine Kriterien für diese Fragestellung verwendet. Eine aktuelle Studie (2) ging dieser Frage erneut nach.

Insgesamt 3700 Frauen mit intaktem Uterus oder Zustand nach Hysterektomie wurden für eine tägliche kombinierte HRT (Östrogen und Progesteron) oder für Placebo randomisiert. Die Hilfe von spezifischen Symptomfragebogen und Skalen wurde die gesundheitsbezogene Lebensqualität gemessen. Die Ergebnisse der Studie ergab, dass selbst bei Frauen mit lange zurückliegender Menopause kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessern kann.

Trotzdem sollte die Vorteile der kombinierten HRT gegen die möglichen gesundheitlichen Risiken, die bei der WHI-Studie (1) dokumentiert wurde, abgewogen werden. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (2): 

Gesundheitsbezogene Lebensqualität nach einer kombinierten Hormonersatztherapie (HRT)  

Eine randomisierte Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie, die im „British Medical Journal“ erschien, untersuchte den Effekt einer kombinierten Hormonersatztherapie (HRT) auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (health related quality of life). An der Studie nahmen 3721 nicht hysterektomierte Frauen zwischen 50 und 69 Jahren teil. Die Teilnehmerinnen wurden zu einer Kombination aus Östrogen und Progesteron (n= 1862) oder zu einem passenden Placebo (n= 1859) randomisiert. Daten über die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach einem Jahr waren von 1043 bzw. 1087 Frauen erhältlich. Oral verabreicht wurden täglich 0,625 mg konjugiertes Östrogen plus 2,5 mg/5 mg Methoxyprogeseteronacetat oder ein Placebo.

 

Die primären Zielparameter waren die gesundheitsbezogene Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden gemessen mit dem „Women`s Health Questionnaire“. Veränderungen bei den emotionalen und körperlichen Menopausensymptomen wurden mit Hilfe eines Symptomenfragebogens gemessen und die Ausprägung einer Depression mit der „Centre for Epidemiological Studies depression scale (CES-D). Die gesamte gesundheitsbezogene  Lebensqualität und die Gesamtlebensqualität wurden mit dem „European quality of life instrument“ (EuroQol) bzw. einer visuellen Analogskala gemessen.

 

Ergebnisse:

Nach einem Jahr wurden bei den Frauen mit der kombinierten Hormonersatztherapie (HRT) verglichen mit den Frauen der Placebogruppe geringe, aber signifikante Verbesserungen bei drei der neun Komponenten des Women`s Health Questionnaire beobachtet: Bei den vasomotorischen Symptomen, bei der Sexualfunktion und bei den Schlafproblemen. Signifikant weniger Frauen der HRT-Gruppe berichteten über Hitzewallungen, Nachtschweiß, Gelenk- und Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit und Scheidentrockenheit als in der Placebogruppe. Der Anteil, der über Brustspannen oder vaginalen Ausfluss berichtete, war hingegen größer als bei der Placebogruppe. Unter Hitzewallungen litten zu Studienbeginn 30% der Frauen der HRT-Gruppe und 29% der Frauen der Placebogruppe, nach einem Jahr waren es 9% bzw. 25%. Hinsichtlich der anderen Menopausensymptome, der Depression und der Gesamtlebensqualität wurden nach einem Jahr keine signifikanten Unterschiede festgestellt.                  

 

Fazit:

Eine viele Jahre nach der Menopause begonnene kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) kann die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessern.   

  1. Primärprävention: Hormonersatztherapie mit Östrogen und Progestin erhöht das Risiko von Brustkrebs, Koronarer Herzkrankheit (KHK)

  2. Welton AJ et al. Health related quality of life after combined hormone replacement therapy: Randomised controlled trial. BMJ 2008 Aug 21; 337:a1190

Schlüsselwörter: Postmenopause, Kombinierte Hormonersatztherapie, HRT, Gesundheitsbezogene Lebensqualität, Qualität, Menopause, Leben, Primärprävention-Hormontherapie, Herzinfarkt, Thrombose, Östrogen, Hormonsubstitution, Progestin, Hormonersatztherapie, Lungenembolie, Brustkrebs, Pille, Nebenwirkung, Myokardinfarkt, Wechseljahre, Menopause, KHK, Koronare Herzkrankheit, Frauen und Schlaganfall.Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013