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Langzeit-PPI-Therapie mit einem erhöhten Risiko für osteoporose-bedingte Knochenbrüche assoziiert, 2008

Schlüsselwörter: PPI, Protonenpumpenhemmer, Nexium, Esomeprazol, Fraktur, Nexium. Omeprazol, Osteoporose, Antra, Pantozol, Pantoprazol, PPI, Omeprazol, Knochen, Bruch, Osteoporose, Nebenwirkung, Erhöhtes Knochenbruch-Risiko, Frakturrisiko, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Einsatz von Protonenpumpenhemmer (PPI) ist mit einem stark erhöhten Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen assoziiert. Kontinuerliche PPI-Einnahme für 5 Jahre ist mit einem hohen Risiko für Hüft-Frakturen verknüpft.

Säuresekretion im Magen erleichtert die Calcium-Aufnahme im Dünndarm. Protonenpumpenhemmer (PPI) hemmen die Magensäuresekretion und können deswegen die Calcium-Absorption und somit die Knochdichte reduzieren.

PPIs sind potente Medikamente und werden überall in der Welt großzügig gegen Sodbrennen, Gastritis und Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwür  eingesetzt. In Deutschland werden häufig Omeprazol, Esomeprazol (Nexium®) und Pantoprazol (Pantozol®) verordnet. Bei Medknowledge hatten wir bereits über diese mögliche Nebenwirkung der Protonenpumpenhemmer berichtet (2)

Eine aktuelle Studie (1) aus Kanada untersuchte die Langzeit-Wirkung der Protonenpumpenhemmer auf die Knochendichte und Fraktur-Risiko. Dabei wurden die Daten von 15.792 Patienten mit Osteoporose-bedingten Frakturen (Wirbelkörper-, Becken- und Hüft-Frakturen), die Protonenpumpenhemmer eingenommen hatten, analysiert. Als Kontrollgruppe dienten 47.289 Patienten ohne Frakturen. Die Studie erfasste einen Zeitraum von 1996 bis 2004.

Die Studienergebnisse zeigten, dass Einnahme  von Protonenpumpenhemmer (PPI) für 7 Jahre mit einem stark erhöhten Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen assoziiert war (OR, 1,6). Zudem führte eine kontinuerliche PPI-Einnahme für 5 Jahre zu einem signifikant erhöhten Risiko für Hüft-Frakturen.

Fazit: Die Wissenschaftler ziehen die Schlussfolgerung, dass eine Langzeit-PPI-Therapie mit einem signifikant erhöhten Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen verknüpft ist. Kontinuerliche PPI-Einnahme für 5 Jahre erhöht zudem das Risiko für Hüft-Fraktoren. Diese Ergebnisse sind mit den Daten der JAMA-Studie (2) in 2006 konsistent, die ebenfalls gezeigt hatten, dass ältere Patienten, die wegen peptischer Magenbeschwerden mit Protonenpumpeninhibitoren (PPI) behandelt werden, möglicherweise ein erhöhtes Knochenbruchrisiko haben.

Medknowledge-Anmerkung: Keine Frage, die PPIs sind potente Medikamente, die Risiken stellt den Einsatz von PPI nicht grundsätzlich infrage: Ärzte sollten jedoch diese potentielle Risiken kennen,  und vor allem bei älteren Patienten stets die niedrigst effektive Dosis und kürzest mögliche Therapiedauer anstreben.

Die Autoren der aktuellen Studie betonen in ihrer Schlußfolgerung, zukünftige Studien sollten den Stellenwert der osteoprotektiven Medikamente für Patienten, die über einen langen Zeitraum Protonenpumpenhemmer (PPI) einnehmen müssen, untersuchen. Damit gemeint ist wahrscheinlich gleichzeitige Einnahme von Calcium- und Vitamin-D-Tabletten zu bestehender PPI-Therapie. Würde nicht eine ausreichende Zufuhr von Kalzium, z.B. über Milchprodukte, die gleiche Funktion erfüllen?

  1. Targownik LE et al. Use of proton pump inhibitors and risk of osteoporosis-related fractures. CMAJ 2008 Aug 12; 179:319

  2. Säurehemmer und Osteoporose: Erhöhtes Knochenbruchrisiko unter Protonenpumpenhemmer (PPI), 27. Dezember 2006 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013