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HIV-Schnelltest
in der Notaufnahme: Erwartungen an Spezifität nicht erfüllt, 2008
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| Schlüsselwörter: HIV-Schnelltest,
CDC, AIDS, Test, HIV-Routinetest, Homosexuelle,
i.v.-Drogenabhängige, Vorbeugung, HIV-Test, HIV-Screening, OraQuick®
ADVANCE Rapid HIV-1/2 Antibody Test, Antikörper, Schleim, samen,
Körperflüssigkeit, Plasma, Blut, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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HIV-Schnelltests
in der Notaufnahme waren mit vielen
falsch-positiven Ergebnissen assoziiert. Als
Schnelltest wurde „OraQuick®
ADVANCE Rapid HIV-1/2 Antibody Test„
eingesetzt. |
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1): |
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Die
Erwartungen an HIV-Schnelltests in der
Notfallmedizin sollten revidiert werden
Bemühungen
um ein erweitertes HIV-Screening in den
Vereinigten Staaten haben den Gebrauch von
HIV-Schnelltests in der Notfallmedizin
ansteigen lassen. Es wurde über eine
Sensitivität und Spezifität der Schnelltests
von über 99% berichtet. Ziel einer Studie in
den „Annals of Internal Medicine“ war es,
zu bewerten, ob ein positiver oraler
HIV-Schnelltest Erwachsene mit HIV-Infektion
in der Notfallmedizin korrekt identifizieren
kann.
Im
Rahmen einer randomisierten klinischen Studie
wurden diagnostische Tests durchgeführt und
bewertet. Es nahmen 849 Erwachsene aus der
Notaufnahme des „Brigham and Woman`s
Hospital“ in Boston teil, bei denen zwischen
dem 07. Februar und dem 01. Oktober 2007
valide Ergebnisse eines oralen
HIV-Schnelltests vorlagen. Es wurde der
Schnelltest „OraQuick ADVANCE Rapid HIV-1/2
Antikörpertest“ (von Ora Sure Technologies
in Bethlehem, Pennsylvania) verwendet. Den
Patienten mit positivem Testergebnis wurden
ein Enzymimmunoassay, ein Western Blot oder
ein Plasma-HIV-1 RNA-Test zur Bestätigung
angeboten. Gemessen wurden die Spezifität und
der positive Likelihood-Quotient (das
Wahrscheinlichkeitsverhältnis).
Ergebnisse:
39
Patienten zeigten ein positives Testergebnis.
Bei der Bestätigung waren 5 Patienten HIV-
infiziert, 26 waren nicht infiziert (8
Patienten lehnten eine Bestätigung ab).
Die geschätzte Spezifität des Schnelltests
betrug 96,9%. Die Analyse der Sensitivität
des tatsächlichen HIV-Status der unbestätigten
Fälle sowie der Testsensitivität ergab einen
positiven Likelihood-Quotienten von 8 zu 32.
Der Western Blot alleine als Bestätigungstest
erbrachte nur bei 50% der Patienten bei der
ersten Nachuntersuchung den tatsächlichen
HIV-Status. Ein zusätzlicher HIV-1 RNA-Test
zur Sicherung verbesserte diese Rate auf
96,2%. Die Testsensitivität kann nicht
beurteilt werden, da negative
OraQuick-Testergebnisse nicht bestätigt
wurden.
Fazit:
Obwohl
Patienten mit einem positiven oralen OraQuick
HIV-Screening-Test in der Notfallmedizin eine
8 zu 32-fache Rate für eine HIV-Infektion
hatten verglichen mit der Rate der Prätests,
war die Spezifität des Tests niedriger als
erwartet. |
-
Walensky
RP et al. Revising expectations from rapid HIV
tests in the emergency department. Ann Intern
Med 2008 Aug 5; 149:153.
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