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Koronararterienspasmus als häufige Ursache eines akuten Koronarsyndroms (AKS), 2008

Schlüsselwörter: Koronararterie, spasmus, Herzinfarkt, KHK, Koronararterienspasmus, Spasm, keine Arteriosklerose, Stenose, akutes Koronarsyndrom, AKS, ACR, Herzkatheter, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

Jeder vierte Patient mit akutem Koronarsyndrom wies keine ursächlichen Koronargefäß-Stenosen auf, und etwa jeder zweiter von denen zeigte Koronarspasmus beim Provokationstest. Die Studie lieferte jedoch keine Erkenntnisse, ob Koronararterienspasmus mit einer schlechten Prognose assoziiert war, und wenn ja, ob eine Therapie die Prognose verbessern würde.

Ärzte sollten an Koronararterienspasmus als alternative Diagnose bei Patienten mit AKS denken, insbesondere dann, wenn die Herzkatheteruntersuchung keine eindeutige Gefäßstenosen zeigt. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Koronararterienspasmus als häufige Ursache eines akuten Koronarsyndroms: Die CASPAR-Studie (Coronary Artery Spasm in Patients With Acute Coronary Syndrome).

ZIELE: Im Rahmen der Studie sollte die Inzidenz von Koronararterienspasmen bei Notfallpatienten mit Verdacht auf akutes Koronarsyndrom (AKS) und akutem Brustschmerz in Ruhe untersucht werden.

HINTERGRUND: Zu den typischen Beschwerden in der Notaufnahme gehört der Brustschmerz in Ruhe. Der Verdacht auf akutes Koronarsyndrom besteht bei Patienten mit erhöhten Herzmarkern, mit ischämischen Veränderungen im Elektrokardiogramm und beim Auftreten typischer klinischer Symptome einer instabilen Angina pectoris (normalerweise in Ruhe). Bis zu 30% aller Patienten mit Verdacht auf AKS zeigen allerdings in der Koronarangiographie keine Obstruktion der Koronararterien. In der Studie sollte geklärt werden, bei wie vielen dieser Patienten ein Koronararterienspasmus als mögliche Ursache für ihren Brustschmerz in Frage kommt.

METHODEN: Von Juni bis Dezember 2006 wurde eine prospektive Studie durchgeführt. Bei allen Patienten mit Verdacht auf AKS, bei denen in der Koronarangiographie keine ursächlichen Verengungen nachgewiesen wurden, erfolgte ein intrakoronarer Aceteylcholin (ACH)-Provokationstest. Bei einer Vasokonstriktion von >/= 75% des Durchmessers nach intrakoronarer Applikation von Nitroglyzerin sowie der Reproduktion der anfänglichen Symptome wurde der ACH-Test als positiv gewertet.

ERGEBNISSE: Von 488 aufeinander folgenden Patienten wiesen 138 keine ursächlichen Verengungen auf (28%). Bei 22 Patienten wurde eine andere Diagnose gestellt. Der ACH-Test wurde bei 86 der übrigen 116 Patienten durchgeführt. Für 42 Patienten wurde ein Koronarspasmus bestätigt (49%).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Jeder vierte Patient mit akutem Koronarsyndrom wies keine ursächlichen Verengungen auf. Bei fast 50% der Patienten, bei denen ein Aceteylcholin-Provokationstest durchgeführt wurde, konnte ein Koronarspasmus festgestellt werden. Dieser gilt als häufige Ursache eines akuten Koronarsyndroms und sollte als Differentialdiagnose immer in Betracht gezogen werden.

  1. Ong P et al. Coronary artery spasm as a frequent cause of acute coronary syndrome: The CASPAR (Coronary Artery Spasm in Patients With Acute Coronary Syndrome) study. J Am Coll Cardiol 2008 Aug 12; 52:523.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013