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Nicht-herzchirurgische Operation bei Patienten mit kürzlich implantierten Koronar-Stents, 2008

Es kommt gar nicht so selten vor, dass bei Patienten mit  kürzlich implantierten Koronar-Stents eine nicht-herzchirurgische Operation notwendig wird. Kleine Studien hatten ergeben, dass diese Patienten ein hohes Risiko für kardiologische Komplikationen, wie Stentthrombose, aufweisen. In zwei retrospektiven Analysen (1,2) gingen Mediziner der renommierten Mayo-Clinic/USA dieser Frage nach.

Die Mediziner aus der Mayo-Clinic untersuchten die Rate von schweren kardiologischen Komplikationen (Tod, Herzinfarkt, Re-Vaskularisation, Stentthrombose) bei Patienten, bei denen eine Nicht-herzchirurgische Operation kurz nach einer Koronar-Stenting durchgeführt wurde.

Unter den 899 Patienten, die einen Metallstent erhielten, betrugen die kardiologischen Komplikationen respektiv 10%, 4% und 3%, wenn die Operation in den 0-30 Tagen, 31-90 Tagen und 91-365 Tagen nach Stenting durchgeführt wurde. Also mit der zeitlichen Entfernung zur Stent-Anlage nahm die Komplikationsrate ab. 

In der zweiten Analyse wurden die Daten von 520 Patienten, die einen Medikamenten-Stent erhalten hatten, untersucht. Die Komplikationsrate betrug hier 6% im ersten Jahr, und 3% im zweiten. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant.

Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass eine nicht-herzchirurgische Operation mindestens um 30 Tage, noch besser 90 Tage nach Metallstent-Implantation -falls möglich- verzögert werden sollte. Bei Medikamenten-Stents sollte diese Verzögerung, wenn möglich, bei 1 Jahr liegen.

Die Analysen hatten jedoch Limitationen: Es fehlten die Kein-Stent-Kontrollgruppe, und Informationen über die Weiterführung der dualen antithrombotischen Therapie (ASS+Clopidogrel) während der perioperativen Zeit, die besonders wichtig ist.

Trotz dieser Einschränkungen liefern die beiden Analysen wichtige Daten, die bei der präoperativen Entscheidungsfindung bei Stent-Patienten eine Hilfestellung bieten.

  1. Nuttall GA et al. Time and cardiac risk of surgery after bare-metal stent percutaneous coronary intervention. Anesthesiology 2008 Oct; 109:588

  2. Rabbitts JA et al. Cardiac risk of noncardiac surgery after percutaneous coronary intervention with drug-eluting stents. Anesthesiology 2008 Oct; 109:596 .

Schlüsselwörter: Koronarstent, Metallstent, Nicht-herzchirurgische Operation, Bauchoperation, Chirurgie, Eingriff, noncardiac surgery, NCS, DES, MACE, Medikamentenstent Herzchirurgie, Patienten, kürzlich implantierte Koronar-Stents, Metall-sTent, KHK, Herzinfarkt, Medikamenten-Stent, Re-Stenose, Stents, Intracoronary Stenting and Angiographic Results: Drug-Eluting Stents for In-Stent Restenosis, ISARDESIRE-Studie, Restenose, PCI, PTCA, Katheter-Untersuchung, Ballondilatation und Revaskularisierung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013