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Sind Protonenpumpenhemmer (PPI) Risikofaktoren für Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe bei Krankenhauspatienten? 2008

Schlüsselwörter: Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe, CDAD, dyspepsie, Durchfall, Clostridien, Infektionen, Reizmagen, PPI, Esomeprazol, Nexium, Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Pantozol, Ulkus, Magenschmerzen, Magensäure,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Eine aktuelle Fall-Kontrol-Studie (1) zeigte exzessives Risiko für für Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe bei Krankenhauspatienten, die PPIs erhalten hatten.

Protonenpunpenhemmer (PPI) gehören auch in Deutschland zu den meist angeordneten Medikamenten an. Hierzu Lande werden ) kommen am häufigsten die PPIs Omeprazol, Pantoprazol (Pantozol®) und Esomeprazol (Nexium®) zum Einsatz.

Über eine Assoziation zwischen dem Einsatz von Protonenpunpenhemmern und dem Risiko für eine Clostridien-Difficile-Infektion (Pseudomembranöse Kolitis) wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Auch eine Studie, die wir bereits 2006 (2) rezensiert hatten, kam zu der Schlussfolgerung, die Verwendung von Protonenpumpenhemmern erhöhe das Risiko für Clostridien-Difficile-Infektionen. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Säureblockade mittels Protonenpumpeninhibitoren als Risikofaktor für Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe bei Krankenhauspatienten.

HINTERGRUND: Nach wie vor ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen Clostridium difficile (C. difficile) und dem Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) besteht. In der vorliegenden Studie sollte die Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD) im Hinblick auf den Einsatz von Säureblockern bei Krankenhauspatienten untersucht werden. Die häufigsten prädisponierenden Risikofaktoren wurden betrachtet.

METHODEN: An einem Krankenhaus der Grundversorgung wurde eine retrospektive Fallkontrollstudie durchgeführt. Dabei wurden alle Patienten eingeschlossen, die zwischen 1. Oktober 2005 und 30. September 2006 während des Krankenhausaufenthaltes eine CDAD entwickelten. Die Diagnose CDAD wurde gestellt, wenn zum Diagnosezeitpunkt der Patient positiv auf C. difficile Toxin getestet wurde und klinisch eine Diarrhoe vorlag. Es erfolgte ein Pair-matching von CDAD-Patienten und Kontrollpatienten bezüglich folgender Faktoren: Aufnahmetag, Antibiotikagabe, Geschlecht, Altersgruppe, Abteilung (Innere Medizin oder Chirurgie) und Art des Zimmers bei Aufnahme. Sieben Risikofaktoren wurden in Zusammenhang mit einer beginnenden CDAD analysiert: der Einsatz von PPI oder Säureblockern, Nierenversagen, Diabetes mellitus, Immunsuppression, maligne Erkrankung und gastrointestinale Erkrankung.

ERGEBNISSE: 94 CDAD-Patienten konnten erfolgreich mit Kontrollpatienten verglichen werden. Die CDAD-Patienten erhielten während des Krankenhausaufenthaltes häufiger Säureblocker als die Kontrollpatienten (72 CDAD-Patienten (76,6%) versus 40 Kontrollpatienten (42,6%), p =0,03). Die multivariate, konditional logistische Regressionsanalyse zeigte eine Assoziation von CDAD mit dem Einsatz von PPI (Odds Ratio [OR] = 3,6; 95%- Konfidenzintervall [KI] = 1,7-8,3; p < 0,001) sowie mit  Nierenversagen (OR = 5,7; KI = 1,3 – 39,1; p= 0,02).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Studie ergab ein erhöhtes Risiko von Clostridium difficile assoziierter Diarrhoe bei Krankenhauspatienten mit Säureblockertherapie, insbesondere beim Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren. 

  1. Aseeri M et al. Gastric acid suppression by proton pump inhibitors as a risk factor for Clostridium difficile-associated diarrhea in hospitalized patients. Am J Gastroenterol 2008 Sep; 103:2308.

  2. Protonenpumpenhemmer-Einsatz und das Risiko für Clostridien Difficile Infektionen, 2006

 

 

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Stand: 25. Mai 2013