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Über
eine Assoziation zwischen dem Einsatz von
Protonenpunpenhemmern und dem Risiko für eine
Clostridien-Difficile-Infektion (Pseudomembranöse
Kolitis) wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert.
Auch eine Studie, die wir bereits 2006 (2)
rezensiert hatten, kam zu der Schlussfolgerung, die
Verwendung von Protonenpumpenhemmern erhöhe das
Risiko für Clostridien-Difficile-Infektionen.
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Säureblockade
mittels Protonenpumpeninhibitoren als Risikofaktor für
Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe bei
Krankenhauspatienten.
HINTERGRUND:
Nach wie vor ist unklar, ob ein Zusammenhang
zwischen Clostridium difficile (C. difficile) und
dem Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren (PPI)
besteht. In der vorliegenden Studie sollte die
Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD) im
Hinblick auf den Einsatz von Säureblockern bei
Krankenhauspatienten untersucht werden. Die häufigsten
prädisponierenden Risikofaktoren wurden betrachtet.
METHODEN:
An einem Krankenhaus der Grundversorgung wurde eine
retrospektive Fallkontrollstudie durchgeführt.
Dabei wurden alle Patienten eingeschlossen, die
zwischen 1. Oktober 2005 und 30. September 2006 während
des Krankenhausaufenthaltes eine CDAD entwickelten.
Die Diagnose CDAD wurde gestellt, wenn zum
Diagnosezeitpunkt der Patient positiv auf C.
difficile Toxin getestet wurde und klinisch eine
Diarrhoe vorlag. Es erfolgte ein Pair-matching von
CDAD-Patienten und Kontrollpatienten bezüglich
folgender Faktoren: Aufnahmetag, Antibiotikagabe,
Geschlecht, Altersgruppe, Abteilung (Innere Medizin
oder Chirurgie) und Art des Zimmers bei Aufnahme.
Sieben Risikofaktoren wurden in Zusammenhang mit
einer beginnenden CDAD analysiert: der Einsatz von
PPI oder Säureblockern, Nierenversagen, Diabetes
mellitus, Immunsuppression, maligne Erkrankung und
gastrointestinale Erkrankung.
ERGEBNISSE:
94 CDAD-Patienten konnten erfolgreich mit
Kontrollpatienten verglichen werden. Die
CDAD-Patienten erhielten während des
Krankenhausaufenthaltes häufiger Säureblocker als
die Kontrollpatienten (72 CDAD-Patienten (76,6%)
versus 40 Kontrollpatienten (42,6%), p =0,03). Die
multivariate, konditional logistische
Regressionsanalyse zeigte eine Assoziation von CDAD
mit dem Einsatz von PPI (Odds Ratio [OR] = 3,6; 95%-
Konfidenzintervall [KI] = 1,7-8,3; p < 0,001)
sowie mit Nierenversagen (OR = 5,7; KI = 1,3
– 39,1; p= 0,02).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die Studie ergab ein erhöhtes Risiko von
Clostridium difficile assoziierter Diarrhoe bei
Krankenhauspatienten mit Säureblockertherapie,
insbesondere beim Einsatz von
Protonenpumpeninhibitoren.
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