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Kompressions-Ultraschall-Untersuchung
(US) ist die Standard-Methode bei der Diagnostik der
tiefen Beinvenenthrombose (DVT). Anfänglich wurde
Zwei-Punkt-US (V. Femoralis an der Leiste und V.
Poplitea in der Knieregion) mit Nachuntersuchung in
einer Woche bei negativem Befund eingesetzt.
Inzwischen wird immer mehr
Farb-Doppler-Ultraschall-Untersuchung des gesamten
Beines verwendet, die zwar erfahrene Untersucher benötigt
und nicht immer verfügbar ist, dafür aber keine
Folgeuntersuchungen erfordert.
Die
Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) zeigten, dass
Zwei-Punkt-Ultraschall-Untersuchung kombiniert mit
D-Dimer-Test der vollständigen
Farb-Doppler-Untersuchung des Beines gleichwertig
ist. Der Vorteil der vollständigen
Farb-Doppler-Untersuchung ist jedoch weiterhin, dass
bei negativem Befund keine Nachuntersuchungen in 1-2
Wochen erforderlich sind.
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Serielle
Zwei-Punkt Ultraschall-Untersuchung plus D-Dimere
gegenüber einer
Farb-Doppler-Ultraschall-Untersuchung des gesamten
Beines in der Diagnose eines Verdachts auf eine
symptomatische tiefe Venenthrombose: Eine
randomisierte, kontrollierte Studie.
KONTEXT:
Patienten, bei denen der Verdacht auf eine tiefe
Venen-Thrombose (TVT) der unteren Extremität
vorliegt, werden üblicherweise einer
Ultraschall-Untersuchung unterzogen, entweder der
proximalen Venen (Zwei-Punkt Ultraschall), oder des
gesamten tiefen Venen-Systems (vollständiges
Bein-Ultraschall). Letzteres wird als überlegen
angesehen, da auch isolierte Waden-Venen-Thrombosen
entdeckt werden können, allerdings benötigt diese
Untersuchung erfahrene Untersucher und ist meist nur
während regulärer Arbeitszeiten verfügbar. Bisher
sind keine randomisierten Vergleiche verfügbar, die
die relativen Werte dieser beiden Strategien
untersuchen.
ZIEL:
Es soll beurteilt werden, ob im Management von
symptomatischen, ambulanten Patienten mit Verdacht
auf eine TVT der unteren Extremität, die beiden
diagnostischen Strategien gleichwertig sind.
DESIGN,
UMFELD UND PATIENTEN: Eine prospektive,
randomisierte, multizentrische Studie konsekutiver,
symptomatischer, ambulanter Patienten (n=2465) mit
einem erstmaligen Verdacht auf eine TVT der unteren
Extremität, welche randomisiert entweder einer
Zwei-Punkt oder einer vollständigen
Bein-Untersuchung unterzogen wurden. Daten wurden
gewonnen von Ultraschall-Untersuchungsabteilungen
aus 14 italienischen Universitäts- oder städtischen
Krankenhäusern zwischen dem 1. Januar 2003 und dem
21. Dezember 2006. Patienten mit normalen
Ultraschall-Befunden wurden 3 Monate weiterverfolgt,
so dass die Studie am 20. März 2007 beendet wurde.
HAUPT-ERGEBNISS-MESSPUNKT:
Objektiv bestätigtes Vorkommen einer
symptomatischen venösen Thromboembolie, innerhalb
von drei Monaten bei Patienten mit einem ursprünglich
normalen diagnostischen Ergebnis.
ERGEBNISSE:
Von 2465 geeigneten Patienten hatten 345 ein oder
mehrere Ausschlusskriterien, 22 verweigerten die
Teilnahme; daher wurden insgesamt 2098 Patienten
randomisiert entweder einer Zwei-Punkt (n=1045) oder
einer vollständigen Bein-Untersuchung (n=1053)
zugeteilt. Symptomatische, venöse Thromboembolien
kamen bei sieben von 801 Patienten (Inzidenz: 0,9%,
95% Konfidenz-Intervall von 0,3% bis 1,8%) in der
Zwei-Punkt-Gruppe vor, sowie bei 9 von 763 Patienten
(Inzidenz: 1,2%; 95% Konfidenz-Intervall von 0,5%
bis 2,2%) in der Gruppe der vollständigen
Bein-Untersuchung. Dieses Ergebnis erfüllte die
etablierten Gleichwertigkeits-Kriterien (beobachtete
Differenz: 0,3%, 95% Konfidenz-Intervall von -1,4%
bis 0,8%).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die beiden diagnostischen Strategien sind
gleichwertig, wenn sie benutzt werden im Management
von symptomatischen, ambulanten Patienten, mit einem
Verdacht auf eine TVT der unteren Extremität.
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