|
| |
Triple-rule-out-Diagnostik
mittels Koronar-CT-Angiographie bei akutem Koronarsyndrom (ACR),
2008
|
| Schlüsselwörter: Herzinfarkt,
Triple-rule-out-Diagnostik, Koronar-CT-Angiographie, Aorta,
Dissektion, Dyspnoe, Atemnot, akutes Koronarsyndrom, Herzinfarkt,
Angina Pectoris, Linksherzkatheter, ACR, Lungenembolie,
Aortendissektion, AKS, CT, Computer-Tomographie, Embolie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
|
Bei
der Notaufnahme werden zunehmend
Koronar-CT-Angiographie angewendet, um bei
Patienten mit gering bis mittlerem Risiko eine
KHK auszuschließen. Eine aktuelle Studie (1)
untersuchte, ob Koronar-CT-Angiographie zum
simultanen Ausschluss von signifikantem KHK,
Lungenembolie und thorakale Aortendissektion
(„triple rule-out“) eingesetzt werden könnte.
|
|
Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
|
|
Triple-rule-out-Diagnostik
mittels Koronar-CT-Angiographie: Einsatz eines
64-Zeilen-CT bei Notfallpatienten mit
niedrigem bis mittlerem Risiko eines akuten
Koronarsyndroms.
HINTERGRUND:
In der Studie wurde der Einsatz einer
Koronar-Computertomographie-(CT)-Angiographie
bei Notfallpatienten mit Symptomen eines
akuten Koronarsyndroms (AKS) analysiert. Dabei
sollte untersucht werden, ob die
Triple-rule-out-Diagnostik zur Entscheidung
beitragen kann, welche Patienten mit gutem
30-Tage-Outcome entlassen werden können.
MATERIAL
UND METHODEN: Das Studienprotokoll war vom
Institutional Review Board der Universität
zugelassen. Von jedem Patienten lag vor
Aufnahme in die Studie eine schriftliche
Einverständniserklärung vor. Die
Koronar-CT-Angiographie wurde bei 201
aufeinander folgenden Patienten mit niedrigem
bis mittleren AKS-Risiko durchgeführt.
Mithilfe der Triple-rule-out-Diagnostik wurden
die Patienten auf koronare
Herzerkrankung, Lungenarterien-Embolie,
Aortendissektion und andere Thoraxerkrankungen
untersucht. Vier Patienten wurden aufgrund
technischer Probleme von der Studie
ausgeschlossen. Die übrigen Patienten
erhielten ein 30-tägiges Follow-up.
ERGEBNISSE:
Bei 22 von 197 Patienten (11%) wurde eine
andere Erkrankung als Koronarateriosklerose
festgestellt, welche ursächlich für die
Symptome war. Bei weiteren 27 Patienten (14%)
ergab sich eine klinisch relevante,
nicht-koronare Diagnose, welche die Symptome
allerdings nicht erklären konnte. 10
Patienten wiesen eine schwere
Koronararterienerkrankung auf (> 70%
Stenose), 12 Patienten eine moderate (50 -70%
Stenose), 46 Patienten eine geringgradige (bis
50% Stenose) und bei 129 Patienten fand sich
keine Koronararterienerkrankung. Bei 133 von
175 Patienten (76%) ohne oder mit mäßiger
Koronarerkrankung wurde keine weitere
Diagnostik durchgeführt. Nach Auswertung des
30-Tage-Follow-up lag der negativ-prädikative
Wert der Koronar-CT-Angiographie für höchstens
geringgradige koronare Herzerkrankung bei
99,4%. Nach 30 Tagen war kein ungünstiger
Outcome festzustellen.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Bei Notfallpatienten mit niedrigem bis
mittlerem Risiko eines akuten Koronarsyndroms
wurde eine Triple-rule-out-Diagnostik mit
Koronar-Computertomographie-Angiographie
durchgeführt. Dabei brachte bei 11% der
Patienten eine nicht-koronare Diagnose die
Erklärung der Beschwerden. In 11% der
Patienten (22 von 197 Patienten) wurde eine
moderate bis schwere Koronarerkrankung
festgestellt. Durch die
Triple-rule-out-Diagnostik wurde bei der
Mehrzahl der Patienten mit gutem
30-Tage-Outcome eine weitere Herzdiagnostik
vermieden. |
-
Takakuwa
KM and Halpern EJ. Evaluation of a
"triple rule-out" coronary CT
angiography protocol: Use of 64-section CT
in low-to-moderate risk emergency
department patients suspected of having
acute coronary syndrome. Radiology 2008
Aug; 248:438.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|