Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Antibiotika zur Frühgeburt-Vermeidung: Langzeit-Vorteile und Risiken, 2008

Nachbeobachtungsdaten der ORACLE-I-Studie (2) zeigten keinen negativen Einfluss vom Antibiotika-Einsatz mit Erythromycin bei Frauen mit vorzeitigem Blasensprung

In der randomisierten ORACLE-I-Studie (1) von 2001 wurden 4826 Frauen mit vorzeitigem Blasensprung (PROM: preterm rupture of the amniotic membranes) entweder für oral Erythromycin, oder oral Amoxicillin/Clavulansäure, oder beides, oder für Placebo für 10 Tage randomisiert.

Die Ergebnisse hatten gezeigt, dass die Frauen von Erythromycin-Gabe profitierten. In der Amoxicillin/Clavulansäure-Gruppe traten dagegen häufiger nekrotisierende Enterokolitis der Neugeborenen auf. Die primären Endpunkte waren: neonataler Tod, zerebrale Missbildungen und neonatale Lungenerkrankung.

In der parallelen ORACLE-II-Studie wurden Frauen mit vorzeitigen Wehen bei intakter Fruchtblase (SPL: preterm labor with intact membranes) ebenfalls für die gleichen Therapie-Strategien randomisiert. Dabei fand sich keinen Unterschied  zwischen den Therapie-Gruppen hinsichtlich der Prognose der Neugeborenen.

Basierend auf die Ergebnisse der ORACLE-Studien wurde Erythromycin-Gabe eine Standardtherapie beim  vorzeitigem Blasensprung (PROM), jedoch nicht bei vorzeitigen Wehen bei intakter Fruchtblase (SPL).

Jetzt wurden die Nachbeobachtungsdaten (2) der Kinder aus der ersten ORACLE-I-Studie publiziert, die inzwischen sieben Jahre alt geworden sind.

Die Ergebnisse zeigten, dass es zwischen den Kindern in allen 4-Studienarmen -deren Mütter mit PROM eines, beide oder keine Antibiotika erhalten hatten- hinsichtlich der Rate der funktionellen Störungen keine Unterschiede gibt. Dabei handelte es sich Störungen von Verhaltensauffälligkeiten, Lernprobleme bis medizinische Probleme.

In der ORACLE-II-Studie jedoch hatten Kinder, deren Mütter mit SPL Erythromycin erhalten hatten, höhere Raten von funktionellen Störungen (42.3% vs. 38.3%), als Kinder, deren Mütter keine Erythromycin hatten.  

Fazit: Diese Daten zeigen noch mal, dass die pränatale Gabe von Erythromycin an Müttern mit vorzeitigem Blasensprung (PROM) auch langfristig sicher ist, und nicht mit funktionellen Störungen der Kinder einhergeht. 

Jedoch Frauen mit vorzeitige Wehen aber ohne vorzeitigem Blasensprung (SPL) profitierten nicht von einer Erythromycin-Therapie, sie war sogar mit Langzeit-Schaden assoziiert. Die Autoren warnen vor einer Routine-Antibiotika-Therapie der Frauen, bei denen es unklar ist, ob es sich um eine PROM oder SPL ohne begleitende Infektion handelt. 

  1. Kenyon SL et al. Broad-spectrum antibiotics for preterm, prelabour rupture of fetal membranes: The ORACLE I randomised trial. Lancet 2001 Mar 31 357 979-988

  2. Kenyon S et al. Childhood outcomes after prescription of antibiotics to pregnant women with spontaneous preterm labour: 7-year follow-up of the ORACLE II trial. Lancet 2008 Oct 11; 372:1319

  3. Siehe auch: Viele Frühgeburten Folge einer Fruchtwasserinfektion, 26. August 2008

Schlüsselwörter: Fruchtwasser, Antibiotika, Toxoplasmose, röteln, Amniozentese, Baby, Säuglinge, Frühgeburt, Fehlbildung, Defekte, Augen, Gesicht, Hals, Defekt, Frühchen, Fehlbildungen, Behindert, infektion, Fruchtwasserinfektion, Ohren Gestationsalter, Schwangerschaft, Frühgeburt, Gestationswoche, Risikorechner, extrem Frühgeborene, Behinderte, Kind, Babys, Entbindung, Gestation, Geschlecht, Mädchen, Junge, Sectio, Kaiserschnitt, Frauen, Lernen, Schule, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013