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Auswirkungen einer antibiotischen Vorbehandlung auf das Liquorprofil bei Kindern mit bakterieller Meningitis, 2008

Antibiotische Vorbehandlung vor Lumbalpunktion reduziert die Wahrscheinlichkeit einer positiven Blutkultur, hat jedoch keine Auswirkung auf Leukozytenzahl und Kulturbefunde im Liquor

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Auswirkungen einer antibiotischen Vorbehandlung auf das Liquorprofil bei Kindern mit bakterieller Meningitis

Das Ziel einer Studie in „Pediatrics“ war es, die Auswirkungen eines vor einer Lumbalpunktion verabreichten Antibiotikums auf das Liquorprofil bei Kindern mit bakterieller Meningitis zu untersuchen.   

 

Es wurden Krankenakten von allen Kindern (1 Monat bis 18 Jahre alt) mit einer bakteriellen Meningitis, die zwischen 2001 und 2004 in 20 pädiatrischen Notfallkliniken vorgestellt wurden, durchgesehen. Eine bakterielle Meningitis war definiert durch ein positives Ergebnis auf bakterielle Erreger bei der Liquorkultur oder eine Liquorpleozytose mit positiver Blutkultur und/oder das Ergebnis der Liquor-Latexagglutination. Eine wahrscheinliche bakterielle Meningitis war definiert durch ein positives Ergebnis im Liquor-Grampräparat mit negativem Ergebnis bei den bakteriellen Blut- und Liquorkulturen. Antibiotische Vorbehandlung war definiert als die Gabe eines beliebigen Antibiotikums 72 Stunden vor der Lumbalpunktion.

 

Ergebnisse:

Es wurden 231 Patienten mit einer bakteriellen Meningitis und 14 mit einer wahrscheinlichen bakteriellen Meningitis identifiziert. Von diesen 245 Patienten hatten 85 (35%) eine antibiotische Vorbehandlung erhalten. Nach Anpassen von Patientenalter, Dauer und Schwere der Erkrankung bei der Vorstellung sowie bakteriellem Erreger wurde gefunden, dass eine längere Dauer der antibiotischen Vorbehandlung nicht signifikant assoziiert war mit der Leukozytenzahl sowie der absoluten Zahl der neutrophilen Granulozyten im Liquor. Eine antibiotische Vorbehandlung war jedoch assoziiert mit höheren Glucosewerten und niedrigeren Proteinwerten im Liquor. Obwohl diese Auswirkungen früher in Erscheinung traten, hatten Patienten mit einer 12stündigen oder längeren Vorbehandlung verglichen mit den Patienten, die nicht vorbehandelt oder kürzer als 12 Stunden vorbehandelt wurden signifikant höhere mediane Liqourglucosewerte (48 mg/dL vs. 29 mg/dL) und niedrigere mediane Liquorproteinwerte (121 vs. 178 mg/dL).

 

Fazit:

Bei Patienten mit einer bakteriellen Meningitis ist eine antibiotische Vorbehandlung assoziiert mit höheren Liquorglucosewerten und niedrigeren Liquorproteinwerten obwohl die Vorbehandlung weder die Leukozytenzahl noch die absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten im Liquor verändert.    

  1. Nigrovic LE et al. Effect of antibiotic pretreatment on cerebrospinal fluid profiles of children with bacterial meningitis. Pediatrics 2008 Oct;122:726.

Schlüsselwörter: Antibiotika-Vorbehandlung, Liquorpunktion, Liquor, Kinder, akute bakterielle Meningitis, Punktion, Blutkultur, Fieber. Gram-positiv,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013