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GERD (Sodbrennen): laparoskopische Antirefluxchirurgie vs. Esomeprazol (Nexium®), 2008

Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), die mit laparoskopischer Antirefluxchirurgie behandelt wurden, hatten nach 3 Jahren vergleichbare Ergebnisse, wie mit Esomeprazol-Therapie. 

Antireflux-Operation wird inzwischen auch laparoskopisch (Knopflochchirurgie) durchgeführt. Für diesen Eingriff kommen vor allem Patienten in Frage, die trotz Medikamententherapie starke Beschwerden haben. Antirefluxchirurgie verspricht den Patienten ein schmerzfreies Leben ohne die Einnahme von Medikamenten. Der chirurgische Eingriff ist jedoch umstritten, zumal er nicht immer komplikationslos bleibt. Frühere Studien (1,2) zeigten, dass der weitere Anwendung der Antireflux-Medikamente (meist PPIs) nach der Operation sehr häufig der Fall ist. Auch das Auftreten möglicher Komplikationen nach der Antirefluxchirurgie müssen in Betracht gezogen werden.

Die aktuell laufende LOTUS-Langzeit-Studie (3) vergleicht langristig laparoskopische Antirefluxchirurgie mit Protonenpumpenhemmern (PPI): In den ersten 3 Jahren der Langzeitstudie zur Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit und gute Verträglichkeit der beiden Therapieoptionen laparoskopische totale Fundoplicatio und  kontinuierliche Esomeprazol-Behandlung.

Also was tun? Bei diesen Unterschiedlichen Studien-Ergebnissen sollten die Ärzte die Langzeit-Ergebnisse der laufenden Studien abwarten, bevor sie den Patienten Antireflux-Operation im großen Stil empfehlen.  .

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ein Vergleich von laparoskopischer Refluxchirurgie und Esomeprazol-Therapie bei Patienten mit chronischer gastroösophagealer Refluxkrankheit: eine Interimsanalyse nach 3 Jahren Laufzeit der LOTUS-Studie.

HINTERGRUND: Zur Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) steht die laparoskopische Refluxchirurgie (LARS) neben immer wirksameren medikamentösen Therapien zur Verfügung. Ein direkter Vergleich der Behandlungsmethoden steht allerdings aus. Im Folgenden werden die  Interimsergebnisse nach 3  Jahren Laufzeit einer randomisierten Studie über die Wirksamkeit und Sicherheit von LARS im Vergleich zur Esomeprazol (ESO)-Therapie berichtet.

METHODEN: Bei LOTUS handelt es sich um eine freie, randomisierte kontrollierte Multicenterstudie mit Parallelgruppen, die in ausgewählten Zentren in 11 verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt wird. LARS wurde entsprechend eines Standardprotokolls ausgeführt und umfasste eine totale Fundoplikatio mit cruralem Repair. Als medikamentöse Therapie wurde ESO in einer täglichen Dosis von 20 mg eingesetzt. Bei ungenügender Kontrolle von GERD konnte die Dosis schrittweise auf täglich 40 mg erhöht werden, mit anschließender Medikation von zweimal täglich 20 mg. Als primärer Outcome wurde die Zeit bis zum Therapieversagen bestimmt (Kaplan-Meier-Analyse). Therapieversagen wurde festgestellt, sobald eine vom Protokoll abweichende Behandlung aufgrund von Rezidivbeschwerden erforderlich wurde.

ERGEBNISSE: 554 Patienten wurden randomisiert der LARS-Gruppe (n=288) und der ESO-Gruppe (n=266) zugeteilt, mit gutem Matching der zwei Studienarme. Nach 3 Jahren war bei beiden Therapieoptionen ein vergleichbarer Anteil von Patienten beschwerdefrei: 90% der operativ behandelten Patienten und 93% der medikamentös behandelten Patienten der Intention-to-treat-Kohorte (p = 0,25; 90% versus 95% in der per-Protokoll-Analyse). Es traten keine schwerwiegenden, unerwarteten postoperativen Komplikationen auf und ESO wurde gut vertragen. Bei LARS bleiben die Postfundoplikatio-Beschwerden problematisch.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In den ersten 3 Jahren der Langzeitstudie zur Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit und gute Verträglichkeit der zwei Therapieoptionen laparoskopische totale Fundoplicatio und  kontinuierliche Esomeprazol-Behandlung.

  1. Antirefluxchirurgie (Laparoskopische Fundoplicatio) bei Sodbrennen: Antireflux-Medikamenteneinnahme nach Operation, 2006

  2. GORD-Studie - L. Lundell et al: Seven-year follow-up of a randomized clinical trial comparing proton-pump inhibition with surgical therapy for reflux oesophagitis Br J Surg 2007; 94:198

  3. Lundell L et al. Comparing laparoscopic antireflux surgery with esomeprazole in the management of patients with chronic gastro-oesophageal reflux disease: A 3-year interim analysis of the LOTUS trial. Gut 2008 Sep;57:1207.

  4. Siehe auch: Antirefluxchirurgie bei Sodbrennen: Gute Langzeitergebnisse der Reflux-Chirurgie, 20. Mai 2008 

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Stand: 25. Mai 2013