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Krebs-Patienten und Suizid, 2008

Ist Suizid eine der Spätfolgen von Krebs?: Selbst Patienten in Remission (Besserung der Krankheitssymptome nach Therapie) können hochgradig Suizid gefährdet sein. Anders ausgedrückt können Selbstmordgedanken auch die Patienten, die Krebs überstanden haben, auch nach Jahren plagen.

Krebspatienten haben höhere Suizidraten als die allgemeine Bevölkerung. Dies wurde bisher dahingehend interpretiert, dass Menschen mit unheilbarer Krankheit große Schwierigkeiten haben, damit psychisch fertig zu werden.

Drei aktuelle Studien (1,2,3) haben jedoch zu diesem komplexen Thema neue Erkenntnisse geliefert: Selbstmordgedanken plagen nicht nur unheilbar kranke Patienten, auch Langzeit-Krebs-Überlebende spielen oft mit Gedanken an eine Selbsttötung.

In der Studie aus Seattle/USA (1) wurden die Suizidraten von mehr als 2 Millionen Patienten analysiert, die in landesweiten Tumorregister registriert waren. Die Suizidrate unter den Krebspatienten in den USA war doppelt so hoch, wie die der Allgemeinbevölkerung. Das relative Risiko war in den ersten 5 Jahren nach Krebsdiagnose am höchsten. Das höchste Risiko war mit folgenden Patientenmerkmalen assoziiert: Männliches Geschlecht, Kaukasische (weiße) Rasse, höheres Alter, Magenkrebs, Lungenkrebs und Kopftumoren.

Eine kleineren Studie, ebenfalls aus den USA (2) zeigte, dass Krebskrankheit mit Suizidrisiko verknüpft war. Aber auch Affektive Störungen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen, Therapie mit Antidepressiva und Therapie mit Opioiodanalgetika (wie Morphium) waren ebenfalls mit Suizidrisiko verknüpft.

Diese Ergebnisse zeigen erneut, dass zwischen den körperlichen und psychischen Symptomen starke Zusammenhänge bestehen, die von den Nachfolge-Versorgern der Krebspatienten aber auch der Krebsüberlebende stärker berücksichtigt werden sollten. Insbesondere die adäquate Schmerztherapie und psychologische Beurteilung der Krebspatienten mit einem Augenmerk auf Depressionen sollten eine größere Rolle in der Nachfolgebetreuung spielen.

Kombinieren von somatischen Nachfolgeuntersuchungen, die bei Krebspatienten oft standard sind, mit psychologischen Untersuchungen (oder auch Kurztests z.B. für depressive Symptome) könnte ein praktischer Weg sein, um selbstmordgefährdete Krebsüberlebende herauszufinden und denen Hilfe anzubieten. 

  1. Misono S et al. Incidence of suicide in persons with cancer. J Clin Oncol 2008 Oct 10; 26:4731.

  2. Miller M et al. Cancer and the risk of suicide in older Americans. J Clin Oncol 2008 Oct 10; 26:4720.

  3. Walker J et al. Better off dead: Suicidal thoughts in cancer patients. J Clin Oncol 2008 Oct 10; 26:4725.

  4. Siehe auch: Viele Menschen, die als Kinder eine Krebserkrankung überstanden haben, plagen viele Jahre später immer wieder Selbstmordgedanken.

Schlüsselwörter: Ängste, sich umbringen, operation, Depression, tumor, Krebs-Patienten, alter, Suizid (Selbstmord), tumor, chemotherapie, töten, operation, Krebspatienten, Depressionen, angst, psychische störungen, Lebensmüde, malignität, hospiz, maligne erkrankung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013