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Studien-Analyse
(1):
In 14-Studien hatten Magenbypass-Patienten höheres
Gewichtsverlust und bessere Langzeit-Ergebnisse als
die Magenband-Patienten. Patienten, die mit dem
laparoskopisch eingesetzten, verstellbaren Magenband
behandelt wurden, hatten lediglich geringere
kurzfristige Morbidität, als jene, die mit einem
Roux-en-Y-Bypass behandelt wurden.
Insgesamt
unterstützen die Daten den Magenbypass. Es ist
jedoch weiterhin wichtig, ob die durchführende
Zentren mit Roux-en-Y-Bypass-Eingriff Erfahrung
(hohe Fallzahlen) haben, dessen Durchführung
komplizierter als die vom Magenband ist.
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Magenband
oder Magen-Bypass? Eine systematische Überprüfung,
welche die beiden häufigsten Verfahren in der
Adipositas-Chirurgie vergleicht.
ZIEL:
Die Häufigkeit chirurgischer Eingriffe in der
Adipositas-Behandlung hat in den Vereinigten Staaten
exponentiell zugenommen. Das laparoskopische
Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes wird
aktuell beworben als eine sicherere, potentiell
reversible und wirksame Alternative zum
Roux-en-Y-Magenbypass, dem momentanen
Behandlungsstandard. Diese Studie untersucht den
Unterschied bei patienten-orientierten klinischen
Ergebnissen für das laparoskopische Einsetzen eines
verstellbaren Magenbandes, und für einen
Roux-en-Y-Magenbypass.
METHODEN:
Die MEDLINE-Datenbank (1966 bis Januar 2007),
Cochrane-Datenbank klinischer Studien,
Cochrane-Datenbank für Reviews, und die Datenbank für
Zusammenfassungen von Wirksamkeitsüberprüfungen
wurden durchsucht anhand der Schlüsselwörter
Magenplastik, Magenbypass, Laparoskopie,
schwedisches Band, sowie Magen-Band (engl.:
gastroplasty, gastric bypass, laparoscopy, Swedish
band, gastric banding). Studien mit mindestens einem
1-jährigen Zeitraum für Nachuntersuchungen, welche
das laparoskopische Einsetzen eines verstellbaren
Magenbandes direkt mit einem Roux-en-Y-Bypass
verglichen, wurden eingeschlossen. Die Behebung von
Adipositas-bedingten Begleitkrankheiten, der
prozentuale Verlust des übermäßigen Körpergewichts,
Lebensqualität, perioperative Komplikationen, sowie
ungünstige Ereignisse im langfristigen Verlauf
waren die berücksichtigten Kriterien.
ERGEBNISSE:
Die Suche identifizierte 14 vergleichende Studien
(eine davon randomisiert). Wenige Studien
berichteten von Verläufen über mehr als ein Jahr
hinweg. Der Verlust an übermäßigem Körpergewicht
war konsistent größer nach einem
Roux-en-Y-Magenbypass als nach dem laparoskopisch
durchgeführten Einsetzen eines verstellbaren
Magenbandes (mediane Differenz: 26%; Bereich: 19% -
34%; P < 0,001). Die Behebung von Komorbiditäten
war häufiger nach einem Roux-en-Y-Magenbypass. In
der Studie mit der höchsten Qualität war der
Verlust an übermäßigem Körpergewicht 76% nach
einem Roux-en-Y-Magenbypass, verglichen mit 48% nach
einem laparoskopisch durchgeführten Einsetzen eines
verstellbaren Magenbandes, wobei ein bestehender
Diabetes respektive in 78% bzw. 50% der Fälle
behoben wurde. Sowohl die Dauer des chirurgischen
Eingriffes, als auch die Dauer der anschließenden
Hospitalisierung war kürzer für die Patienten, die
eine laparoskopisch durchgeführte Einsetzung eines
verstellbaren Magenbandes erhielten. Ungünstige
Ereignisse wurden uneinheitlich dokumentiert.
Operative Mortalität war bei beiden Verfahren
geringer als 0,5%. Perioperative Komplikationen
waren häufiger bei einem Roux-en-Y-Magenbypass (9%
gegenüber 5%), wobei der Anteil der langfristig
erneut operierten Patienten bei einem
Roux-en-Y-Magenbypass niedriger war (16% gegenüber
24%). Die Zufriedenheit der Patienten sprach für
den Roux-en-Y-Magenbypass (P=0,006).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Gewichtsverlust-Ergebnisse sprechen klar für den
Roux-en-Y-Magenbypass gegenüber dem laparoskopisch
durchgeführten Einsetzen eines verstellbaren
Magenbandes. Patienten, die mit dem laparoskopisch
eingesetzten, verstellbaren Magenband behandelt
wurden, hatten geringere kurzfristige Morbidität
als jene, die mit einem Roux-en-Y-Bypass behandelt
wurden, allerdings war der Anteil der langfristig
erneut operierten Patienten höher bei denjenigen,
die ein laparoskopisch eingesetztes, verstellbares
Magenband erhielten. Der Magenbypass sollte
weiterhin das primäre Verfahren in der
Adipositas-Chirurgie in den Vereinigten Staaten
bleiben.
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