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Adipositaschirurgie: Magenband oder Roux-en-Y-Magenbypass? 2008

Studien-Analyse (1): In 14-Studien hatten Magenbypass-Patienten höheres Gewichtsverlust und bessere Langzeit-Ergebnisse als die Magenband-Patienten. Patienten, die mit dem laparoskopisch eingesetzten, verstellbaren Magenband behandelt wurden, hatten lediglich geringere kurzfristige Morbidität, als jene, die mit einem Roux-en-Y-Bypass behandelt wurden.

Insgesamt unterstützen die Daten den Magenbypass. Es ist jedoch weiterhin wichtig, ob die durchführende Zentren mit Roux-en-Y-Bypass-Eingriff Erfahrung (hohe Fallzahlen) haben, dessen Durchführung komplizierter als die vom Magenband ist. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Magenband oder Magen-Bypass? Eine systematische Überprüfung, welche die beiden häufigsten Verfahren in der Adipositas-Chirurgie vergleicht.

ZIEL: Die Häufigkeit chirurgischer Eingriffe in der Adipositas-Behandlung hat in den Vereinigten Staaten exponentiell zugenommen. Das laparoskopische Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes wird aktuell beworben als eine sicherere, potentiell reversible und wirksame Alternative zum Roux-en-Y-Magenbypass, dem momentanen Behandlungsstandard. Diese Studie untersucht den Unterschied bei patienten-orientierten klinischen Ergebnissen für das laparoskopische Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes, und für einen Roux-en-Y-Magenbypass.

METHODEN: Die MEDLINE-Datenbank (1966 bis Januar 2007), Cochrane-Datenbank klinischer Studien, Cochrane-Datenbank für Reviews, und die Datenbank für Zusammenfassungen von Wirksamkeitsüberprüfungen wurden durchsucht anhand der Schlüsselwörter Magenplastik, Magenbypass, Laparoskopie, schwedisches Band, sowie Magen-Band (engl.: gastroplasty, gastric bypass, laparoscopy, Swedish band, gastric banding). Studien mit mindestens einem 1-jährigen Zeitraum für Nachuntersuchungen, welche das laparoskopische Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes direkt mit einem Roux-en-Y-Bypass verglichen, wurden eingeschlossen. Die Behebung von Adipositas-bedingten Begleitkrankheiten, der prozentuale Verlust des übermäßigen Körpergewichts, Lebensqualität, perioperative Komplikationen, sowie ungünstige Ereignisse im langfristigen Verlauf waren die berücksichtigten Kriterien.

ERGEBNISSE: Die Suche identifizierte 14 vergleichende Studien (eine davon randomisiert). Wenige Studien berichteten von Verläufen über mehr als ein Jahr hinweg. Der Verlust an übermäßigem Körpergewicht war konsistent größer nach einem Roux-en-Y-Magenbypass als nach dem laparoskopisch durchgeführten Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes (mediane Differenz: 26%; Bereich: 19% - 34%; P < 0,001). Die Behebung von Komorbiditäten war häufiger nach einem Roux-en-Y-Magenbypass. In der Studie mit der höchsten Qualität war der Verlust an übermäßigem Körpergewicht 76% nach einem Roux-en-Y-Magenbypass, verglichen mit 48% nach einem laparoskopisch durchgeführten Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes, wobei ein bestehender Diabetes respektive in 78% bzw. 50% der Fälle behoben wurde. Sowohl die Dauer des chirurgischen Eingriffes, als auch die Dauer der anschließenden Hospitalisierung war kürzer für die Patienten, die eine laparoskopisch durchgeführte Einsetzung eines verstellbaren Magenbandes erhielten. Ungünstige Ereignisse wurden uneinheitlich dokumentiert. Operative Mortalität war bei beiden Verfahren geringer als 0,5%. Perioperative Komplikationen waren häufiger bei einem Roux-en-Y-Magenbypass (9% gegenüber 5%), wobei der Anteil der langfristig erneut operierten Patienten bei einem Roux-en-Y-Magenbypass niedriger war (16% gegenüber 24%). Die Zufriedenheit der Patienten sprach für den Roux-en-Y-Magenbypass (P=0,006).

SCHLUSSFOLGERUNG: Gewichtsverlust-Ergebnisse sprechen klar für den Roux-en-Y-Magenbypass gegenüber dem laparoskopisch durchgeführten Einsetzen eines verstellbaren Magenbandes. Patienten, die mit dem laparoskopisch eingesetzten, verstellbaren Magenband behandelt wurden, hatten geringere kurzfristige Morbidität als jene, die mit einem Roux-en-Y-Bypass behandelt wurden, allerdings war der Anteil der langfristig erneut operierten Patienten höher bei denjenigen, die ein laparoskopisch eingesetztes, verstellbares Magenband erhielten. Der Magenbypass sollte weiterhin das primäre Verfahren in der Adipositas-Chirurgie in den Vereinigten Staaten bleiben.

  1. Tice JA et al. Gastric banding or bypass? A systematic review comparing the two most popular bariatric procedures. Am J Med 2008 Oct; 121:885.

Schlüsselwörter: Magenband oder Roux-en-Y-Magenbypass, Diät, Therapie, Behandlung, Medikament, Magen-Bypass-Operation, Roux-en-Y-Anastomose, Magenverkleinerung, das Hormon, Ghrelin, Übergewicht, Adipositas, Appetit, Chirurgie Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013