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Belastungstest vor einer Herzkatheteruntersuchung (PCI), 2008

US-Studie (1): Bei stabilen KHK-Patienten, die sich einer Herzkatheteruntersuchung (PCI) unterziehen, fehlt die Ischämie-Dokumentation durch eine nicht-invasive Untersuchung. Die Ergebnisse deuten daraufhin, dass viele stabile Patienten, die elektiv eine perkutane koronare Intervention erhalten, von dem Eingriff eigentlich nicht profitieren. Die Resultate sind im Einklang mit einer früheren Studie (2), die gezeigt hatte, dass die KHK-Patienten in den USA (möglicherweise auch in Deutschland) mit PCI übertherapiert werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Häufigkeit der Dokumentation einer Ischämie durch eine Belastungs-Untersuchung vor einer elektiven, perkutanen koronaren Intervention.  

HINTERGRUND: Die Leitlinien verlangen eine Dokumentation der Ischämie bei Patienten mit einer stabilen koronaren Herzkrankheit, bevor eine elektive, perkutane koronare Intervention (engl. PCI) durchgeführt wird.

ZIEL: Es sollte sowohl die Häufigkeit einer Belastungs-Untersuchung, als auch Prädikatoren für die Durchführung derselben, vor einer elektiven PCI in einer Medicare-Population bestimmt werden.

GESTALTUNG, UMFELD UND PATIENTEN: Retrospektive, beobachtende Kohorten-Studie, unter Benutzung von Kostenerstattungs-Anträgen, von einer randomisierten 20%-Stichprobe aus Medicare-Begünstigten im Alter von 65 Jahren oder älter, die 2004 einer elektiven PCI unterzogen wurden (N = 23.887).

HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKT: Prozentsatz der Patienten, die innerhalb von 90 Tagen vor einer elektiven PCI einer Belastungs-Untersuchung unterzogen wurden; Variationen in der Belastungs-Untersuchung vor einer PCI zwischen 306 Krankenhaus-Zuweisungs-Regionen; Eigenschaften von Patienten, Ärzten und Krankenhäusern, die den geeigneten Einsatz der Belastungs-Untersuchung vor einer elektiven PCI vorhersagten.

ERGEBNISSE: In den Vereinigten Staaten wurden 44,5% (n = 10.629) der Patienten innerhalb von 90 Tagen vor einer elektiven PCI einer Belastungs-Untersuchung unterzogen. Es gab eine breite regionale Variation zwischen den Krankenhaus-Zuweisungs-Regionen, die Rate der durchgeführten Belastungs-Untersuchungen reichte von 22,1% bis 70,6% (nationaler Durchschnitt: 44,5%; Interquartil-Bereich: 39,0% - 50,9%). Weibliches Geschlecht (adjustiertes Wahrscheinlichkeits-Verhältnis [engl. AOR]: 0,91; 95% Konfidenzintervall (engl. CI) 0,86-0,97), Alter von mindestens 85 Jahren (AOR: 0,83; 95% KI: 0,72-0,95), eine Anamnese mit Herzinsuffizienz (AOR: 0,85; 95% KI : 0,79-0,92), sowie frühere Durchführung einer Herzkatheter-Untersuchung (AOR: 0,45; 95% KI 0,38-0,54) waren assoziiert mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit der Durchführung einer Belastungs-Untersuchung vor der PCI. Eine Anamnese mit thorakalen Schmerzen (AOR: 1,28; 95% KI: 1,09-1,54), sowie schwarze Hautfarbe des Patienten (AOR: 1,26; 95% KI: 1,09-1,46), erhöhten jeweils die Wahrscheinlichkeit der Durchführung einer Belastungs-Untersuchung vor der PCI. Patienten, die von Ärzten behandelt wurden, die 150 oder mehr PCIs pro Jahr durchführten, hatten eine geringere Wahrscheinlichkeit für die Durchführung einer der PCI vorhergehenden Belastungs-Untersuchung (AOR: 0,84; 95% KI: 0,77-0,93). Keine bestimmten Eigenschaften von Krankenhäusern wurden assoziiert mit der Durchführung einer Belastungs-Untersuchung.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Mehrheit der Medicare-Patienten mit einer stabilen, koronaren Herzkrankheit erhielten vor einer elektiven, perkutanen koronaren Intervention, keine Ischämie-Dokumentation durch eine nicht-invasive Untersuchung.

  1. Lin GA et al. Frequency of stress testing to document ischemia prior to elective percutaneous coronary intervention. JAMA 2008 Oct 15; 300:1765

  2. PCI als Übertherapie? - Keine Überlebensvorteile bei stabiler Angina - COURAGE-Studie in NEJM, 27. März 2007 

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Stand: 25. Mai 2013