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Perioperative Antibiotika-Prophylaxe: Kollaborative Qualitätssicherung vs. einfaches Feedback, 2008

Zur Qualitätssicherung der perioperativen Antibiotika-Prophylaxe war die einfache Ergebnis-Feedback-Methode genauso wirksam wie die wesentlich aufwendigeren kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahmen(Anmerkung: Kollaboration ist die Zusammenarbeit mehrerer Personen oder auch Gruppen). 

Medknowledge-Anmerkung: 

Wenn man diese Ergebnisse fiktiv auf Deutschland überträgt, könnte es vielleicht so aussehen:

BQS in Deutschland führt die Qualitätssicherung "ambulant erworbene Pneumonie". Die Kliniken müssen jährlich Daten zu den Patienten mit Pneumonie liefern (wie Antibiotika in den ersten 4 Stunden ja/nein, usw.). Bei der  Ergebnis-Feedback-Methode würde man den Kliniken am Ende des Jahres lediglich die Vergleichswerte mit anderen Krankenhäusern mitteilen, ob sie in bestimmten Bereichen im Vergleich auffällig sind. Bei der kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahme würden BQS-Experten außerdem mit den Kliniken Kontakt aufnehmen, und Ratschläge erteilen, wie sie sich verbessern könnten. 

Die Ergebnisse dieser Studie zeigte jedoch keinen Vorteil der kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahme, sodass diese Methode den Kliniken in Deutschland vielleicht erspart bleibt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Wirkung von kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Verbesserung der antimikrobiellen Prophylaxe bei chirurgischen Patienten  

Qualitätssicherungsmaßnahmen werden eingesetzt, um eine Qualitätssteigerung im Gesundheitswesen zu erreichen, deren Effizienz ist jedoch umstritten. Das Ziel einer randomisierten longitudinalen Cluster-Studie die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien, war es, die Auswirkungen von kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahmen auf die präoperative antimikrobielle Prophylaxe zu bestimmen.

 

44 Akutkrankenhäuser in den USA sammelten jeweils ungefähr 100 ausgewählte chirurgische Fälle (herzchirurgische Fälle, Hüfte- oder Knietotalendoprothesen und Hysterektomien) sowohl vor Beginn der Therapie als auch in der Nachmessungsphase.

 

Alle Kliniken erhielten einen vergleichenden Feedback-Report. Die Kliniken wurden zu der Interventionsgruppe randomisiert (n=22). Diese nahmen an einer kollaborativen Qualitätssicherungsmaßnahme teil, die aus zwei persönlichen Expertengesprächen, monatlichen Telefonkonferenzen und zusätzliche Mittel für 9 Monate bestand. 

 

Bewertet wurden der Anteil der Patienten, die mindestens eine Antibiotikadosis innerhalb von 60 Minuten vor dem chirurgischen Eingriff erhalten hatten (primärer Zielparameter), der Anteil der Patienten, die überhaupt ein Antibiotikum erhalten hatten, die Antibiotika über 24 Stunden oder weniger erhalten hatten, die das geeignete Präparat erhalten, die eine einzige präoperative Dosis erhalten und die eine der 5 genannten Maßnahmen erhalten hatten.

 

Ergebnisse:

Nach Anpassung der Region, Klinikgröße und Art des chirurgischen Eingriffs unterschieden sich die beiden Gruppen nicht hinsichtlich des Anteils der Patienten, die eine zeitgerechte antimikrobielle Prophylaxe erhalten hatten (-3,8 Prozentpunkte). Ebenso unterschieden sich die Gruppen nicht hinsichtlich individueller Messungen bei der Dauer der Antibiotikagabe, Einsatz des geeigneten Präparats, Verabreichung einer präoperativen Einzeldosis bzw. einer kombinierten Alles-oder-Nichts-Messung aus Zeitpunkt, Dauer und Auswahl. Die Aussagekraft der Studie war insofern begrenzt als die Kliniken freiwillig teilnahmen und daher eine Selektion motivierter Teilnehmer stattfand.     

 

Fazit:

In einer Phase erhöhter nationaler Aufmerksamkeit für antimikrobielle Prophylaxemaßnahmen konnte die Studie keinen erhöhten Nutzen einer Teilnahme an  kollaborativen Qualitätssicherung gegenüber eines Leistungs-Feedbacks zur Verbesserung dieser Maßnahmen feststellen.     

  1. Kritchevsky SB et al. The effect of a quality improvement collaborative to improve antimicrobial prophylaxis in surgical patients: A randomized trial. Ann Intern Med 2008 Oct 7; 149:472.

Schlüsselwörter: medizin, Kollaborative Qualitätssicherungsmaßnahmen, Maßnahme, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Arztpraxis, Leitlinien, Evidence-based Medicine, Zertifizierung, EN ISO 9001 und EFQM-Modell, Quality Management, Qualitätssicherungsmaßnahme, perioperativen Antibiotika-Prophylaxe, klinik-benching, benchmarking, bqs Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013