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Benigne Prostatahyperplasie (BPH): transurethrale Prostata-Resektion (TURP) vs. minimalinvasive Behandlungen, 2008

Obwohl transurethrale Prostata-Resektion (TURP) eine wirksame Behandlung der Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) ist, hat sie  Nachteile wie Blutverlust und mehrtägigen Krankenhausaufenthalt. Inzwischen gibt es minimalinvasive Behandlungen bei gutartiger Prostata-Vergrößerung, die oft ambulant durchgeführt werden können und zu einer Abnahme des des Prostatavolumens führen: transurethrale mikrowellen- induzierte Thermotherapie (TUMT), transurethrale Nadelablation (TUNA), oder auch Laserkoagulation.

Eine aktuelle Meta-Analyse (1) untersuchte 22 randomisierte Studien, die  transurethrale Prostata-Resektion (TURP) mit minimalinvasiven Behandlungen verglichen: Insgesamt 2432 Patinenten mit BPH waren in den Studien aufgenommen, die Effektivität der Interventionen wurden postoperativ nach 12 Monaten gemessen.

Die Ergebnisse zeigten, dass transurethrale Prostata-Resektion (TURP)zwar mit einem höheren Risiko für Blutverluste und längerem Krankenhausaufenthalt assoziiert, aber dafür wirksamer war. Die minimalinvasive Behandlungen gingen mit einer geringeren Besserung der Prostatasymptom-Scores einher.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Minimal-invasive Behandlungen bei gutartiger Prostata-Vergrößerung: Systematische Analyse randomisierter, kontrollierter Studien.  

ZIEL: Es sollte die Wirksamkeit und das Risiko-Profil von minimal-invasiven Eingriffen, mit der momentan standardmäßig durchgeführten transurethralen Prostata-Resektion verglichen werden.

GESTALTUNG: Systematische Überprüfung und Meta-Analyse randomisierter, kontrollierter Studien.

DATEN-QUELLEN: Aufzeichnungen in elektronischer Form und in Papier-Form bis März 2006.

ÜBERPRÜFUNGS-METHODEN: Es wurden alle relevanten, randomisierten, kontrollierten Studien identifiziert. Zwei Prüfer gewannen unabhängig voneinander Daten, und bewerteten ihre Qualität. Meta-Analysen von vorher festgelegten Messpunkten wurden durchgeführt, mit festen und zufälligen Wirkungs-Modellen, und wurden unter Benutzung relativer Risiken oder gewichteter, durchschnittlicher Unterschiede dokumentiert.

ERGEBNISSE: 3794 Studien wurden über ihre jeweiligen Zusammenfassungen identifiziert, davon erfüllten 22 randomisierte, kontrollierte Studien die Einschluss-Kriterien. Dadurch wurden Daten über 2434 Teilnehmer gewonnen. Die analysierten Studien waren von mittlerer bis schlechter Qualität bei kleinen untersuchten Patienten-Gruppen. Minimal-invasive Behandlungen waren weniger wirksam als die transurethrale Resektion der Prostata in Bezug auf Verbesserung der Symptome, und Verbesserung der Urin-Flussrate, wobei die meisten Vergleiche, trotz breiter Konfidenz-Intervalle, eine Signifikanz aufwiesen. Der Anteil von Folgeoperationen war nach minimal-invasiven Behandlungen deutlich höher. Das Risiko-Profil der minimal-invasiven Eingriffe war besser als das der transurethralen Resektion, weiterhin wurden weniger ungünstige Ereignisse beobachtet. Allerdings zeigten die Ergebnisse eine bedeutende Heterogenität.

SCHLUSSFOLGERUNG: Es bleibt unklar, welcher minimal-invasive Eingriff am meisten verspricht. Ihr Platz in der Behandlung von gutartigen Prostata-Vergrößerungen wird weiterhin umstritten bleiben, bis gut gestaltete, und gut dokumentierte, randomisierte, kontrollierte Studien, welche die CONSORT-Leitlinien befolgen, beweisen, dass sie der medikamentösen Behandlung überlegen, und kosteneffizienter als diese sind, oder dass Strategien von mehreren, aufeinander folgenden chirurgischen Behandlungen, von Patienten bevorzugt werden, und kosteneffizienter sind als invasivere, aber wirksamere Gewebs-Ablations-Eingriffe, wie die transurethrale Resektion.

  1. Lourenco T et al. Minimally invasive treatments for benign prostatic enlargement: Systematic review of randomised controlled trials. BMJ 2008 Oct 9; 337:a1662.

Schlüsselwörter: Prostata-Vergrößerung, transurethrale Prostata-Resektion, TURP, Benigne Prostatahyperplasie, BPH, transurethrale Prostata-Resektion, TURP, minimalinvasive Behandlungen, transurethrale mikrowellen- induzierte Thermotherapie, TUMT, Prostataoperation, transurethrale Nadelablation, TUNA, Laserkoagulation, minimalinvasiv, operation, Prostatavergrößerung, Prostatavergrößerung, gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, Prostataadenom, Benigne Prostatahyperplasie, BPH, Prostata, Minimal-invasive Behandlungen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013