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Ösophagusdruck-gesteuerte künstliche Beatmung bei akuter Lungeninsuffizienz, 2008

Studie (1): Eine Beatmungsstrategie mit Bestimmung des transpulmonalen Drucks über den Ösophagusdruck  war effektiv

HINTERGRUND: Das Überleben von Patienten mit akuter Lungeninsuffizienz oder Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) konnte durch eine Beatmungsstrategie mit kleinem Tidalvolumen und positivem endexspiratorischen Druck (PEEP) verbessert werden. Nach wie vor ist es aber schwierig, die optimale Höhe des PEEP zu bestimmen. In der vorliegenden Pilotstudie wurde der transpulmonale Druck mittels Ösophagus-Ballonkatheter ermittelt, auch wenn die Messgenauigkeit von pleuralen Druckmessverfahren bekanntermaßen technisch limitiert ist. Hierdurch sollte der PEEP so eingestellt werden, dass die Oxygenierung erhalten bleibt, während eine Schädigung der Lunge durch wiederholten Alveolarkollaps oder Überdehnung verhindert wird.

METHODEN: Patienten mit akuter Lungeninsuffizienz oder ARDS wurden randomisiert zwei Gruppen mit künstlicher Beatmung zugeteilt. In einer der Gruppen wurde der PEEP entsprechend des bestimmten Ösophagusdrucks eingestellt (Ösophagusdruck-gesteuerte Gruppe). In der zweiten Gruppe wurde der PEEP gemäß der Leitlinien des Acute-Respiratory-Distress-Syndrome-Networks festgesetzt (Kontrollgruppe). Als primärer Endpunkt wurde die Verbesserung der Oxygenierung bestimmt. Sekundäre Endpunkte waren die Lungen-Compliance und der Patienten-Outcome.

ERGEBNISSE: Mit Erreichen des Stoppkriteriums wurde die Studie beendet; 61 Patienten waren bis dahin eingeschlossen. Das Verhältnis des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks zum Anteil an eingeatmetem Sauerstoff lag nach 72 h in der Ösophagusdruck-gesteuerten Gruppe um 88 mm Hg höher als in der Kontrollgruppe (95%-Konfidenzintervall, 78,1 bis 98,3; p= 0,002). Dies blieb über den gesamten Zeitraum des Follow-up bestehen (nach 24, 48 und 72 Stunden; p= 0,001 bei Varianzanalyse wiederholter Messungen). Die Lungen-Compliance war in der Ösophagusdruck-gesteuerten Gruppe nach 24, 48 und 72 Stunden ebenfalls signifikant besser als in der Kontrollgruppe (p= 0,01 bei Varianzanalyse wiederholter Messungen).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine Beatmungsstrategie mit Bestimmung des transpulmonalen Drucks über den Ösophagusdruck bewirkte im Vergleich zur Standardtherapie eine signifikant verbesserte Oxygenierung und Lungen-Compliance. Ob dieses Verfahren zur  breiten Anwendung kommen sollte, ist in klinischen Multicenterstudien zu untersuchen. (ClinicalTrials.gov number, NCT00127491.) 2008 Massachusetts Medical Society

Schlüsselwörter: Ösophagusdruck-gesteuerte künstliche Beatmung bei akuter Lungeninsuffizienz, Lungenversagen, akute respiratorische Insuffienz, ARDS, Acute Respiratory Distress Syndrome, lungenödem, Intubation, intensivmedizin, Ösophagus, Druck, mechanische Ventilation, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013