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Ondansetron (Zofran®) bei Kinder mit Gastroenteritis (Durchfall), 2008

Ondansetron (Zofran®)  ist ein Antiemetikum, das gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. Die Substanz gehört zu  der Gruppe der Setrone, die  ihre Wirkung über die spezifische Hemmung der zentralen 5-HT3-Rezeptoren im Gehirn entfalten.

Eine aktuelle Meta-Analyse (1) untersuchte die Wirkung von Ondansetron (Zofran®) bei Kindern mit Gastroenteritis. Das Medikament wurde in 2 Studien per os, und in drei Studien intravenös verabreicht.

Die Autoren kamen zu dem folgenden Ergebnis: Die Ondansetron-Behandlung reduziert das Risiko für persistierendes Erbrechen, die Verwendung intravenöser Flüssigkeitsgabe und die Krankenhauseinweisungen von Kindern mit Erbrechen aufgrund von Gastroenteritis. Eine frühere Studie (2) hatte ähnliche Ergebnisse gezeigt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Verwendung antiemetischer Medikamente bei akuter Gastroenteritis: Ein systematischer Review und eine Meta-analyse.
ZIEL war es, einen systematischen Review und eine Meta-analyse durchzuführen, um festzustellen, ob die Einnahme antiemetischer Medikamente Erbrechen und die Notwendigkeit weiterer Interventionen bei Kindern mit Gastroenteritis ohne signifikante Nebenwirkungen reduziert.

 DATENQUELLE: Computer-Datenbanken, Literaturlisten sowie Expertenempfehlungen. STUDIENAUSWAHL: Prospektive kontrollierte Studien zur Untersuchung der Medikamentenwahl bei Kindern mit Erbrechen bei Gastroenteritis.

INTERVENTION: Antiemetische medikamentöse Therapie. HAUPTENDPUNKTE: Ende des Erbrechens, Verwendung intravenöser Flüssigkeitsgabe zur Rehydration, Krankenhausaufnahme, Rückkehr zur Versorgung, Nebeneffekte der Medikamente.

ERGEBNISSE: 11 Artikel erfüllten die Einschlusskriterien indem sie verschiedene antiemetische Medikamente evaluierten: Ondansetron (n = 6), Domperidon (n = 2), Trimethobenzamide (n = 2), Pyrilamin-pentobarbital (n = 2), Metoclopramide (n = 2), Dexamethason (n = 1), und Promethazin (n = 1). Eine Meta-analyse der 6 randomisierten, doppel-maskierten, placebo-kontrollierten Studien mit Ondansetron zeigten eine Risikoreduktion für weiteres Erbrechen (5 Studien; Relatives Risiko [RR], 0,45; 95% Konfidenzintervall [KI], 0,33-0,62; „number needed to treat“ [NNT] = 5), verminderter Bedarf für intravenöse Flüssigkeitsgaben (4 Studien; RR, 0,41; 95% KI, 0,28-0,62; NNT = 5), sowie eine Risikoreduktion von Krankenhauseinweisungen (5 Studien; RR, 0.52; 95% CI, 0.27-0.95; NNT = 14). Episoden mit Diarrhoe waren häufiger in Ondansetron-behandelten Patienten in 3 Studien. Ondansetron hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Rückkehr zur Versorgung (5 Studien; RR, 1,34; 95% KI, 0,77-2,35).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ondansetronbehandlung reduziert das Risiko für persistierendes Erbrechen, die Verwendung intravenöser Flüssigkeitsgabe und die Krankenhauseinweisungen von Kindern mit Erbrechen aufgrund von Gastroenteritis. Zukünftige Behandlungs-Leitlinien sollten eine Behandlung mit Ondansetron von ausgewählten Kindern mit Gastroenteritis aufnehmen.

  1. DeCamp LR et al. Use of antiemetic agents in acute gastroenteritis: A systematic review and meta-analysis. Arch Pediatr Adolesc Med 2008 Sep;162:858.

  2. Freedman SB et al. Oral ondansetron for gastroenteritis in a pediatric emergency department. N Engl J Med 2006 Apr 20; 354:1698-705

Schlüsselwörter: Ondansetron, Zofran, Kinder, Übelkeit, Gastroenteritis, Durchfall Hyperemesis, Emesis, Diarrhoe, Übelkeit, Flüssigkeitsverlust, Erbrechen, Exsikkose, Wasser, Volumen, Flüssigkeit, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013