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Beta-Blocker zur Prävention von Herzinsuffienz bei Hypertonie-Patienten, 2008

Beta-Blocker waren ähnlich wirksam wie andere blutdrucksenkenden Medikamenten; sie erhöhen Hirninfarkt-Risiko bei älteren Patienten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Beta-Blocker in der primären Prävention von Herzversagen bei Patienten mit Bluthochdruck – Einblicke einer Meta-Analyse  

ZIEL: Diese Studie wollte die Wirksamkeit von Beta-Blockern (BBs), in der primären Prävention von Herzversagen bei Patienten mit Bluthochdruck, untersuchen.

HINTERGRUND: Die Einteilung des American College of Cardiology sowie der American Heart Association klassifiziert Individuen mit Bluthochdruck als Patienten mit Herzversagen der Stufe A, für welche BBs eine Behandlungsoption darstellen. Dennoch sind Beweise, die diese Therapie unterstützen, bislang nicht bekannt.

METHODEN: Es wurde eine MEDLINE/EMBASE/CENTRAL-Suche von randomisierten, kontrollierten Studien durchgeführt, welche BB als primäre Therapie für Bluthochdruck untersuchten, und welche einen Follow-Up-Zeitraum von mindestens einem Jahr, sowie Daten über neu eingetretene Herzversagen aufwiesen. Der Haupt-Ergebnis-Punkt war ein neu eingetretenes Herzversagen. Sekundäre Ergebnis-Punkte waren allgemeine Mortalität, kardiovaskuläre Mortalität, Myokard-Infarkte sowie Hirninfarkte.

ERGEBNISSE: In den 12 randomisierten Studien, in denen insgesamt 112.177 Patienten mit Hypertonie untersucht wurden, reduzierten BBs den Blutdruck um 12,6/6,1 mmHg im Vergleich zu Placebo, was zu einer 23-prozentigen Reduktion (Tendenz) des Risikos für Herzversagen führte (p = 0,055). Im Vergleich zu anderen Medikamenten war der blutdrucksenkende Effekt von BBs vergleichbar, was zu einem ähnlichen, aber nicht höheren Nutzen bei der Risiko-Reduktion von Herzversagen, sowohl in der gesamten Patientenkohorte (Risiko-Rate: 1,00; 95% Konfidenz-Intervall von 0,92 bis 1,08), als auch, für sich untersucht, bei den älteren (60 Jahre oder älter) oder jüngeren Patienten (unter 60 Jahren) führte. Die Analyse der sekundären Ergebnis-Punkte zeigte, dass für BBs ein ähnlicher, aber nicht höherer Nutzen im Bezug auf allgemeine Mortalität, kardiovaskuläre Mortalität und Myokard-Infarkte bestätigt wird, allerdings auch, dass BBs das Hirninfarkt-Risiko bei älteren Patienten um 19% steigerte.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten mit Bluthochdruck ist die primäre Prävention von Herzversagen stark abhängig von der Blutdruck-Reduzierung. Im Vergleich zu anderen blutdrucksenkenden Medikamenten gab es für Betablocker einen ähnlichen, aber keinen höheren Nutzen in der Prävention eines Herzversagens. Da sie jedoch das Hirninfarkt-Risiko bei älteren Patienten erhöhen, sollten Betablocker nicht als Medikament einer First-Line-Therapie für die Prävention von Herzversagen in Erwägung gezogen werden.

  1. Bangalore S et al. Beta-blockers for primary prevention of heart failure in patients with hypertension: Insights from a meta-analysis. J Am Coll Cardiol 2008 Sep 23; 52:1062.

Schlüsselwörter: Vorsorge, Beta-Blocker, Herzinsuffienz-Prävention bei Hypertonie, BetaBlocker, Bluthochdruck, blutdruck, herzversagen, hirninfarkt, Schlaganfall, hirn-infarkt, apoplex, gehirn, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013