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CT-Koloskopie bei Darmkrebsfrüherkennung: Management von Patienten mit 6- bis 9-mm großen Polypen, 2008

Das Vorgehen bei Patienten, bei denen im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung mittels CT-Koloskopie (virtuelle Koloskopie) kleine Polypen diagnostiziert wurde, ist noch umstritten: Sollten sie beobachtet werden, oder umgehend koloskopiert werden? Die Entscheidung hängt vor allem dann davon ab, wie wahrscheinlich eine fortgeschrittene Neoplasie hinter den kleinen Polypen sich versteckt.

In einer aktuellen Studie (1) aus den USA wurden die Daten von asymptomatischen Patienten, die sich einer Koloskopie unterzogen hatten untersucht. Von den 13,992 Patienten hatten 6360 (45%) Polypen. Das Prävalenz der fortgeschrittenen Neoplasien (wie Darmkrebs oder hochgradige Dysplasien) im Verhältnis zur Polyp-Größe war:

  • 1.7% von 3744 Patienten mit Polypen zwischen 1mm bis 5mm

  • 6.6% von 1198 Patienten mit Polypen zwischen 6mm bis 9mm

  • 30.6% von 949 Patienten mit Polypen ≥10 mm

Fazit: Für Patienten, dessen größter Polyp bei CT-Koloskopie <6 mm betrug, sind die Autoren der Ansicht, dass eine Follow-Up-CT-Koloskopie vertretbar sei. Bei Patienten mit Polypen zwischen 6mm bis 9mm sei jedoch ein hohes Risiko gegeben, sodass eine Koloskopie umgehend notwendig sei.

Eine andere ebenfalls kürzlich publizierte Algorithmus-Analyse (2) verglich direkte koloskopische Polypektomie gegen 3-Jahres-Kontroll-CT-Koloskopie bei einer hypothetischen Kohorte von 60-jährigen Patienten mit Polypen zwischen 6mm bis 9mm, die durch CT-Koloskopie diagnostiziert waren. Die Analyse kommt zu einer anderen Schlussfolgerung als die hier zitierte aktuelle Studie (1): Umgehende Koloskopie mit Polypektomie würde ganz wenige Todesfälle durch Darmkrebs verhindern, indes aber hohe Kosten verursachen. Durch den Ausschluss von großen Polypen  (> oder = 10 mm) sei das Risiko für Kolorektales Karzinom sehr  gering. Daher sprechen sich die Autoren bei Patienten mit kleinen Polypen (6- bis 9-mm) für einen 3-Jahres-Kontroll-CT-Koloskopie aus, und gegen eine umgehende Koloskopie.

Medknowledge-Anmerkung: Die zweite Strategie mit der non-invasiven Kontroll-CT-Koloskopie scheint einen vertretbaren und plausiblen Weg zu sein. Was ist aber mit den Strahlenbelastung bei der CT-Koloskopie, erhöht sie nicht wiederum das Krebsrisiko insgesamt? Ist es dann doch nicht besser bei Patienten mit kleinen Polypen (6- bis 9-mm) direkt eine Koloskopie mit der Möglichkeit einer Polypektomie durchzuführen?

  1. Lieberman D et al. Polyp size and advanced histology in patients undergoing colonoscopy screening: Implications for CT colonography. Gastroenterology 2008 Oct; 135:1100

  2. Pickhardt PJ et al. Clinical management of small (6- to 9-mm) polyps detected at screening CT colonography: A cost-effectiveness analysis. AJR Am J Roentgenol 2008 Nov; 191:1509.

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Stand: 25. Mai 2013