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Antidepressiva der zweiten Generation bei Depression – Klinische Anwendungs-Leitlinie, USA 2008

Auch in Deutschland werden die neuen Antidepressiva, vor allem die Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) häufig eingesetzt. Die neue klinische Anwendungs-Leitlinie der ACP (1) kommt zu der Schlussfolgerung, dass die Wirksamkeit verschiedener Antidepressiva der zweiten Generation zur Therapie der schweren Depression sich nicht signifikant unterscheidet, jedoch deren spezifische Nebenwirkungsprofile.

American College of Physicians (ACP) hat eine neue Leitlinie zum Einsatz der neuen Zweite-Generation-Antidepressiva zur Ther apie von Depressionen veröffentlicht. Die Empfehlungen basieren auf die Analyse von 203 Studien mit 12 Antidepressiva, darunter Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI), Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmern (SNRIs) und selektive Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmern: Bupropion, Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamine, Mirtazapin, Nefazodone, Paroxetin, Sertralin, Trazodon, und Venlafaxin.

Die Wirksamkeit der Antidepressiva bei der Therapie der schweren Depression unterscheidet nicht signifikant, jedoch das Vorkommen von spezifischen Nebenwirkungen.

Beispiele für häufiger auftretende Nebenwirkungen:

  • Diarrhoe unter dem SSRI Sertralin (Zoloft®, Gladem®)

  • Übelkeit&Erbrechen unter dem SNRI Venlafaxin (Trevilor®).

  • Absetzsyndrom unter dem SSRI Paroxetin (Tagonis®) und SNRI Venlafaxine (Trevilor®)

  • Gewichtszunahme unter dem tetrazyklischen Antidepressivum Mirtazapin (Remergil®)

  • Somnolenz unter Trazodon (Thombran®). Trazon ist ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Antagonist der 5-HT2-Rezeptoren 

SSRIs sollen im Vergleich zum Placebo häufiger mit Suizid-Versuchen assoziiert sein. (Anmerkung: das ist ein derzeit viel diskutiertes Thema, zu dem unterschiedliche Daten vorliegen; Siehe Medknowledge-Übersicht [2]).

Die ACP empfiehlt:

  • Die neueren ZweitE-Generation-Antidepressiva sollten zur Therapie der schweren Depression unter den Gesichtspunkten Nebenwirkungsprofile, Patientenpräferenzen und Kosten ausgewählt werden.

  • Nach 1 bis 2 Wochen nach Therapiebeginn sollte eine Evaluierung der Wirksamkeit und aufgetretenen Nebenwirkungen erfolgen. Dabei sollte die Dosierung überprüft werden.

  • Therapieänderung, wenn in 6 bis 8 Wochen kein Ansprechen vorliegt

  • Bei gutem Ansprechen Therapiedauer 4 bis 9 Monate; längere Therapiedauer für Patienten mit  ≥2 schweren depressiven Episoden

  1. Qaseem A et al. Using second-generation antidepressants to treat depressive disorders: A clinical practice guideline from the American College of Physicians. Ann Intern Med 2008 Nov 18; 149:725.

  2. Suizid-Risiko und Antidepressiva - Artikel-Übersicht

Schlüsselwörter: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, SSRI, Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmer, SNRI, selektive Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmer, Meta-analyse, Depressionen, Therapie, Behandlung, Medikament, FDA, Selbstmord, Suizid-Risiko, Antidepressiva, Medikament, Therapie, Depression, Selektive Serotonin Reuptake Inhibitoren oder SSRI, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013