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Postthrombotisches Syndrom nach einer akuten tiefen Venenthrombose, 2008

Studie (1): Risikofaktoren für ein schweres Postthrombotisches Syndrom waren:

  • hohes Alter,

  • hohes BMI (also Übergewicht),

  • Dauer der Marcumar-Therapie (als Marker für eine ausgedehnte, tiefe Venenthrombose),

  • frühere ipsilaterale Venenthrombosen,

  • Femoral- oder Beckenvenenthrombosen,

  • schwere Postthrombotische Syndrome auch nach einem Monat nach Venenthrombose. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Postthrombotisches Syndrom nach einer akuten tiefen Venenthrombose: Bestimmende Faktoren und zeitlicher Verlauf

HINTERGRUND: Der Grund dafür, dass einige Patienten mit tiefer Venenthrombose (TVT) ein postthrombotisches Syndrom entwickeln, ist nicht gut verstanden.

ZIEL: Es sollte die Häufigkeit, der zeitliche Verlauf und relevante Vorhersagewerte eines postthrombotischen Syndroms nach einer akuten TVT bestimmt werden.

GESTALTUNG: Prospektive, multizentrisch durchgeführte Kohorten-Studie.

UMFELD: 8 kanadische Krankenhaus-Zentren.

PATIENTEN: 387 ambulante und stationäre Patienten, welche die objektive Diagnose einer akuten, symptomatischen TVT erhielten, wurden zwischen 2001 und 2004 in die Studie aufgenommen.

MESSUNGEN: Standardisierte Bewertung des postthrombotischen Syndroms unter Benutzung der Villalta-Skala, jeweils 1, 4, 8, 12 und 24 Monate nach Aufnahme in die Studie. Der durchschnittliche Punktwert des postthrombotischen Syndroms und dessen Schweregrads-Kategorie wurde bei jedem Intervall berechnet. Vorhersagewerte für Punktwert-Profile des postthrombotischen Syndroms, im Bezug zur seit der Diagnose der TVT vergangenen Zeit, wurden anhand von linearer, gemischter Modulierung identifiziert.

ERGEBNISSE: Bei allen Nachuntersuchungs-Terminen hatten ungefähr 30% der Patienten ein mildes (Punktwert 5-9), 10% ein moderates (Punktwert 10-14) und 3% ein schweres (Punktwert über 14 oder Ulzera) postthrombotisches Syndrom. Eine höhere Schweregrads-Kategorie des postthrombotischen Syndroms bei der Untersuchung nach einem Monat war ein sehr verlässlicher, vorhersagender Faktor für höhere Punktwerte des postthrombotischen Syndroms während der gesamten, 24-monatigen Beobachtungsphase (jeweils ein Anstieg von 1,97, 5,03 bzw. 7,00 im Villalta-Punktwert für eine Einteilung in die milde, moderate bzw. schwere Kategorie des postthrombotischen Syndroms nach einem Monat, gegenüber fehlendem Punktwert-Anstieg bei nicht in eine Schweregrad-Kategorie eingeteilten Patienten; P<0,001). Weitere Vorhersagewerte für höhere Punktwerte bezogen auf die vergangene Zeit waren eine venöse Thrombose der Oberschenkel- oder der Beckenvene (Erhöhung um 2,23 Punkten im Vergleich gegenüber distalen (Waden-) Venenthrombosen; P<0,001), höherer BMI (Erhöhung um 0,14 Punkte pro BMI-Punkt in kg/m²; P<0,001), eine frühere, gleichseitige Venenthrombose (Erhöhung um 1,78 Punkte; P=0,001), höheres Alter (Erhöhung um 0,30 pro 10 Jahre zusätzliches Alter; P=0,011), sowie weibliches Geschlecht (Erhöhung um 0,79 Punkte; P=0,020).

EINSCHRÄNKUNGEN: Die Entscheidung, ob Kompressions-Strümpfe verschrieben werden sollten, wurde den behandelnden Ärzten überlassen und nicht per Protokoll bestimmt. Da keine INR(International Normalized Ratio)-Daten zur Blutgerinnung vorhanden waren, konnte die Verbindung zwischen der Qualität der antikoagulativen Therapie und dem Villalta-Punktwert nicht untersucht werden.

SCHLUSSFOLGERUNG: Das postthrombotische Syndrom wird nach einer tiefen Venenthrombose häufig beobachtet. Patienten mit einer ausgedehnten, tiefen Venenthrombose und diejenigen, die ein schwereres Bild eines postthrombotischen Syndroms einen Monat nach der Diagnose aufweisen, haben insgesamt schlechtere Langzeit-Verläufe.

  1. Kahn SR et al. Determinants and time course of the postthrombotic syndrome after acute deep venous thrombosis. Ann Intern Med 2008 Nov 18; 149:698.

Schlüsselwörter: akute tiefe Venenthrombose, Postthrombotisches Syndrom nach Venen-Thrombose, Schwellung, Ödem, lyse-Therapie, antikoagulation, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013