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Zuverlässigkeit der Augenzeugen-Berichte bei Synkopen oder Krampfanfälle, 2008

Studie (1): Augenzeugen-Berichte von akuten neurologischen Episoden sind häufig nicht zuverlässig. Bei widersprüchlichen Berichten sollte der Darlegung des Patienten ein größeres Gewicht beigemessen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Vorübergehender Verlust des Bewusstseins – Beobachtungen eines Augenzeugen

ZIEL: Es sollte die Genauigkeit von Augenzeugen-Berichten über vorübergehende Bewusstseins-Verluste untersucht werden.

METHODEN: Zwei aufeinander folgende Kohorten von Psychologie-Studenten sahen - von ihnen unerwartet - Videos eines generalisierten tonisch-klonischen Krampfanfalls (n = 125), und einer Reflex-Synkope (n = 104) während einer Vorlesung über ein nicht-verwandtes Thema. Direkt danach füllten die Studenten einen Ankreuz-Fragebogen aus, in dem sie nach ihren Beobachtungen bezüglich Muskelspannung, Zuckungen, Abweichungen des Kopfes, Verschluss der Augen, Abweichung des Blickes, Austreten von Speichel, und Gesichtsfarbe befragt wurden. Der übereinstimmende Bericht erfahrener Neurologen diente dabei als Goldstandard. Obwohl nicht alle Details im Video beobachtet werden konnten, wurde, um klinische Praxis zu simulieren, die gesamte Breite der Fragen eingeschlossen.

ERGEBNISSE: Von allen Antworten zu den beobachtbaren Details des Synkopen-Videos (schlaffe Gliedmaßen, Zuckungen einer Schulter, Abweichung des Kopfes), waren 44% korrekt, 28% falsch, und 29% lauteten "Ich weiß nicht". Von den im Epilepsie-Video beobachtbaren Details (steife Gliedmaßen, Zuckungen aller Glieder, normale Gesichtsfarbe, Austreten von Speichel, keine Abweichung des Kopfes) waren 60% der Antworten korrekt, 18% falsch, und 22% "Ich weiß nicht". In Bezug auf die in den Videos nicht sichtbaren Details waren 77% der Antworten richtig ("Ich weiß nicht"), während 23% der Antworten fälschlicherweise eine Information angaben. Von allen Details, die in den beiden Videos sichtbar waren, war die Muskelspannung das am genauesten erinnerte Detail.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ein Augenzeugen-Bericht einer einzelnen Episode eines vorübergehenden Verlust des Bewusstseins (engl. TLOC) sollte mit Vorsicht interpretiert werden, da hervorstechende Details oft übersehen oder ungenau erinnert werden. Allerdings unterscheidet sich bei einem vorübergehenden Bewusstseinsverlust die Genauigkeit der Beobachtungen durch einen Augenzeugen je nach Detail, die Muskelspannung während der Episode wurde mit hoher Genauigkeit erinnert.

  1. Thijs RD et al. Transient loss of consciousness through the eyes of a witness. Neurology 2008 Nov 18; 71:1713.

Schlüsselwörter: Zeuge, Anfall, ohnmachtsanfall, Bewusstlosigkeit, helfer, zeugen, ersthelfer, notfall, reanimation, wiederbelebung, Augenzeugen-Berichte bei Synkope oder Krampfanfall (Epilepsie), Augenzeuge, ohnmacht, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013