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Können Renin-Angiotensin-Hemmer diabetische Retinopathie verzögern? 2009

Es gibt Hinweise, dass eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS)  das Inzidenz und Progression von diabetischer Retinopathie bessern könnte. In drei vom Hersteller unterstützten randomisierten Studien wurde dann die Wirksamkeit von Candesartan (Atacand) gegen diabetische Retinopathie bei Patienten mit Diabetes-Typ-I und –Typ-II überprüft. Die Dauer betrug 5 Jahre.

Alle drei Studien zeigten entweder keine oder geringe Besserungen der primären Endpunkte (progression of retinopathy). Die beobachteten positiven Wirkung von Candesartan, die erst in der späten Beobachtungsphase auftraten, könnten auch teilweise durch die blutdrucksenkenden Wirkung von Candesartan bedingt sein. Langzeit-Studien könnten möglicherweise eine Klärung bringen, ob AT-Hemmer bei diabetischer Retinopathie die Krankheitsprogression aufhalten. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Wirkung von Candesartan auf Progression und Regression einer Retinopathie bei Diabetes mellitus Typ 2 (DIRECT-Protect 2): eine randomisierte, placebokontrollierte Studie.

HINTERGRUND: Die diabetische Retinopathie ist eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung im erwerbsfähigen Alter. In der Studie wurde untersucht, ob eine Candesartan-Behandlung bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 die Progression der Retinopathie verlangsamt und darüber hinaus zur Regression führt.

METHODEN: Unter Beteiligung von 309 Zentren weltweit wurde eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit Parallelgruppen durchgeführt. In die Studie wurden Diabetes mellitus Typ 2 Patienten mit milder bis mittelschwerer Retinopathie eingeschlossen. Die Patienten wiesen Normalwerte für Albumin im Urin auf und hatten keine oder eine medikamentös behandelte Hypertonie. Einmal täglich erhielten sie entweder Candesartan (16 mg) oder Placebo. Nach einem Monat wurde die Candesartan-Dosis auf einmal täglich 32 mg verdoppelt. Die Randomisierung war Ärzten und Patienten unbekannt. Als primärer Endpunkt wurde die Progression der Retinopathie, als sekundärer Endpunkt die Regression bestimmt. Die Studie wurde im Intention-to-treat-Prinzip durchgeführt und war bei ClinicalTrials.gov unter der Nummer NCT 00252694 registriert.

ERGEBNISSE: 1905 Teilnehmer im Alter von  37-75 Jahren wurden randomisiert der Candesartan- (n = 951) oder Placebo-Behandlung (n = 954) zugeteilt. Bei 161 Patienten (17%) der Candesartan-Gruppe und 182 Patienten (19%) der Placebo-Gruppe wurde eine Progression der Retinopathie um 3 Stufen auf der Skala der Early Treatment Diabetic Retinopathy Study festgestellt. Das Progressionsrisiko war in der Candesartan-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe um 13% nicht-signifikant verringert (Hazard Ratio [HR 0,87; 95%-KI 0,7-1,08; p = 0,2). In der Gruppe mit aktiver Behandlung konnte die Regression der Retinopathie um 34% gesteigert werden (1,34; 1,08-1,68; p = 0,009). Die HR wurde durch Abgleich auf Basisrisikofaktoren oder studienbegleitende Blutdruckveränderungen nicht verringert. Am Ende der Studie zeigte sich in der Candesartan-Gruppe ein allgemeiner Trend hin zu einer weniger starken Retinopathie (Odds Ratio 1,17; 95%-KI 1,05-1,3; p = 0,003). Es gab keinen Unterschied beider Behandlungsgruppen hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Diabetes mellitus Typ 2 Patienten mit milder bis moderater Retinopathie könnte eine Behandlung mit Candesartan zur Besserung der Retinopathie führen.

  1. Sjølie AK et al. Effect of candesartan on progression and regression of retinopathy in type 2 diabetes (DIRECT-Protect 2): A randomised placebo-controlled trial. Lancet 2008 Oct 18; 372:1385

Schlüsselwörter: Angiotensin-2-Antagonisten, Prähypertonie, Therapie, AT-II-Hemmer Candesartan, Atacand, Blopress, diabetes, diabetische Retinopathie, augen, sehen, Renin-Angiotensin-System, RAS, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013