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Mortalität bei Magen-Bypass: Effekt der Operationshäufigkeit, 2009

Noch eine Studie, die zeigt, dass zwischen Menge der Eingriffe in einem Krankenhaus und Ergebnisqualität einen klaren Zusammenhang gibt. In der aktuellen Studie (1) beeinflusste die Operationshäufigkeit die Sterblichkeitsrate bei Magen-Bypass-Operationen bei Adipositas. Perioperative Sterblichkeit nahm bei niedriger Operationszahl der  Krankenhäuser und der Chirurgen (sog. Volumen-Effekt)zu. 

Es ist anscheinend nicht nur die Erfahrung der Chirurgen wichtig, auch die des Klinik-Teams: Häufige Operationen führen womöglich zu einer Straffung der Organisation und der OP-Abläufe. Exzellenzzentren in der bariatrischen Chirurgie (Adipositaschirurgie) auf dem Hintergrund dieser Zahlen wären auch in Deutschland angezeigt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Operationshäufigkeit beeinflusst die Mortalität: ein Pro für Exzellenzzentren in der bariatrischen Chirurgie.

HINTERGRUND: Aufgrund von Zweifeln an der Behandlungsqualität werden auch für sogenannte bariatrische Exzellenzzentren Qualifikationsnachweise gefordert. Operateure und Kliniken mit hohen Operationszahlen sollten theoretisch dabei besser abschneiden. ZIEL: In der vorliegenden bevölkerungsbasierten Studie wurde der Einfluss der Operationszahl auf die Mortalität bei bariatrischen Operationen in Pennsylvania untersucht.

METHODEN: 14716 Patienten mit Magenbypass-Operation in Kliniken in Pennsylvania zwischen 1999 und 2003 wurden aus der Pennsylvania Health Care Cost Containment Council Database ermittelt. Die einzelnen Operateure und Kliniken wurden in hohes (> 100 Operationen/Jahr), mittleres (50-100 Operationen/Jahr) und niedriges (< 50 Operationen/Jahr) Operationsaufkommen eingeteilt. Ermittelt wurde der Zusammenhang zwischen einerseits der Operationszahl von Operateur beziehungsweise Klinik und andererseits der Patientenverweildauer sowie der Mortalität in der Klinik und nach 30 Tagen. Die Daten wurden auf Alter, Geschlecht, Bevölkerungsgruppe, Zahlungsart und MedisGroups Admission Severity Group score (ASG) abgeglichen.

ERGEBNISSE: Die Eingruppierung der Kliniken in Pennsylvania nach ihrem Operationsaufkommen ergab 26-50 Kliniken in der Gruppe mit niedrigen Operationszahlen (n = 2158), 35-54 Kliniken in der Gruppe mit mittleren Operationszahlen (n = 1835) und 43-64 Kliniken in der Gruppe mit hohen Operationszahlen (n = 10723). Das durchschnittliche Operationsaufkommen pro Klinik stieg zwischen 1999 und 2003 an (30-120 Operationen/Jahr); die Mortalität im Krankenhaus sank (0,8-0,2 %). Die 30-Tage-Mortalität (1,15%) erreichte etwa das Doppelte der Mortalität in der Klinik (0,37%). Die Faktoren männliches Geschlecht (Odds Ratio [OR] 3,6; p < 0,001), ASG (OR 2,5; p < ,001) sowie die Operationszahlen von Klinik und Operateur waren mit einem Anstieg der Mortalität im Krankenhaus und nach 30 Tagen assoziiert. Unter Einbeziehung weiterer Faktoren zeigte sich eine gesteigerte OR der 30-Tage-Mortalität beim Einsatz von Operateuren mit niedrigen oder mittleren Operationszahlen (OR 3,7; p = 0,002 bzw. OR 2,8; p = 0,015) sowie bei Kliniken mit niedrigen oder mittleren Operationszahlen (OR 2,3; p =  0,01 bzw. OR 2,44; p = 0,017), jeweils im Vergleich zu Operateuren und Kliniken mit hohen Operationszahlen. In Kliniken mit einem hohen Operationsaufkommen war darüber hinaus die Verweildauer der Patienten geringer.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In Pennsylvania ist eine hohe Operationszahl mit einer geringeren Mortalität und Verweildauer assoziiert. Die Ergebnisse sprechen dafür, das Operationsaufkommen beim Qualifikationsnachweis von Exzellenzzentren mit einzubeziehen.

  1. Hollenbeak CS et al. Surgical volume impacts bariatric surgery mortality: A case for centers of excellence. Surgery 2008 Nov; 144:736.

Schlüsselwörter: Volumeneffekt, mindestmengen, Kliniken, Ärzte, Adipositas, Übergewicht, Laparoskopie, Laparoskopische Magenband, Roux-en-Y-Gastric-Bypass-Operation, Chirurgie, Therapie, Diät, Magenbypass, Body Mass Index und BMI Medizin, Arzt, Klinik, bariatrische Chirurgie, Volumen-Effekt, mindestmenge, Qualität, erfahrene Ärzte, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013