Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Cochrane-Übersicht: Patientenpräferenz kann die Ergebnisse der randomisierten Studien beeinflussen, 2009

Patienten, die randomisiert ihrer favorisierten Behandlung zugeteilt worden waren, zeigten eine größere Besserung als Patienten, die nicht ihre bevorzugte Therapie erhalten hatten, oder indifferent gegenüber der Therapiewahl waren.  In offenen, randomisierten Studien sollte deshalb die Präferenz der Patienten vor Randomisierung ermittelt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einfluss der Patientenpräferenz in randomisierten Studien: Übersichtsarbeit und Metaanalyse.

ZIEL: In der vorliegenden Übersichtsarbeit sollten vollständig randomisierte Patientenpräferenz-Studien zusammengestellt werden. Zusätzlich sollte im Rahmen einer Metaanalyse der Einfluss der Patientenpräferenz auf Studienabbruch und Outcome analysiert werden.

DATENQUELLEN: Die Analyse von Literaturstellen wurde mithilfe des Science Citation Index und Google Scholar durchgeführt, die Recherche mit Stichwortkombinationen erfolgte anhand der größten elektronischen Datenbanken (Medline, CINAHL, Embase und AMED). STUDIENAUSWAHL: Eingeschlossen wurden vollständig randomisierte Patientenpräferenz-Studien, in denen unterschiedlichste Behandlungen verglichen wurden. Andere Arten von Präferenz- und Crossover-Studien blieben ausgeschlossen. Weitere Einschlusskriterien waren ein Patientenalter von mindestens 16 Jahren sowie das Vorliegen von Primärdaten zum selbst berichteten Outcome mit Eingruppierung auf einer kontinuierlichen numerischen Skala. Von 167 überprüften Studien wurden 17 als vollständig randomisierte Patientenpräferenz-Studien ermittelt. DATENZUSAMMENFASSUNG: 11 der 17 Studien lieferten Rohdaten, die zur Metaanalyse herangezogen werden konnten: Basisdaten und Follow-up-Daten zum Haupt-Outcome, Randomisierungsdaten, Angaben zur Patientenpräferenz und demographische Daten. Die Basisdaten und ersten Follow-up-Daten zum Haupt-Outcome wurden standardisiert. Um eine bessere Homogenität der Daten zu erreichen, wurden nur die 8 Studien zum muskuloskeletalen System (n = 1594) zusammengefasst. Der Einfluss der Patientenpräferenz auf Outcome und Studienabbruch wurde nach Einteilung der Patienten in drei Gruppen bestimmt: Patienten mit Behandlungspräferenz, die randomisiert dieser zugeteilt wurden; Patienten mit Behandlungspräferenz, die randomisiert der nicht-favorisierten Therapie zugeteilt wurden; Patienten ohne Behandlungspräferenz.

ERGEBNISSE: Patienten, die randomisiert ihrer favorisierten Behandlung zugeteilt worden waren, zeigten eine größere Effektstärke als Patienten ohne Behandlungspräferenz (Effektstärke 0,162; 95%-Konfidenzintervall 0,011 - 0,314; p = 0,04). Patienten, die ihre favorisierte Behandlung erhielten, zeigten auch bessere Effekte als Patienten, welche diese nicht erhielten (Effektstärke 0,152; 95%-KI -0,035 - 0,339), wenngleich der Unterschied statistisch nicht signifikant war (p = 0,11). Patienten mit nicht-favorisierter Behandlung und Patienten ohne Behandlungspräferenz zeigten keinen Unterschied im Outcome. Patienten, die einer nicht-favorisierten Behandlung zugeteilt worden waren, konnten dem ersten Follow-up häufiger zugeführt werden, als Patienten ohne Behandlungspräferenz (Odds Ratio 1,7; 1,076 - 2,693; p = 0,02). Für Patienten mit favorisierter Behandlung und Patienten ohne Behandlungspräferenz ergab sich kein Unterschied hinsichtlich des Studienabbruchs.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Studien zum muskuloskeletalen System findet sich ein Zusammenhang von Patientenpräferenz bezüglich der Behandlung und dem Behandlungseffekt. In offenen, randomisierten Studien sollte deshalb die Präferenz der Patienten vor Randomisierung ermittelt werden.

  1. Preference Collaborative Review Group. Patients’ preferences within randomised trials: Systematic review and patient level meta-analysis. BMJ 2008 Oct 31; 337:a1864.

Schlüsselwörter: bias, verfälschung, Medizin-Studien, Ausgang, Prognose, Randomisierung, Patienten-Präferenz und Randomisierte-Studie-Ergebnisse, operation, doppelt-blind, statistik, epidemiologie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013