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Prognose der belastungsinduzierten ventrikulären Arrhythmien, 2009

Definitionen

EIVA  (exercise- ventricular arrhythmias): Belastungsinduzierte Kammerarrhythmie  (während der Belastung oder Erholungsphase). EIVA ist definiert als mindestens ventrikuläre Couplets (Zweier-Salven), oder Triplets (Dreiersalven) oder auch polymorphe ventrikuläre Ektopie. 

Rechtsschenkelblockartig konfigurierte oder polymorphe belastungsinduzierte Kammerarrythmien sind mit einer exzessiven 2-Jahres-Mortalität assoziiert, insbesondere bei Patienten ohne bekannte KHK.

Man müsste dann anhand dieser Daten annehmen, dass  diese Form der Kammerarrythmien häufiger in lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder Kammerflattern (Ventrikuläre Tachykardie) münden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zusammenhang zwischen elektrokardiographischer Morphologie einer belastungsinduzierten Kammerarrhythmie und Mortalität  

Die Einschätzung  der prognostischen Bedeutung einer belastungsinduzierten Kammerarrhythmie könnte durch die Existenz von idiopathischen „lower-risk“-Kammerarrhythmien der rechtsventrikulären Ausflussbahn mit linksschenkelblockartiger Konfiguration des Kammerkomplexes erschwert werden.  Das Ziel einer retrospektiven Kohortenstudie, die in den  „Annuals of Internal Medicine“ erschien, war es, zu untersuchen, ob eine rechtsschenkelblockartige Konfiguration des Kammmerkomplexes bei einer belastungsinduzierten Kammerarrhythmie mit einer erhöhten Mortalität assoziiert ist.   

 

585 Patienten mit belastungsinduzierter Kammerarrythmie und 2340 bezüglich Alter, Geschlecht und  Risikofaktoren angepasste Patienten ohne belastungsinduzierte Kammerarrhythmie wurden für Belastungstests an ein medizinisches Zentrum überwiesen. Zielgrößen waren Todesfälle sowie Ischämie und Infarkt auf dem Perfusionsszinitgramm.

 

Ergebnisse:

Während einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 24 Monaten traten 31 Todesfälle in der Gruppe mit belastungsinduzierter Kammerarrhythmie auf verglichen mit 43 Todesfällen in der Gruppe ohne belastungsinduzierte Kammerarrhythmie (5,3% vs. 1,8%). Dieser Unterschied wurde durch die kürzere Überlebensdauer der Patienten mit  rechtsschenkelblocksartig konfigurierter belastungsinduzierter Kammerarrhythmie oder multimorpher Kammerarrhythmie (6,9%) verglichen mit den Patienten ohne belastungsinduzierte Kammerarrhythmie verursacht. Patienten mit einer linksschenkelblockartig konfigurierten Kammerarrhythmie hatten eine ähnliche Mortalitätsrate (2,5%) wie die Patienten ohne Kammerarrhythmie. Bei den Patienten ohne koronare Herzerkrankung in der Vorgeschichte war jede rechtsschenkelblockartig konfigurierte belastungsinduzierte Kammerarrhythmie assoziiert mit dem Todesfall, eine morphologisch linksschenkelblockartig konfigurierte belastungsinduzierte Kammerarrhythmie jedoch nicht.

 

Limitationen der Studie: Nicht alle linksschenkelblockartig konfigurierten belastungsinduzierten Kammerarrythmien können vernachlässigt werden und nicht alle rechtsschenkelblockartig konfigurierten belastungsiduzierten Kammerarrythmien bedeuten ein hohes Risiko. Die weitere Untersuchung von Patienten auf strukturelle Herzerkrankungen wurde klinisch veranlasst und nicht durch das Protokoll.  

 

Fazit:

Eine rechtsschenkelblockartig konfigurierte oder multimorphe belastungsinduzierte Kammerarrythmie ist assoziiert mit einer höheren Mortalität. Der Einschluss von Patienten mit einer isolierten linksschenkelblockartig konfigurierten belastungsinduzierten Kammerarrythmie, die oft idiopathisch ist, könnte zu den Unterschieden in der prognostischen Bedeutung der belastungsinduzierten Kammerarrythmien bei vorausgegangenen Studien beigetragen haben. 

  1. Eckart RE et al. Association of electrocardiographic morphology of exercise-induced ventricular arrhythmia with mortality. Ann Intern Med 2008 Oct 7; 149:451.

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Stand: 25. Mai 2013