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Harnwegsinfektion (HWI) bei Kinder: Reduziert Antibiotika-Prophylaxe HWI-Rezidiv? 2009

Antibiotika-Prophylaxe verhinderte weder Harnwegsinfekt-Rezidive noch renale Narbenbildung, das gilt selbst für Kinder mit einem geringen vesikoureteralem Reflux.

In der aktuellen Studie (1) waren Kleinkinder (Alter zwischen 7 Monate bis 7 Jahre) mit einer erstmaligem febrilen HWI und mit oder ohne nicht-schwerem vesikoureteralem Reflux (VUR; Grad I–III) involviert. Nach der Therapie der erstmaligem HWI-Episode, wurden sie entweder für Antibiotika-Prophylaxe oder keine Prophylaxe randomisiert, und ein Jahr lang beobachtet. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ist bei Kindern nach erstmaligem fiebrigen Harnwegsinfekt eine Prophylaxe sinnvoll? Eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte, einseitige Äquivalenzstudie.

ZIELE: Der fiebrige Harnwegsinfekt ist bei Kindern eine häufige Erkrankung, die mit dem Risiko einer Vernarbung des Nierengewebes und langfristiger Komplikationen einhergeht. Zur Verringerung des Rezidivrisikos wird bisher eine Antibiotikaprophylaxe eingesetzt. In der vorliegenden Studie wurde nach erstmaligem Auftreten eines fiebrigen Harnwegsinfektes die Rezidivrate bei Kindern verglichen, die innerhalb eines 12-monatigen Zeitraums nach Erkrankung eine Antibiotikaprophylaxe oder keine Prophylaxe erhielten.

METHODEN: Bei der Studie handelte es sich um eine kontrollierte, randomisierte, offene, einseitige Äquivalenzstudie mit 2 Studienarmen. Verglichen wurde eine Gruppe mit 12-monatiger Prophylaxe (Cotrimoxazol 15 mg/kg täglich oder Coamoxiclav 15 mg/kg täglich) mit einer Gruppe ohne Prophylaxe. 338 Kinder im Alter von 2 Monaten bis unter 7 Jahren, die erstmalig an einem fiebrigen Harnwegsinfekt erkrankt waren, wurden in die Studie eingeschlossen. Bei 309 Kindern wurde in der Nierenszintigraphie mit 99mTechnetium-Dimercaptosuccinat eine Pyelonephritis mit oder ohne vesikoureteralem Reflux nachgewiesen. 27 Kinder zeigten klinische Symptome von Pyelonephritis und Reflux. Als primärer Studienendpunkt wurde die Rezidivrate bei fiebrigem Harnwegsinfekt während 12 Monate bestimmt. Als sekundärer Endpunkt wurde nach 12 Monaten die durch rezidivierende Harnwegsinfekte verursachte Vernarbung des Nierengewebes mittels Nierenszintigraphie mit 99mTechnetium-Dimercaptosuccinat untersucht.

ERGEBNISSE: Die Intention-to-treat-Analyse ergab für die Rezidivrate als primären Endpunkt keinen signifikanten Unterschied in den Gruppen mit und ohne Prophylaxe: 12 (9,45 %) von 127 versus 15 (7,11 %) von 211 Kindern. In der Subgruppe mit vesikoureteralem Reflux wurden ohne Prophylaxe bei 9 (19,6 %) von 46 Kindern rezidivierende fiebrige Harnwegsinfekte festgestellt, mit Prophylaxe bei 10 (12,1 0%) von 82 Kindern. Kein signifikanter Unterschied zeigte sich auch im sekundären Endpunkt: 2 (1,9 %) von 108 Kindern ohne Prophylaxe gegenüber 2 (1,1 %) von 187 Kindern mit Prophylaxe zeigten eine Vernarbung des Nierengewebes. Mittels Bivariat- und COX-Regressions-Analyse wurde ein vesikoureteraler Reflux Grad III als Risikofaktor rezidivierender fiebriger Harnwegsinfekte ermittelt. Ein zunehmendes Alter wirkte protektiv und eine fehlende Prophylaxe stellte sich nicht als Risikofaktor dar.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Kindern mit und ohne primärem vesikoureteralen Reflux niedrigen Schweregrades wird die Rezidivrate fiebriger Harnwegsinfekte durch eine Antibiotikaprophylaxe nach dem ersten Auftreten nicht verringert.  

  1. Montini G et al. Prophylaxis after first febrile urinary tract infection in children? A multicenter, randomized, controlled, noninferiority trial. Pediatrics 2008 Nov; 122:1064.

Schlüsselwörter:Harnwegsinfektion, HWI, rezidiv, cotrim, vernarbung, nierenversagen, Kind, vesikoureteraler Reflux, narbe, Sepsis, Antibiotika-Prophylaxe, niereninsuffienz, vorsorge, babys, säuglinge, nieren, pyelonephritis, Harnwegsinfekt-Rezidivrate, renale Vernarbungen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013