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Opiatanalgetika: Unabsichtliche fatale Opiat-Überdosierung, 2009

Studie (1): Die meisten  Todesfälle aufgrund einer Medikamenten-Überdosierung in West Virginia/USA waren mit folgenden Umständen assoziiert:

--mit nicht-ärztlich-verordneter Anwendung (Pharmaceutical diversion)

--„doctor shopping“ [erhalten von Rezepten für Arzneimittel (in Deutschland BtM-Rezept) von 5 oder mehr Ärzten in einem Jahr]

--Opiatabusus mit nichtmedizinischer Anwendung 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Formen des Arzneimissbrauchs bei Todesfällen infolge unbeabsichtigter Überdosierungen
 HINTERGRUND: Gebrauch und Mißbrauch von verschreibungspflichtigen Opiatanalgetika haben seit 1990 in den USA dramatisch zugenommen. Besonders betroffen sind ländliche Bundestaaten wie u.a. West Virginia. Hier waren die Zunahmen der Todesfälle aufgrund von Medikamenten-Überdosierungen von 1999-2004 am größten.

ZIELSTELLUNG: Es sollte das Risikoprofil von Personen untersucht werden, die an unbeabsichtigten Medikamenten-Überdosierungen in West Virginia starben. Dabei sollten die Art der die Medikamente, sowie die Bedeutung des Medikamentenmißbrauchs für die Todesfälle untersucht werden.

STUDIEN-DESIGN, -ABLAUF UND TEILNEHMER: Populationsbasierte Beobachtungsstudie unter Auswertung der Daten von medizinischen Untersuchern, kontrollierte Verschreibungsprogramme und Opiat-Behandlungs-Nachweise. Die Studienpopulation schloß alle Bewohner des Staates Virginia ein, die an unbeabsichtigter Medikamenten-Überdosierungen in West Virginia 2006 gestorben sind.

HAUPTENDPUNKTE: Häufigkeiten und Quotienten für ausgewählte demographische Variablen. Die Prävalenz der einzelnen Medikamente unter den Verstorbenen und der Anteil, der an die Verstorbenen verschrieben worden war. Assoziationen zwischen Demographie und Medikamentenmißbrauchsindikatoren und Evidenz für Illegale Verteilung rezeptpflichtiger Arzneimittel, definiert als Todesfall unter Involvierung eines verschreibungspflichtigen Medikamentes ohne dokumentiertes Rezept sowie Erhalt von Rezepten für Substanzen unter Kontrolle von 5 oder mehr Ärzten während eines Jahres vor dem Tod (d.h, „Ärzteshopping“).

ERGEBNISSE: Von 295 Verstorbenen waren 198 (67.1%) Männer und 271 (91.9%) waren im Alter von 18 bis 54 Jahren. Illegale Verteilung rezeptpflichtiger Arzneimittel war mit 186 (63.1%) Todesfällen assoziiert, während 63 (21.4%) Todesfälle mit „Ärzteshopping“ assoziiert waren. Die Prävalenz der illegalen Verteilung war unter den Todesfällen im Alter von 18 bis 24 Jahren am häufigsten und nahm dann successiv mit dem Alter ab. „Ärzteshopping“ war häufiger unter Frauen (30 [30.9%]) und Todesfällen im Alter von 35 bis 44 Jahren (23 [30.7%]) im Vergleich mit Männern (33 [16.7%]) und anderen Gruppen (40 [18.2%]). Medikamentenmissbrauch-Indikatoren wurden bei 279 Todesfällen (94.6%) identifiziert. Dabei waren nichtmedizinische Applikationswege sowie unerlaubte Medikamente besonders prävalent unter Medikamentenschmugglern. Mehrere beitragende Medikamente spielten bei 234 Todesfällen (79.3%) eine Rolle. Opiate wurden von 275 Todesfällen eingenommen (93.2%), von denen nur 122 (44.4%) diese jemals verschrieben worden waren.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die meisten Todesfälle augrund einer Medikamenten-Überdosierung in West Virginia (2006) waren mit nichtmedizinischer Anwendung und illegaler Verteilung von Medikamenten, primär mit Opiaten,  assoziiert.

  1. Hall AJ et al. Patterns of abuse among unintentional pharmaceutical overdose fatalities. JAMA 2008 Dec 10; 300:2613.

Schlüsselwörter: Opiatanalgetika, Schmerzen, heroin, morphin, MST, BtM-Rezept, unnabsichtliche fatale Opiat-Überdosierung, tod, mortalität, sterblichkeit, schmerztherapie, krebs, supportivmedizin, palliativmedizin, polytoxikomanie, heroinabhängigkeit, sucht, abhängigkeit, Dosierung, ateminsuffienz, respiratorische insuffienz, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013