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Ungesunder Alkoholkonsum mit Therapie-Untreu (Non-Compliance) assoziiert, 2009

Studie (1): Patienten mit Alkoholmissbrauch hatten die niedrigste Therapie-Treue (Non-Adherence) bei der Medikamenteneinnahme. Alkoholscreening könnte nicht nur dazu beitragen, das riskante Trinkgewohnheiten zu identifizieren, und vielleicht auch ändern, sie kann auch helfen Therapie der chronischen Krankheiten durch Erhöhung der Compliance für Medikamenten-Einnahme zu verbessern. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Therapietreue (Compliance, Adherence) in der Arzneimitteltherapie

Die reale Wirksamkeit vieler Arzneimitteltherapien weicht von der potenziell möglichen Wirksamkeit, wie sie in klinischen Studien gezeigt wird, oft deutlich ab. Ein Grund hierfür ist die Non-Adherence von Patienten. Adherence wird auch synonym zum Begriff Compliance (dt. Therapietreue) verwendet, wobei unter Adherence im Vergleich zur Compliance nicht nur die zuverlässige Medikamenteneinnahme verstanden wird, sondern auch die Übereinstimmung des Patienten mit den ärztlichen Verordnungen bzw. die Akzeptanz der Therapieempfehlungen durch den Patienten.    

 

Die Non-Adherence von Patienten bei der Medikamenteneinnahme ist häufig und mit  negativen Folgen assoziiert. Alkoholmissbrauch könnte ein Risikofaktor für die Non-Adherence sein, die Hinweise hierauf sind jedoch noch begrenzt. Das Ziel einer Studie, die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien, war der Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch (mit Hilfe einer einfachen Screeningmethode identifiziert) und einem dosisabhängig steigenden Risiko für die Non-Adherence bei der Medikamenteneinahme.    

 

Es wurde eine sekundäre Analyse von Kohortendaten durchgeführt, die im Zeitraum zwischen 1997 und 2000 im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie prospektiv gesammelt wurden. Teilnehmer waren Patienten aus sieben amerikanischen Gesundheitszentren mit Grundversorgung. 5473  Patienten nahmen ein Statin ein, 3468 Patienten wurden mit einem oralen Antidiabetikum behandelt und 13 729 Patienten erhielten ein Antihypertensivum. Die Patienten beantworteten den „Alcohol Use Disorder Identification Test-Consumption“ (AUDIT-C), einen aus drei Fragen bestehenden validierten Screening-Fragebogen auf Alkoholmissbrauch. Die Scores wurden eingeteilt in die Kategorien Nichttrinker, low-level Alkoholkonsum, sowie milder, moderater und schwerer Alkoholmissbrauch. Die Medikamentenadherence, definiert als Bereithaltung der verordneten Medikamente an mindestens 80% der Beobachtungstage, wurde anhand von Apothekenaufzeichnungen  entweder während eines Zeitraum von 90 Tagen oder ein Jahr nach dem Alkoholscreeningtest gemessen.

 

Ergebnisse:

Der Anteil an nonadherenten Patienten, die wegen eine Hypertonie oder einer Hyperlipidämie behandelt wurden, stieg mit höheren AUDIT-C-Scores an. In der Statingruppe war der Prozentsatz der adherenten Patienten nach einem Jahr in den beiden höchsten Alkoholkonsumkategorien niedriger (nach Adjustierung 58% und 55%) als bei der Nichttrinkergruppe (66%). In der Gruppe mit der antihypertensiven Therapie lag die 1-Jahres-Adherence in den 3 höchsten Alkoholkonsumkategorien (nach Adjustierung 61%, 60% und 56%) niedriger als bei der Nichttrinkergruppe (64%). In der Gruppe mit den oralen Antidiabetika wurden nach Adjustiertierung keine statistisch signifikanten Unterschiede beobachtet. Limitation der Studie: Es kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob eine Veränderung der Trinkgewohnheiten zu Veränderungen der Adherence führt, ferner können die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen werden.

 

Fazit:

Ein durch einen kurzen Screeningfragebogen nachgewiesener Alkoholmissbrauch war assoziiert mit einem höheren Risiko für die Non-Adherence von Patienten bei der Medikamenteneinnahme.   

  1. Bryson CL et al. Alcohol screening scores and medication nonadherence. Ann Intern Med 2008 Dec 2; 149:795.

Schlüsselwörter: Non-compliance, Alkoholscreening, Geschlecht, Alkohol, Wein, Frauen, Männer, noncompliance, Wirkung, Herzinfarkt-Risiko, Alkohol-screening, Alkoholkonsum und Therapie-Treue, Compliance, Therapie-Untreu, patienten, medikamenten-einnahme, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013