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Obere GI-Blutung: wann ist stationäre Aufnahme erforderlich? 2009

Studie (1): Mit Hilfe des einfachen “Glasgow-Blatchford bleeding score (GBS)“ konnten Patienten identifiziert werden, bei denen weder eine stätionäre Aufnahme noch eine Notfall-Endoskopie erforderlich war.

Obere gastrointestinale Blutung (GI-Blutung) ist auch in Deutschland ein häufiger Grund für stationäre Aufnahmen im Krankenhaus, obwohl viele Patienten mit oberer GI-Blutung nicht sterben, keine Rezidiv-Blutung erleiden, oder weder Notfall-Endoskopie, noch Bluttransfusionen oder Not-Operation bräuchten.

Das Score-System “Glasgow-Blatchford bleeding score (GBS)“ basiert auf einfache klinische und laborchemische Variablen. Eine aktuelle Studie (1) aus Schottland hat untersucht, ob GBS nützlich sein könnte, unter den Patienten mit oberer GI-Blutung (Kaffeesatzartiges Erbrechen, Hämatemesis, oder Teerstuhl) die jenigen zu identifizieren, die sicher nach Hause geschickt und ambulant geführt werden könnten. Score „0“ identifizierte laut GBS die „Low-Risk“-Patienten, die für eine ambulante Therapiemanagement in Frage kommen würden. Patienten hatten das Score „0“ bei GBS, wenn Sie die folgenden Merkmale zusammen hatten:

  • Hämoglobin >12.9 g/dL (Männer) oder >11.9 g/dL (Frauen)

  • Systolischer Blutdruck >109 mmHg

  • Herzfrequenz <100/minute

  • Harnstoff/Stickstoff-Serumspiegel (BUN als Indikator für Nierenfunktion ) <18.2 mg/dL (Anmerkung: Für Harnstoff gibt es in Deutschland andere Messwerte, hier kann man sich vermutlich an die Normalwerte halten)

  • Keine Meläna (Teerstuhl) oder Synkope (Kollaps)

  • Keine Vorgeschichte für Leber- oder Herzinsuffienz

In der Studie wurde das GBS-System in mehreren Phasen mit ambulanten Patienten getestet, die sich aufgrund einer GI-Blutung in Krankenhaus-Notaufnahmen vorgestellt hatten.

In der ersten Phase-I hatten von 676 Patienten mit oberer GI-Blutung 105 Patienten (16%) das Scorezahl „0“ bei GBS erreicht.

In der Phase-II wurden 572 ambulante Patienten mit oberer GI-Blutung evaluiert: Insgesamt 123 Patienten (22%) das Score „0“ erzielt, davon wurden 84 (68%) nach Hause geschickt und es wurden für sie ambulante Endoskopie-Termine vereinbart. Bei 23 Patienten wurden die geplanten Endoskopien (an erster Stelle Gastroskopie) durchgeführt; Bei keinem dieser 23 Patienten mussten endoskopische Interventionen durchgeführt werden. Bei den Patienten, die ihre Endoskopie-Termine nicht wahrgenommen hatten, gab es in den nächsten 6 Monaten keine Krankenhaus-Aufnahmen, oder Todesfälle wegen GI-Blutung.

Fazit der Studie: Das Score-System Glasgow-Blatchford bleeding score (GBS)“ identifiziert unter den Patienten, die sich im Krankenhaus-Ambulanzen mit oberer GI-Blutung vorgestellt hatten, die jenigen Patienten, die sicher ambulant geführt werden können. In der Studie kam es zu einer Reduktion der Krankenhaus-Einweisungen unter GI-Blutung-Patienten von 96% zu 71%, wenn Ärzte GBS-Score für Ihre Entscheidungsfindung verwendeten.

Das GBS-Score könnte somit unnötigen Krankenhaus-Aufnahmen, und damit unnötige Kosten im Gesundheitssystem verhindern. 

  1. Stanley AJ et al. Outpatient management of patients with low-risk upper-gastrointestinal haemorrhage: Multicentre validation and prospective evaluation. Lancet 2009 Jan 3; 373:42

  2. Siehe auch unseren früheren Artikel: Nichtvariköse obere gastrointestinale Blutung - Leitlinien aus Kanada, 2004

Schlüsselwörter: Endoskopie, Gastroskopie, Blutstillung, koagulation, Koloskopie, Krankheit, Magenblutung, Nichtvariköse Obere Gastrointestinale Blutung, ulkus, GI-Blutung, ösophagus-varizenblutung, Leitlinien, Magengeschwür, Ulcus, PPI, Protonen-Transfusion, Pumpen-Hemmer, Ulkusblutung, varizen, antikoagulation, Magenulkus, Hämoglobin, EK, Bluttransfusion, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013