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Ist kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei leichter Herzinsuffienz sinnvoll? 2009

Abnormale Überleitungsverzögerungen mit Erweiterung des QRS-Komplexes sind bei Patienten mit Herzinsuffienz relativ häufig.  Frühere Studien hatten gezeigt, dass eine kardiale Resynchronisation bei  Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffienz (NYHA III oder IV) zu einer Besserung der klinischen Symptomen führt (2).

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte, ob eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) auch bei Patienten mit leichter Herzinsuffienz (NYHA I oder II) wirksam ist.

Die Ergebnisse zeigten, dasss CRT-Therapie in dieser Gruppe zwar wirksam war, wenn auch die primären Endpunkte (Verschlechterung der klinischen Herzinsuffienz-Symptome) sich nicht signifikant gebessert haben. Somit reicht die Evidenzlage für eine Erweiterung der Indikation für CRT-Therapie bei Patienten mit leichter Herzinsuffienz noch nicht aus.

Möglicherweise liefern die Langzeit-Ergebnisse dieser und anderer Studien weitere Daten für das richtige Vorgehen in dieser Fragestellung.  

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Randomisierte Studie kardialer Resynchronisation bei Patienten mit Herzversagen und milder Symptomatik, sowie bei asymptomatischen Patienten mit links-ventrikulärer Dysfunktion und früherer Herzversagens-Symptomatik.  

ZIELE: Es sollten die Auswirkungen einer kardialen Resynchronisations-Therapie (engl. CRT) bei Patienten mit einem funktionellen Herzversagen der Klasse II nach der Klassifikation der New York Heart Association (NYHA), oder funktionellem Herzversagen nach der NYHA-Klasse I (Stufe C nach der Klassifikation des American College of Cardiology/American Heart Association) mit früherer Herzversagens-Symptomatik untersucht werden.

HINTERGRUND: Die kardiale Resynchronisations-Therapie verbessert Struktur und Funktion des linken Ventrikels. Außerdem führt sie zu besseren klinischen Ergebnisse bei Patienten mit Herzversagen in den Klassen III und IV nach NYHA und mit verlängertem QRS-Komplex.

METHODEN: 600 Patienten mit Herzversagen nach NYHA-Klasse I oder II und einer QRS-Dauer von 120 ms oder mehr sowie einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von 40% oder weniger erhielten ein CRT-Gerät (mit oder ohne Defibrillator). Die Patienten wurden randomisiert entweder der Gruppe mit aktivierter kardialer Resynchronisations-Therapie (CRT-AKTIV; n = 419) oder der Kontrollgruppe (CRT-INAKTIV; n=191) zugeteilt, für eine Behandlungsdauer von 12 Monaten. Der primäre Endpunkt war das aus klinischen Faktoren des Herzversagens zusammengesetzte Ansprechen auf die Behandlung. Dabei wurden die Patienten als verbessert, unverändert, oder verschlechtert eingestuft. Der prospektiv gestaltete sekundäre Endpunkt war der linksventrikuläre, endsystolische Volumen-Index. Krankenhauseinweisung aufgrund von verschlechterndem Herzversagen wurde in einer prospektiven Sekundäranalyse der Benutzung der Gesundheitsversorgung untersucht.

ERGEBNISSE: Der aus klinischen Faktoren des Ansprechens des Herzversagens auf die Therapie zusammengesetzte Endpunkt, der nur die Prozentsätze an verschlechterten Patienten verglich, ergab eine Verschlechterung in 16% der Fälle bei CRT-AKTIV im Vergleich zu 21% bei CRT-INAKTIV (p = 0,10). Bei Patienten, die CRT-AKTIV zugeteilt waren, wurde eine größere Verbesserung sowohl des linksventrikulären, endsystolischen Volumen-Index (-18,4 +/- 29,5 ml/m² gegenüber -1,3 +/- 23,4 ml/m²; p < 0,0001), als auch anderer Messwerte der linksventrikulären Restrukturierung festgestellt. Die Zeit bis zur ersten Krankenhauseinweisung aufgrund des Herzversagens wurde in der CRT-AKTIV-Gruppe signifikant verlängert (Risiko-Quote: 0,47; p = 0,03).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Studie zur Untersuchung, ob Resynchronisation die Restrukturierung bei systolischer, linksventrikulärer Dysfunktion rückgängig macht (engl. REVERSE-Studie), zeigt, dass kardiale Resynchronisation, in Kombination mit optimaler medizinischer Therapie (mit/ohne Defibrillator), das Risiko für eine Krankenhauseinweisung aufgrund von Herzversagen reduziert. Weiterhin verbessert sie die ventrikuläre Struktur und Funktion bei Patienten in NYHA-Klasse II und bei Patienten in NYHA-Klasse I (Stufe C nach der Klassifikation des American College of Cardiology/American Heart Association) mit früherer Herzversagens-Symptomatik.

  1. Linde C et al. Randomized trial of cardiac resynchronization in mildly symptomatic heart failure patients and in asymptomatic patients with left ventricular dysfunction and previous heart failure symptoms. J Am Coll Cardiol 2008 Dec 2; 52:1834.

  2. Siehe auch: Kardiale Resynchronisation mit Schrittmacher bei chronischer Herzinsuffienz, 2002

  3. Bristow MR et al. Cardiac-resynchronization therapy with or without an implantable defibrillator in advanced chronic heart failure. N Engl J Med 2004 May 20; 350:2140-50.

  4. Kadish A et al. Prophylactic defibrillator implantation in patients with nonischemic dilated cardiomyopathy. N Engl J Med 2004 May 20; 350:2151-8.

Schlüsselwörter: leichte Herzinsuffienz RSB, Rechtsschenkelblock, QRS-Komplex, CRT, Kardiale Resynchronisationstherapie, LSB, Linksschenkelblock, NYHA I-II, Schenkelblock, Herzinsuffizienz, schmale QRS-Komplexe, linksventrikuläre Dyssynchronie, Schrittmacher, DCM, Herzversagen, Reanimation, Kardiologie, EPU, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013