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Antikoagulation: Marcumar-Dosismanagement beeinflusst INR-Kontrolle, 2009

Es ist bekannt, dass Patienten mit unterschiedlichen INR-Werten auf Marcumar-Gaben reagieren können. Bei einigen Patienten kann es in der Praxis schwierig sein, INR im therapeutischen Bereich einzustellen.

Eine aktuelle Studie (1) versuchte, optimale Grenzwerte für eine Marcumar-Dosisänderung zu bestimmen. In der USA wird anstatt der Vitamin-K-Antagonist Phenprocoumon (Marcumar) Warfarin verwendet, das ebenfalls ein Vitamin-K-Antagonist ist. Dabei haben die Mediziner ein strukturiertes Warfarin-Dosismanagement verwendet.

Die Daten zeigten, dass bei einem erstrebtem therapeutischen INR-Wert zwischen 2.0-3.0,  die Warfarin-Dosis (in Deutschland Marcumar-Dosis) nur dann verändert werden sollte, wenn INR ≤1.7  oder  ≥3.3 liegt. Diese Grenzwerte würden die INR-Kontrolle insgesamt verbessern, in diesem Schwellenbereich wären 74% der INR-Werte innerhalb der therapeutischen Breite. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Warfarin-Dosismanagement beeinflusst INR-Kontrolle.

HINTERGRUND: Nur wenig ist darüber bekannt, wie ein strukturiertes Warfarin-Dosismanagement den Anteil beeinflusst, zu dem der INR (International Normalized Ratio) innerhalb des therapeutischen Zielbereichs liegt (TTR, percentage time in therapeutic range). ZIELE: In der Studie sollte bestimmt werden, inwieweit das Warfarin-Dosismanagement die TTR beeinflusst. Außerdem sollte eine optimale Dosierungsstrategie entwickelt werden. PATIENTEN/METHODEN: 3961 Patienten mit Warfarin-Behandlung aus 94 kommunalen Krankenhäusern wurden in die Studie eingeschlossen. Ein Modell zur Vorhersage der Warfarin-Dosisanpassung unter bestimmten Gegebenheiten wurde entwickelt und validiert. Für jeden Patienten wurde ein O-E-Score (observed minus expected-Score) berechnet, in dem die Anzahl der vorhergesagten Dosisanpassungen mit den tatsächlich beobachteten Änderungen verglichen wurde. Dabei wurde geprüft, inwieweit die TTR anhand des O-E-Scores vorhergesagt werden kann. Außerdem wurden verschiedene Dosierungsstrategien im Rahmen des Modells getestet.

ERGEBNISSE: Die Patienten wurden durchschnittlich 15,2 Monate beobachtet. Patienten, bei denen die tatsächliche Anzahl von Dosisanpassungen am wenigsten von der vorhergesagten Zahl abwich, erlangten die beste INR-Kontrolle (durchschnittliche TTR 70,1%, unkorrigiert). Patienten mit stärkeren Abweichungen erreichten eine geringere TTR (65,8% bei seltenerer und 62,0% bei häufigerer Dosisanpassung, korrigiert nach Bonferroni jeweils p < 0,05/3). Im Mittel wurde die Warfarin-Dosis bei einem INR ≤ 1,8 bzw. ≥ 3,2 (mittlere TTR: 68%) von den Studienärzten angepasst. Für ein optimales Dosismanagement hätte eine Dosisanpassung bei ≤ 1,7 bzw. ≥ 3,3  durchgeführt werden müssen (vorhergesagte TTR: 74%).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die  Beobachtungsstudie legt nahe, dass die Kontrolle des INR (International Normalized Ratio)-Wertes wesentlich verbessert werden kann, wenn die Warfarin-Dosis nur bei einem INR-Wert ≤ 1,7 beziehungsweise ≥ 3,3 angepasst wird. Dies sollte in einer randomisierten Studie bestätigt werden.  

  1. Rose AJ et al. Warfarin dose management affects INR control. J Thromb Haemost 2009 Jan; 7:94.

Schlüsselwörter:INR-kontrolle, Dosisänderung , Thrombose, langzeit-Antikoagulation nach Herzinfarkt, Warfarin, Dosis, änderung, blutung, therapeutische Breite, Marcumar, ASS, Aspirin, Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer, Myokardinfarkt, ASS-Prophylaxe, Sekundär-Prävention und Vorsorge, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien. 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013