Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Inzidenz der Anaphylaxie in der Allgemeinbevölkerung, 2009

Die häufigsten Auslöser waren Nahrungsmittel (33%),  Insektenstiche (19%) und Medikamente (14%). In 25% der Fälle war die Ursache unklar. Die absolute -an das Alter und Geschlecht angepasste- Inzidenzrate betrug  49.8 pro 100.000 Personen-Jahren.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Ätiologie und die Inzidenz der Anaphylaxie in Rochester, Minnesota: Ein Bericht vom Rochester Epidemiologie-Projekt.

HINTERGRUND: Die Inzidenz (Neuerkrankungsrate) der berichteten Anaphylaxie-Fälle reicht von 3.2 bis 20 pro 100.000 Bevölkerung. Die Inzidenz und die Tendenz haben bedeutungsvolle Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, sind aber wegen fehlender Standarddefinition und fehlender Meldung von Ereignissen nicht gut charakterisiert worden.

ZIEL: Wir bemühten uns, die Inzidenz und die Ursache der Anaphylaxie in einem Zeitraum von 10 Jahren zu bestimmen.

METHODEN: Wir werteten eine bevölkerungsbasierte Inzidenz-Studie aus, die in Rochester, Minnesota von 1990 bis 2000 durchgeführt wurde. Anaphylaxie-Episoden wurden auf der Grundlage von Symptomen und Zeichen der Mastzell- und basophilen Mediatorfreisetzung sowie der Beteiligung von Schleimhäuten, des Magen-Darm-Traktes, der Atemwege oder des kardiovaskulären Systems festgestellt.

ERGEBNISSE: Zweihundertelf Anaphylaxie-Fälle wurden nachgewiesen (davon 55.9 % bei weiblichen Personen). Das mittlere Alter war 29.3 Jahre (mit einer Standardabweichung von 18.2 Jahren; 0.8-78.2 Jahre). Die absolute -an das Alter und Geschlecht angepasste- Inzidenz- rate betrug  49.8 (mit einem Kofidenzintervall von 95-%; 45.0-54.5%) pro 100.000 Personen-Jahren. Die altersspezifischen Raten waren am höchsten in der Altersklasse von 0 bis 19 Jahren (70 pro 100.000 Personen-Jahre). Nahrungsmittel waren für 33.2 %  (70 Fälle), Insektenstiche für 18.5 % (39 Fälle), Medikamente für 13.7 % (29 Fälle),  radiologische Kontrastmittel für 0.5 % (1 Fall), "andere" Ursachen für 9 % (19 Fälle), und "unbekannte" Ursachen  für 25.1 % (53 Fälle) verantwortlich.

Die Gruppe der "anderen" Ursachen schloss Katzen, Latex, Reinigungsmittel, Umwelt-allergene und körperliches Training ein. Die jährliche Inzidenzrate nahm im Verlauf der Studie zu: von 46.9 pro 100.000 Personen im Jahre 1990 auf 58.9 pro 100.000 Personen im Jahre 2000 (P =.03).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die absolute Inzidenzrate ist  49.8 pro 100.000 Personen-Jahren und somit höher als zuvor berichtet. Auch die jährliche Inzidenzrate nimmt zu. Nahrungs-mittel und Insektenstiche, sind weiterhin die bedeutendsten Anaphylaxie-auslösenden Stoffe.

  1. Decker WW et al. The etiology and incidence of anaphylaxis in Rochester,Minnesota: A report from the Rochester Epidemiology Project. J Allergy Clin Immunol 2008 Dec; 122:1161.
Schlüsselwörter: Allergie, Anaphylaxie, asthma, bienenstich, schwere allergische Sofortreaktion, Flush, Urtikaria, Angioödem, Anaphylaktischer Schock, tod, biene, insekt, stich, arzneimittel, nahrung, ernährungsmittel, nahrungsmittel, insektenstich, insufion, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013