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Antirefluxchirurgie: laparoskopische Fundoplikatio für chronische GERD, 2009

Nach einem Jahr brauchten die Patienten in der  Fundoplikatio-Gruppe weniger Reflux-Medikamente und hatten ein höheres Lebensqualität  als die Patienten in der konservativen Therapie-Gruppe.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Minimalinvasive Operation im Vergleich zur konservativen Behandlung der chronischen gastroösophagealen Reflux-Krankheit: Gemeinschaftliche, randomisierte Studie im Vereinigten Königreich.  

ZIEL: Es sollten in der Behandlung einer chronischen gastroösophagealen Reflux-Krankheit, die jeweiligen Vorteile und Risiken einer laparoskopisch durchgeführten Fundoplikatio, als Alternative zu einer langfristigen medikamentösen Behandlung festgestellt werden.

GESTALTUNG: Multizentrische, pragmatisch randomisierte Studie (mit parallelen Präferenz-Gruppen).

UMFELD: 21 Krankenhäuser im Vereinigten Königreich.

TEILNEHMER: 357 randomisierte Teilnehmer (178 davon unter chirurgischer Behandlung, 179 unter medikamentöser Behandlung), sowie 453 Präferenz-Teilnehmer (261 chirurgisch, 192 medikamentös). Das durchschnittliche Alter betrug 46 Jahre, 66% der Teilnehmer waren männlich. Bei allen Teilnehmern war eine gastroösophageale Reflux-Krankheit bewiesen und dokumentiert, mit einer mindestens 12 Monate andauernden Symptomatik.

INTERVENTION: Die Art der laparoskopisch durchgeführten Fundoplikatio wurde vom jeweiligen Chirurg ausgewählt. Diejenigen Teilnehmer, die einer konservativen Behandlung zugeteilt worden waren, erhielten eine Überprüfung und, wenn nötig, eine Anpassung ihrer Therapie-Schemata durch einen Gastroenterologen vor Ort. Die darauf folgende klinische Behandlung wurde durch den verantwortlichen Klinikarzt bestimmt.

HAUPT-MESSPUNKTE: Der für die gastroösophageale Reflux-Krankheit spezifische REFLUX-Lebensqualität-Punktwert war der Haupt-Messpunkt. Ebenfalls wurden Messwerte im SF-36-Fragebogens, im EQ-5D-Fragebogens sowie in der Medikamentenbenutzung zu Zeitpunkten bestimmt, die jeweils drei und zwölf Monate nach der Operation entsprachen. Weiterhin wurden operative Komplikationen aufgezeichnet.

HAUPT-ERGEBNISSE: Die randomisierten Teilnehmer hatten jeweils über 32 Monate (mittlerer Wert) vor dem Eintritt in die Studie Medikamente zur Behandlung ihrer gastroösophagealen Reflux-Krankheit erhalten. Ausgangs-Punktwerte auf der REFLUX-Skala waren 63,6 (SA 24,1) in der chirurgischen, sowie 66,8 (SA 24,5) in der konservativen Gruppe. Von denjenigen, die randomisiert einer Operation zugeteilt worden waren, wurde bei 111 (62%) tatsächlich eine vollständige oder partielle Fundoplikatio durchgeführt. Chirurgische Komplikationen waren selten, mit einer Umstellungs-Rate von 0,6% und ohne einen Todesfall. Nach 12 Monaten nahmen 38% (59/154) der Teilnehmer, die randomisiert einer chirurgischen Behandlung zugeteilt worden waren, Medikamente für gastroösophageale Reflux-Krankheit ein. Dieser Anteil betrug 14% (14/104) bei den Teilnehmern, bei denen tatsächlich eine Fundoplikatio durchgeführt worden war. Im Vergleich dazu nahmen 90% (147/164) der Teilnehmer aus der konservativen Behandlungsgruppe nach 12 Monaten noch entsprechende Medikamente ein. Die Ergebnisse der REFLUX-Skala zeigten einen Vorteil für die randomisiert chirurgische Gruppe (14,0, 95% Konfidenz-Intervall von 9,6 bis 18,4; P<0,001). Unterschiede zwischen einer Drittel oder einer Hälfte einer Standardabweichung in den anderen Gesundheits-Messwerten bevorzugten ebenfalls die randomisiert chirurgische Gruppe. Die Ausgangs-Punktwerte in der Gruppe der Teilnehmer, die sich für eine Operation entschieden, waren die schlechtesten; nach 12 Monaten waren diese Punktwerte besser als in der Gruppe, die eine medikamentöse Behandlung bevorzugt hatte.

SCHLUSSFOLGERUNG: In einem Zeitraum von mindestens 12 Monaten nach der Operation, erhöht eine laparoskopisch durchgeführte Fundoplikatio die Messwerte des Gesundheitszustands von Patienten mit gastroösophagealer Reflux-Krankheit bedeutend.

  1. Grant AM et al. Minimal access surgery compared with medical management for chronic gastro-oesophageal reflux disease: UK collaborative randomised trial. BMJ 2008 Dec 15; 337:a2664.

  2. Siehe auch: GERD (Sodbrennen): laparoskopische Antirefluxchirurgie vs. Esomeprazol (Nexium®), 2008

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Stand: 25. Mai 2013