Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Hysterektomie (Gebärmutter-Entfernung) nach Endometriumablation: Wie hoch ist das Risiko? 2009

Hysterektomie: Gebärmutter-Entfernung

Endometriumablation: gezieltes Entfernen der Gebärmutterschleimhaut von der Gebärmutterhöhle

Pathologische uterine Blutungen  (z.B. verstärkte und verlängerte Periodenblutungen oder Myome) ist eine häufige Indikation für Hysterektomie. Eine Hysterektomie ist jedoch eine große Operation und kann mit Komplikationen verbunden sein. Inzwischen gibt es mit Endometriumablation eine alternative Therapiemethode zur Hysterektomie.

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Effektivität der Endometriumablation. Die Ergebnisse zeigten, dass bei älteren Frauen Hysterektomie nach Endometriumablation weniger notwendig ist. Jüngere Frauen unter 40 Jahren hingegen, die sich einer Endometriumablation unterziehen müssen, haben ein erhöhtes Risiko für eine nachfolgende Hysterektomie (weil uterine Blutungen  trotz Endometriumablation entweder anhielten oder wieder einsetzten).  

Die Wahrscheinlichkeit einer Hysterektomie nach 8 Jahren nach Ablatio betrug 26% für alle Gruppen, die meisten Operationen wurden innerhalb von 3 Jahren vorgenommen. Das Hysterektomierisiko stieg mit jeder Altersklasse an und erreichte 40% bei den 40jährigen oder jüngeren Frauen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Hysterektomie nach Endometriumablation: Wie hoch ist das Risiko?

Das Ziel einer retrospektiven Kohortenstudie, die in „Obstetrics and Gynecology“ erschien, war es, Risikofaktoren zu ermitteln, die nach einer Endometrium-Ablation zur Hysterektomie führen. In der Analyse wurden die Daten von 25- bis 60jährigen Mitgliedern einer nordkalifornischen Gesundheitsorganisation, bei denen zwischen 1999 und 2004 eine Endometriumablation durchgeführt wurde, untersucht und während des Jahres 2007 gesammelt. Zu den bewerteten Risikofaktoren zählten Alter, Leiomyome in der Vorgeschichte, ambulante oder stationäre Behandlung und die Methode der Endometriumablation (klassische Methode der ersten Generation, Radiofrequenz, Hydrothermablation oder Ballonmethode). Univariable Analysen und Überlebensanalysen wurden durchgeführt um die Risikofaktoren zu identifizieren und die Wahrscheinlichkeit einer Hysterektomie einzuschätzen.

 

Ergebnisse:

Von 1999 bis 2004 unterzogen sich 3681 Frauen an 30 Gesundheitszentren einer nordkalifornischen Gesundheitsorganisation (Kaiser Permanente) einer Endometriumablation. Eine Hysterektomie wurde in der Folge bei 774 Frauen durchgeführt (21%), wohingegen bei 143 (3,9%) Gebärmutter erhaltende Maßnahmen durchgeführt wurden. Das Lebensalter war ein signifikanter Prädiktor für eine Hysterektomie. Die Cox-Regressionsanalyse ergab, daß bei bei 45jährigen oder jüngeren Frauen die Wahrscheinlichkeit für eine Hysterektomie 2,1 Mal höher lag als bei den Frauen über 45 Jahren. Das Hysterektomierisiko stieg mit jeder Altersklasse an und erreichte 40% bei den 40jährigen oder jüngeren Frauen. Insgesamt waren die Methode der Endometriumablation, der Ort, an dem die Methode durchgeführt wurde und das Vorhandensein von Leiomyomen keine Prädiktoren für eine Hysterektomie. Die Analyse der individuellen Methoden ergab bei den Patientinnen, bei denen eine Methode der ersten Generation durchgeführt wurde, bei gleichzeitiger Myomektomie ein niedrigeres Hysterektomierisiko. Ferner erhöhte die Hydrothermablation das Risiko einer Hysterektomie bei ambulanten Patientinnen.

 

Fazit:

Das Lebensalter ist als Prädiktor für eine Hysterektomie nach Endometriumablation bedeutsamer als die verwendete Methode oder das Vorhandensein von Leiomyomen. Frauen unter 40 Jahren, die sich einer Endometriumablation unterziehen müssen, haben ein erhöhtes Risiko für eine nachfolgende Hysterektomie. Außerdem steigt das Hysterektomierisiko innerhalb von 8 Jahren Nachbeobachtungszeit an anstatt sich nach einigen Jahren der Durchführung dieser Therapiemethode auf einem bestimmten Niveau zu stabilisieren.        

  1. Longinotti MK et al. Probability of hysterectomy after endometrial ablation. Obstet Gynecol 2008 Dec; 112:1214.
Schlüsselwörter:Endometrium, ablation Hysterektomie, Gebärmutter-Entfernung, Endometriumablation, myome, blutung, Gebärmutterentfernung, ablatio, frauen, menopause, blutungen, Endometriumablatio, myom, Leiomyome, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013