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Clopidogrel-Gabe vor Bypass-Operation und Blutungsrisiko, 2009

Studie (1): Unter den Patienten, die sich wegen Akutem Koronarsyndrom (ACS) einer Bypass-Operation unterzogen, wiesen die jenigen, die in den letzten 5 Tagen vor Bypass-Operation Clopidogrel erhielten, ein höheres Risiko für schwere Blutungen auf. Nach Möglichkeit sollten 5 bis 7 Tage zwischen der letzten Clopidogrel-Gabe und Bypass-Operation abgewartet werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Clopidogrel-Gabe bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom und arteriokoronarer Bypass-Operation: eine Multicenteranalyse.

ZIELE: In der vorliegenden Multicenterstudie sollte untersucht werden, welchen Einfluss die präoperative Gabe von Clopidogrel auf die Reoperationsrate, die Inzidenz lebensbedrohlicher Blutungen, die Krankenhausliegezeiten und weitere blutungsbezogene Ereignisse bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) und erforderlicher arteriokoronarer Bypass (ACB)-Operation hat. Analysiert wurde eine Querschnittsstichprobe von Patienten amerikanischer Kliniken.

HINTERGRUND: Noch ist relativ unklar, welcher Zusammenhang zwischen der Clopidogrel-Gabe und ACB-assoziierten Ereignissen bei ACS besteht.

METHODEN: Anhand randomisiert ausgewählter ACS-Patienten mit erforderlicher ACB-Operation aus 14 amerikanischen Krankenhäusern wurde eine retrospektive Kohortenstudie durchgeführt. Patienten mit durchgehender Clopidogrel-Behandlung wurden verglichen mit Patienten, die 5 Tage vor Operation kein Clopidogrel einnahmen.

ERGEBNISSE: Von 596 Studienpatienten erhielten 298 Teilnehmer 5 Tage präoperativ Clopidogrel (Gruppe A). Diese Patienten zeigten im Vergleich zu Patienten ohne Clopidogrel-Behandlung (Gruppe B) ein 3-fach höheres Risiko einer Reoperation bei Verdacht auf Nachblutung (6,4% Gruppe A vs. 1,7% Gruppe B, p = 0,004). Major-Blutungen traten bei 35% der Gruppe-A-Patienten auf, gegenüber 26% der Gruppe-B-Patienten (p = 0,049). Die Krankenhausliegezeit war in Gruppe A länger als in Gruppe B (9,7 +/- 6,0 Tage vs. 8,6 +/- 4,7 Tage, nicht-adaptiert p = 0,016). Mittels logistischer Regressionsanalyse erwies sich die Clopidogrel-Behandlung innerhalb 5 Tage vor ACB als stärkster Prädikator einer Reoperation (Odds Ratio [OR]: 4,6; 95% Konfidenzintervall [KI]: 1,45 – 14,55) und Major-Blutungen (OR: 1,824; 95% KI: 1,106-3,008).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die 5 Tage vor Bypass-Operation Clopidogrel einnehmen, haben ein gesteigertes Risiko für Reoperation, Major-Blutungen und verlängerte Krankenhausliegezeit. Diese Risiken sind mit dem in randomisierten klinischen Studien gezeigten klinischen Nutzen einer Clopidogrel-Behandlung abzuwägen. 

  1. Berger JS et al. Impact of clopidogrel in patients with acute coronary syndromes requiring coronary artery bypass surgery: A multicenter analysis. J Am Coll Cardiol 2008 Nov 18; 52:1693.
Schlüsselwörter:Clopidogrel, Statin, Plavix, Iscover, bypass, herzinfarkt, blutung, antikoagulation, operation, blutungsrisiko, Akutes Koronarsyndrom, ACS, AKS, gerinnung, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

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Stand: 25. Mai 2013