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Dyspepsie (Sodbrennen): Vier verschiedene Therapie-Optionen, 2009

Studie (1): Alle vier Therapie-Strategien ergaben ähnliche Einjahres-Ergebnisse

Dyspepsie (Sodbrennen) ist nicht nur in Deutschland eine fast Volkskrankheit. Die anfängliche Vorgehensweise der Ärzte bei Dyspepsie ist dabei oft unterschiedlich. Eine Studie aus England mit 762 Patienten verglich vier unterschiedliche Therapie-Strategien für Patienten, die sich bei Ihrem Hausarzt mit dyspeptischen Beschwerden vorgestellt hatten, überprüft. Patienten mit v.a. Malignom-verdächtigen Symptomen, und diese mit früherer Ösophagitis- oder Ulkus-Anamnese wurden von der Studie ausgeschlossen.

Die Patienten wurden dann für eine der vier Therapie-Gruppen randomisiert:

  1. Frühe Gastroskopie (Early Endoscopy): Gastroskopie mit Helicobacter-Testung (HP). HP-positive Patienten mit Ulcera oder Erosionen erhielten HP-Eradikations-Therapie; alle Anderen erhielten Protonenpumpenhemmer (PPIs) für einen Monat.

  2. Erst HP-Test, wenn positiv Gastroskopie (Test and Refer):  Bei allen Patienten wurde serologisch HP getestet. HP-positive Patienten wurden einer Gastroskopie unterzogen, und ähnlich behandelt wie die Gruppe-1. Alle Anderen (einschließlich HP-negative Patienten am Anfang) wurden für einen Monat mit Protonenpumpenhemmern (PPIs) behandelt.

  3. Erst HP-Test, wenn positiv Therapie (Test and treat): Bei allen Patienten wurde serologisch HP getestet. HP-positive Patienten erhielten HP-Eradikationstherapie, HP-negative lediglich einen Monat PPI-Therapie.

  4. Empirische Therapie: Alle Patienten erhielten Protonenpumpenhemmer (PPIs) für einen Monat.

Etwa eindrittel der Patienten, deren initiale Therapiemanagement keine Gastroskopie vorsah, wurden im Verlauf aufgrund anhaltender Beschwerden doch gastroskopisch untersucht. Alle vier Therapie-Vorgehensweisen ergaben nach einem Jahr ähnliche Ergebnisse, ca. die Hälfte der Patienten in jeder Gruppe waren beschwerdefrei. Die Früh-Gastroskopie-Gruppe hatten die wenigsten Arztbesuche für Dyspepsie. Die Option „Erst HP-Test, dann Therapie“ war die kostengünstigste.

Bei älteren Patienten wäre möglicherweise die Früh-Gastroskopie-Strategie aufgrund der empirisch höheren Krebsrisiko möglicherweise ganz am Anfang angezeigt. Während der Studie wurden lediglich vier Krebs-Fälle diagnostiziert.

Fazit: Die Autoren schlussfolgern, dass alle vier Therapie-Strategien nach einem Jahr ähnlich effektiv sind, und die „Test and treat“-Strategie die kosteneffektivste sei.

Medknowledge-Anmerkung: Was ist aber mit der empirischen Therapie (Gruppe-4), ist sie nicht ebenfalls eine wirksame und kosteneffektive Therapie, zumal sie den wenigsten Aufwand verursacht Wenn man die Patienten aufklärt, könnten möglicherweise die häufigeren Arztbesuche in dieser Gruppe ebenfalls zurückgehen, zumal die häufige Arztbesuche in Deutschland nach dem Gesundheitsreformgesetz 2009 die Kosten kaum steigern dürften :-) .

Schlüsselwörter: Dyspepsie, Sodbrennen, Omeprazol, Reflux, empirische Therapie, Gastoduodenoskopie, frühgastroskopie, HP-Test, helicobacter pylori, Ösophagitis, Asthma, Vorteile, Nexium, Therapie, Refluxösophagitis, GERD, Gastro, Protonenpumpenhemmer, Esomeprazol, Nexium, Gastroskopie, Endoskopie, gastritis, serum, antikörper, test, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

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Stand: 25. Mai 2013