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ASS und NSAID zur Sekundärprävention von kolorektalen Adenomen - Langzeit-Ergebnisse, 2009

Meta-Analyse (1): ASS (Aspirin) verhindert das Wiederauftreten von Adenomen, den Vorläuferläsionen der meisten Kolorektalkarzinome, bei Hochrisiko-Personen. Es konnte jedoch bisher nicht gezeigt werden, dass ASS auch die Darmkrebs-Mortalität reduziert.

Eine Meta-Analyse von vier randomisierten Studien untersuchte die präventive Wirkung von ASS (Dosis zwischen 81mg-325mg täglich) bei Patienten, bei denen kolorektale Adenome koloskopisch entfernt worden waren. Nach einer mittleren Beobachtungszeit von 33 Monaten zeigten die Ergebnisse, dass Aspirin in der Sekundär-Prävention von Kolorektalen Adenomen ebenfalls effektiv ist. Das heisst, in der ASS-Gruppe kam es weniger zu Adenom-Rezidiven als in der Kontroll-Gruppe.

Eine der in der Meta-Analyse untersuchten Studien war die AFPPS-Studie von 2003, über die wir bereits berichtet hatten (2). Diese randomisierte Studie hatte nach 3 Jahren gezeigt, dass ASS das Wiederauftreten von Adenomen, den Vorläuferläsionen der meisten Kolorektalkarzinome, bei Hochrisiko-Personen verhindert. Die 4-Jahres-Resultate der AFPPS-Studie haben ergeben, ASS bzw. NSAIDs auch dann bei dieser Fragestellung wirksam waren, wenn sie mindenstens an vier Tagen in der Woche eingenommen wurden.

Die  angesprochenen Studien haben jedoch einen Einfluß der ASS-Gabe an die Darmkrebs-Mortalität bisher nicht zeigen können. Daher muss man die Schaden einer Langzeit-ASS-Einnahme (u.a. höhere Blutungsneigung) gegen deren Nutzen auswiegen. Die  U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) spricht sich derzeit gegen eine Routine-Anwendung von ASS oder anderen NSAIDs zur Darmkrebs-Prävention bei Menschen mit mittlerem Risikoprofil.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Aspirin als Chemoprophylaxe bei Kolorektalen Adenomen: Eine Meta-Analyse randomisierter Studien

Es gibt diverse Hinweise darauf, dass Aspirin antineoplastische Effekte auf den unteren Gastrointestinaltrakt hat. Verschiedene randomisierte klinische Studien wurden durchgeführt, um diese Wirkung im Bezug auf die Risikoreduzierung der Entstehung von kolorektalen Adenomen zu untersuchen. Diese Metaanalyse soll eine genaue Einschätzung des Effekts von Aspirin generell sowie auf die jeweiligen untersuchten Gruppen liefern.

Daten von allen randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudien zu dieser Fragestellung wurden gesammelt und in einer Random-Effects (RE) Metaanalyse evaluiert, um das Risiko und die 95% Konfidenzintervalle bezüglich des Effekts von Aspirin auf das Auftreten von Adenomen und ihren fortgeschrittenen Stadien bis zum invasiven Karzinom zu erfassen. Alle Tests wurden zweiseitig durchgeführt.

Vier klinische Studien mit insgesamt 2967 Probanden wurden aufgenommen, in denen Aspirin als Sekundärprävention gegen kolorektale Adenome getestet wurde. Die täglich verabreichten Aspirindosen variierten zwischen 81 bis 325 mg. Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer war 58 Jahre und 60% von ihnen waren männlichen Geschlechts. Mittlere Follow-Up-Zeit betrug 33 Monate. Analysiert wurden die Daten von 2698 Probanden, die entweder Aspirin (n=1542) oder ein Placebo (n=1156) erhielten und sich im Follow-Up einer Koloskopie unterzogen. Adenome wurden in der Placebo-Gruppe bei 424 (37%) der Teilnehmer gefunden, in der Verum-Gruppe waren es 507 (33%). Läsionen im fortgeschrittenen Stadium fanden sich bei 12% der Placebo-Gruppe und bei 9% der Probanden mit einer täglichen Aspirin-Dosis.

Das Relative Risiko, bei Einnahme von Aspirin an einem Adenom zu erkranken, lag bei 0,83 (95%-KI = 0,72 - 0,96); das absolute Risiko verringerte sich damit um 6,7% (95% KI = 3,2% - 10,2%). Für jede fortgeschrittene Läsion lag das Relative Risiko bei 0,72 (95% KI = 0,57 - 0,90). We found no statistically significant effect modification for any of the baseline factors studied.

Fazit: Aspirin ist effektiv in der Prävention von Kolorektalen Adenomen bei Risikopatienten.

  1. Cole BF et al. Aspirin for the chemoprevention of colorectal adenomas: Meta-analysis of the randomized trials. J Natl Cancer Inst 2009 Feb 18;101:256
  2. Darmpolypen - Darmkrebs: Erfolgreiche Sekundärprävention durch ASS (Aspirin), 2003
Schlüsselwörter:Darmpolypen, Prävention, Darmkrebs, Sekundärprävention, Vorsorge, ASS, darmpolyp, Adenom und Dickdarm, polyp, abtragen, koloskopie, prophylaxe, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

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Stand: 25. Mai 2013