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Die
Leapfrog-Gruppe, ein bekanntes gemeinnütziges US-Unternehmen, das
Informationen über Kliniksicherheit und Qualität liefert, bewertet
derzeit die Leistungen der Krankenhäuser in Hinblick auf bestimmte
Sicherheitsmaßnahmen und veröffentlicht die Ergebnisse auf seiner
Website.
Die
primäre Methode um die Sicherheitsindikatoren (wie z.B. Maßnahmen
zur Medikamentenvergabe, zur Vorgehensweise bei Infektionen, zur
Einhaltung der Hygiene, zur korrekten Dokumentation) abzufragen, ist
die freiwillige Teilnahme der Kliniken an einer Umfrage, dem „Leapfrog
Hospital Survey“. Der „Leapfrog Hospital Survey“ gibt den
Kliniken die Möglichkeit, sich bezüglich der Umsetzung der
Sicherheitsmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsfürsorge (Safe
Practices for Better Healthcare) selbst einzuschätzen. Bisher ist es
noch unklar, inwiefern der „Safe Practices Score (SPS)“ einer
Klinik mit Zielparametern wie der Mortalität stationärer Patienten
korreliert.
Das
Ziel einer Studie, die im „JAMA“ erschien war, das Verhältnis
zwischen dem „Safe Practices Score (SPS)“ einer Klinik und der
risikoadjustierten Mortalitätsrate der stationären Patienten zu
bestimmen. Es wurde eine Beobachtungsanalyse der Entlassungsdaten
aller städtischen US Kliniken durchgeführt, die die „Safe
Practices Score“-Initiative 2006 abschlossen und für die objektive
Daten zur Mortalität während des Klinikaufenthalts im „National
Inpatient Sample“ vorlagen (National Inpatient Sample, NIS: eine
nach Krankenhaustypen stratifizierte repräsentative ungefähr 20%ige
Stichprobe aller akutstationären Krankenhausfälle und
Entlassungsdiagnosen in den USA).
Leapfrog
lieferte einen „Safe Practices Score“ für jede Klinik sowie drei
alternative Scores, die auf gekürzten Versionen des Originalsurveys
basierten. Hierarische logistische Regression wurde verwendet um nach
Anpassung an Klinikgröße und Lehrstatus (Lehrkrankenhaus oder nicht)
das Verhältnis zwischen den Scores und der risikoadjustierten
Mortalität stationärer Patienten zu bestimmen. Untergruppenanalysen
wurden durchgeführt mit den Daten von Patienten über 65 Jahren und
von Patienten mit einem 5%igen oder höherem erwarteten Mortalitätsrisiko.
Hauptzielparameter war die risikoadjustierte Mortalität.
Ergebnisse:
Von
den 1075 Kliniken, die die „Safe Practices Score“-Initiative im Frühjahr
2006 (mit den Daten aus dem Jahr 2005) beendeten, lagen von 155 (14%)
objektive Daten zur Mortalität aus dem National Inpatient Sample vor.
Im Jahr 2005 wurden aus diesen 155 Kliniken 1 772 064 Patienten
entlassen, 37 033 Todesfälle traten während des Klinikaufenthalts
auf. Die beobachtete Mortalitätsrate betrug 2,09%. Die
volladjustierten Mortalitätsraten betrugen von der Gruppe des
niedrigsten Safety Practices Scores (SPS) bis zur Gruppe mit dem höchsten
SPS 0,97%, 2,04%, 1,96%, und 2,00%. Die Ergebnisse in den Untergruppen
waren vergleichbar. Ferner war keiner der drei alternativen
Survey-Scores assoziiert mit der risikoadjustierten Mortalität
stationärer Patienten.
Fazit:
In
dieser Stichprobe von Kliniken, die den Safety Practices Survey 2006
abschlossen, gab es keine Assoziation zwischen den Sicherheits-Scores
und der risikoadjustierten Mortalität. Das heißt, die von der
Leapfrog-Gruppe gelieferten Informationen zur Patientensicherheit sind
nicht aussagekräftig.
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