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Thrombose-Prophylaxe mit Marcumar bei Krebspatienten mit zentralen Venenkatheter, 2009

Prophylaktische Antikoagulation mit Warfarin (Vitamin-K-Antagonist; in Deutschland wird Marcumar verwendet) ist gegenüber einer Therapie ohne Warfarin nicht mit einer Reduzierung der Katheter-bezogenen Thrombosen oder anderer Thrombosen bei Krebs-Patienten assoziiert. In der aktuellen Studie (1) wurde in der Warfarin-Gruppe INR-Werte zwischen 1,5 und 2,0 angestrebt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Thrombose-Prophylaxe mit Warfarin (~Marcumar) bei Krebspatienten mit zentralen Venenkathetern: Eine informationsoffene, randomisierte Studie.  

HINTERGRUND: In der Thromboseprophylaxe bei Patienten mit Krebserkrankungen, die eine Chemotherapie über einen zentralen Venenkatheter (ZVK) erhalten, ist die Rolle und die Dosis gerinnungshemmender Medikamente umstritten. Daher wurde untersucht, ob Warfarin die Katheter-bezogenen Thrombosen verringert und ob die Dosis von Warfarin die thromboprophylaktische Wirkung bestimmt.

METHODEN: In 68 klinischen Zentren im Vereinigten Königreich nahmen 1590 Patienten im Alter von mindestens 16 Jahren, die aufgrund einer Krebserkrankung Chemotherapie über einen zentralen Venenkatheter erhielten, an der Studie teil. Diese erhielten randomisiert entweder kein Warfarin, eine feste Dosis Warfarin in Höhe von 1 mg pro Tag, oder Warfarin in variabler Dosis, welche jeweils angepasst wurde um einen INR-Wert zwischen 1,5 und 2,0 zu erreichen. Ärzte, die vom Vorteil der Warfarin-Behandlung überzeugt waren, teilten die Patienten randomisiert entweder der Gruppe mit fester Warfarin-Dosis oder der Gruppe mit variabler Warfarin-Dosis zu. Der Haupt-Endpunkt war die Häufigkeit von radiologisch nachgewiesenen, symptomatischen, Katheter-bezogenen Thrombosen. Es wurde analysiert per Intention-to-treat (d.h. in der Auswertung wurde nur die ursprünglich beabsichtigte Therapie berücksichtigt). Die Studie ist registriert als international standardisierte, randomisierte und kontrollierte Studie unter der Nummer ISRCTN 50312145.

BEOBACHTUNGEN: Im Vergleich zur Gruppe ohne Warfarin (n=404) reduzierte Warfarin (n=408; davon 324 [79%] mit fester Dosis sowie 84 [21%] mit variabler Dosis) nicht die Häufigkeit Katheter-bezogener Thrombosen (24 [6%] gegenüber 24 [6%]; relatives Risiko 0,99 mit einem 95% Konfidenz-Intervall von 0,57 bis 1,72; p=0,98). Allerdings war die Gabe einer variablen Dosis Warfarin (n=473) der Gabe einer festen Dosis Warfarin (n=471) in der Prävention Katheter-bezogener Thrombosen (13 [3%] gegenüber 34 [7%]; relatives Risiko 0,38 bei einem 95% Konfidenz-Intervall von 0,20 bis 0,71; p=0,002) überlegen. Ernste Blutungen kamen selten vor und waren unter Warfarin-Therapie häufiger als bei der Gruppe ohne Warfarin (7 gegenüber 1, p=0,07). Sie kamen ebenfalls häufiger vor bei der Gruppe mit variabler Warfarin-Dosis im Vergleich zur Gruppe mit fester Warfarin-Dosis (16 gegenüber 7, p=0,09). Ein kombinierter Endpunkt aus Thrombosen und ernsten Blutungen zeigte keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Es wurde in keiner Gegenüberstellung ein Überlebensvorteil festgestellt.

INTERPRETATION: Die Ergebnisse zeigen, dass prophylaktische Warfarin-Therapie, gegenüber einer Therapie ohne Warfarin, nicht mit einer Reduzierung der Katheter-bezogenen Thrombosen oder anderer Thrombosen bei Krebs-Patienten assoziiert ist. Daher sollten neuere Behandlungsansätze in Betracht gezogen werden.

FINANZIERUNG: Medizinisches Forschungs-Komitee und Krebsforschung des Vereinigten Königreichs.

  1. Young AM et al. Warfarin thromboprophylaxis in cancer patients with central venous catheters (WARP): An open-label randomised trial. Lancet 2009 Feb 14;373:567.
Schlüsselwörter:Krebspatienten Chemotherapie, Embolie, Thrombose-Prophylaxe, Marcumar, Krebs, katheterthrombose, sepsis, streuung, metastase, patienten, zentraler Venenkatheter, ZVK, Antikoagulation, mikrothrombosen, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013