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HDL-Cholesterin-Veränderung und Herzinfarkt-Risiko, 2009

Studie (1): LDL-Cholesterin-Reduktion vorteilhaft, HDL-Cholesterin-Erhöhung jedoch nicht.

In einer aktuellen Studie konnte keine Assoziation zwischen der HDL-Cholesterin-Erhöhung und der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität gefunden werden. Jedoch die Therapie-bedingte HDL-Erhöhung war relativ klein (4%), verglichen mit LDL-Reduktion (16%). Daher ist es nicht eindeutig, ob man HDL-Messung zur Risikoabschätzung einfach so abwerten kann. Sicher ist indes, dass die LDL-Reduktion das Hauptziel einer Lipidtherapie sein soll.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Verbindung zwischen der Veränderung des HDL-Cholesterins und kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität: Eine systematische Überprüfung und Meta-Regressionsanalyse

ZIEL: Es sollte im Rahmen randomisierter Studien zur Veränderung des Lipid-Haushaltes untersucht werden, welchen Einfluss die medikamentöse Veränderung des HDL-Cholesterins auf Gesamt-Mortalität, kardiovaskuläre Mortalität, sowie die Häufigkeit kardiovaskulärer Vorfälle (kardiovaskulärer Tod und nicht-tödliche Myokard-Infarkte) hat. Dabei sollte adjustiert werden für Veränderungen des LDL-Cholesterins und die Medikamenten-Klasse.

GESTALTUNG: Systematische Überprüfung und Meta-Regressionsanalyse von randomisierten, kontrollierten Studien.

DATEN-QUELLEN: Medline, Embase, Central, CINAHL und AMED bis Oktober 2006, ergänzt durch Kontaktaufnahme mit Experten in diesem Bereich.

STUDIEN-AUSWAHL: In Zweier-Teams stellten die Gutachter unabhängig voneinander die Eignung von randomisierten Studien fest, welche Behandlungen zur Veränderung des Lipid-Haushaltes zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos untersuchten. Diese Studien mussten sowohl von den HDL-Werten berichten, als auch Mortalität sowie Myokard-Infarkte einzeln für die Behandlungs-Gruppen aufführen. Behandlungsdauer und Beobachtungszeitraum sollten mindestens 6 Monate betragen.

DATEN-EXTRAKTION UND DARSTELLUNG: Unter Benutzung von standardisierten, vorher erprobten Formularen extrahierten die Gutachter unabhängig voneinander relevante Informationen aus den ausgewählten Artikeln. Die Veränderungen der Lipid-Konzentrationen bei jeder Studie sowie die gewichteten Risiko-Raten für die klinischen Verläufe wurden errechnet.

ERGEBNISSE: Die Meta-Regressionsanalyse beinhaltete 108 randomisierte Studien mit insgesamt 299.310 Teilnehmern mit kardiovaskulären Risikofaktoren. Alle Analysen die für Veränderungen des LDL-Cholesterins adjustiert wurden, zeigten keinen Zusammenhang zwischen einer medikamentös verursachten Veränderung des HDL-Cholesterins und den Risiko-Raten für koronaren Tod oder ein koronares Ereignis, sowie der Gesamt-Mortalität. Wenn alle Studien berücksichtigt wurden, verursachte die Veränderung des HDL-Cholesterins fast keine Schwankung (<1%) in den Verläufen. Eine Veränderung des Verhältnisses von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin bewirkte keine größeren Unterschied in den Verläufen als die alleinige Veränderung des LDL-Cholesterins. Für eine Reduzierung des LDL-Cholesterins um 10 mg/dl (0,26 mmol/l) reduzierte sich das relative Risiko für koronaren Tod um 7,2% (95% Konfidenz-Intervall von 3,1% bis 11%; P=0,001), für ein koronares Ereignis um 7,1% (4,5% bis 9,8%; P<0,001), sowie für Tod durch jede Ursache um 4,4% (1,6% bis 7,2%; P=0,002), jeweils bei Adjustierung für Veränderungen des HDL-Cholesterins sowie für die Medikamenten-Klasse.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die verfügbaren Daten deuten an, dass eine einfache Erhöhung der Menge an zirkulierenden HDL-Cholesterin das Risiko für ein koronares Ereignis und koronaren Tod, sowie die Gesamt-Mortalität nicht reduziert. Die Ergebnisse unterstützen die Reduzierung des LDL-Cholesterins als primäres Ziel für Behandlungen zur Beeinflussung des Lipid-Haushaltes.

  1. Briel M et al. Association between change in high density lipoprotein cholesterol and cardiovascular disease morbidity and mortality: Systematic review and meta-regression analysis. BMJ 2009 Feb 16; 338:b92.
Schlüsselwörter: HDL-LDL-Cholesterin-Veränderung, LDL, Fette, Cholesterine, statine, Cholesterinsenkung, Herzinfarkt-Risiko, Schlaganfall, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

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Stand: 25. Mai 2013