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Folsäure erhöht Prostatakrebs-Risiko, 2009

Aktuelle randomisierte Studie (1): Männer, die im Rahmen der Aspirin-Folate-Polyp-Prevention (AFPP)-Studie täglich Folsäure einnahmen, hatten während der 7-jährigen Beobachtungszeit ein höheres Prostatakrebs-Risiko.

Medknowledge-Nachtrag: Inzwischen hat eine weitere Arbeit (2) einen möglichen Zusammenhang zwischen Folsäure-Einnahme und Krebs-Entstehung gezeigt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Folsäure und Prostatakarzinomrisiko: Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie.

Über den Zusammenhang von Folatstatus und Prostatakarzinomrisiko gibt es nur wenige und widersprüchliche Daten. In der vorliegenden Analyse wurde die Inzidenz von Prostatakarzinom  bei Patienten der Aspirin-Folate-Polyp-Prevention (AFPP)-Studie untersucht. Bei der AFPP-Studie handelt es sich um eine plazebokontrollierte randomisierte Studie zwischen 6. Juli 1994 und 31. Dezember 2006 zur Chemoprävention von kolorektalem Adenom durch Aspirin und Folsäure. Das Follow-up wurde bis zu 10,8 Jahre (Median = 7,0; Interquartilbereich = 6,0-7,8) durchgeführt, wobei regelmäßig alle Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte erfragt wurden. Während die Aspirin-Gabe allein keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Inzidenz von Prostatakarzinom hatte, zeigten sich bei Folsäurebehandlung deutliche Unterschiede. Bei 643 Männern mit randomisierter Placebo- oder Folsäureeinnahme lag die geschätzte Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms innerhalb von 10 Jahren in der Folsäuregruppe bei 9,7% (95% Konfidenzintervall [KI] = 6,5% bis 14,5%) und in der Placebogruppe bei 3,3% (95% KI = 1,7% bis 6,4%) (altersadaptieres Hazard Ratio = 2,63; 95 % KI = 1,23 bis 5,65; Wald-Test p = 0,01). Im Gegensatz dazu waren die Folataufnahme mit der Nahrung und die Folatkonzentration im Plasma bei Teilnehmern ohne Multivitamineinnahme invers mit dem Prostatakarzinomrisiko assoziiert. Allerdings wurde hier bei adaptierter Analyse keine statistische Signifikanz erreicht.

Die Ergebnisse unterstreichen aber die potentiell komplexe Rolle von Folat beim Prostatakarzinom und die möglicherweise unterschiedlichen Effekte von Folsäure-enthaltenden Nahrungsergänzungsmitteln und natürlichen Folatquellen.

  1. Figueiredo JC et al. Folic acid and risk of prostate cancer: Results from a randomized clinical trial. J Natl Cancer Inst 2009 Mar 18; 101:432
  2. Ebbing M et al. Cancer incidence and mortality after treatment with folic acid and vitamin B12. JAMA 2009 Nov 18; 302:2119
Schlüsselwörter: Folsäure, Prostatakarzinom, vitamine, nahrung, nahrungsergänzungsmittel, folsat, ernährung, anämie, blutarmut, Prostatakrebs, risiko, Vitamin-B6, B12,krebs, darmkrebs, aspirin, kolonkarzinom, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013