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KHK-Screening bei asymptomatischen Patienten mit Diabetes-Typ-2. 2009

Studie (1): Insgesamt nahmen an der Studie 1123 Diabetes-Patienten teil; sie waren im Durchschnitt 60 Jahre alt, hatten seit etwa 8 Jahren Diabetes-Typ-II, und wiesen keine keine KHK-Anamnese auf. Als Screening-Maßnahme wurde in der Studie eine myokardiale Belastungs-Perfusions-Szintigraphie (MPS) unter Adenosin eingesetzt.

Die Ergebnisse zeigten, dass das gesamt kardiovaskuläre Risiko insgesamt niedrig war, und KHK-Screening brachte kein zusätzliches Nutzen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kardiale Verläufe nach einem Screening auf asymptomatische, koronare Herzkrankheit bei Patienten mit Typ-2 Diabetes Mellitus - Die DIAD-Studie: Eine randomisierte, kontrollierte Studie

ZUSAMMENHANG: Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine häufige Ursache für Mortalität und Morbidität bei Patienten mit Typ-2 Diabetes. Die Nützlichkeit eines Screenings auf asymptomatische KHK bei Patienten mit Typ-2 Diabetes ist dagegen umstritten.

ZIEL: Es sollte untersucht werden, ob ein routinemäßig durchgeführtes Screening auf KHK Patienten mit Typ-2 Diabetes, die ein hohes kardiales Risiko aufweisen, identifizieren kann, und ob dies einen Einfluss auf die jeweiligen kardialen Verläufe hat.

GESTALTUNG, UMFELD UND PATIENTEN: Die "Studie zur Erkennung von Ischämien bei asymptomatischen Diabetes-Patienten" (engl. DIAD) ist eine randomisierte, kontrollierte Studie, an der 1.123 Teilnehmer mit Typ-2 Diabetes und keinerlei Symptomen einer KHK teilnahmen. Die Teilnehmer wurden randomisiert entweder einem Screening durch unter Belastung per Adenosin-Gabe durchgeführter myokardialer Perfusions-Szintigraphie (MPS), oder keinem Screening zugeteilt. Die Teilnehmer wurden aus Diabetes-Kliniken und Praxen rekrutiert und prospektiv von August 2000 bis September 2007 beobachtet.

HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKT: Kardial verursachter Tod oder nicht-tödlicher Myokard-Infarkt.

ERGEBNISSE: Die kumulative kardiale Ereignis-Häufigkeit war 2,9% über einen Zeitraum von durchschnittlich 4,8 (Standardabweichung 0,9) Jahren, das bedeutet im Durchschnitt 0,6% pro Jahr. Sieben nicht-tödliche Myokard-Infarkte sowie acht kardial verursachte Todesfälle (2,7%) ereigneten sich in der Screening-Gruppe, gegenüber 10 nicht-tödlichen Myokard-Infarkten und 7 kardial verursachten Todesfällen (3,0%) in der Gruppe ohne Screening (relatives Risiko 0,88; 95% Konfidenz-Intervall von 0,44 bis 1,88; P = 0,73). Bei den Patienten in der Screening-Gruppe kamen bei den 409 Teilnehmern mit normalen Befunden, und den 50 Teilnehmern mit leicht pathologischen Befunden in der MPS kardiale Ereignisse seltener vor als bei den 33 Teilnehmern mit moderaten oder schwer pathologischen Befunden in der MPS. Die jeweilige Häufigkeit betrug 0,4% gegenüber 2,4% pro Jahr (relatives Risiko 6,3; 95% Konfidenz-Intervall von 1,9 bis 20,1; P = 0,001). Dennoch betrug der positive prädikative Wert eines moderat oder schwer pathologischen Befundes in der MPS lediglich 12%.  Die Gesamt-Häufigkeit einer koronaren Revaskularisation war in beiden Gruppen niedrig: 31 (5,5%) in der Screening-Gruppe und 44 (7,8%) in der Gruppe ohne Screening (Relatives Risiko 0,71; 95% Konfidenz-Intervall von 0,45 bis 1,1; P = 0,14). Während des Verlaufs der Studie wurde ein signifikanter und gleichermaßen ausgeprägter Anstieg in der primären, medizinischen Prävention bei beiden Gruppen beobachtet.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei dieser zeitgemäßen Studien-Population von Patienten mit Diabetes waren die Häufigkeiten von kardialen Ereignissen niedrig. Weiterhin wurde die Häufigkeit kardialer Ereignisse durch eine Screening-Untersuchung per myokardialer Perfusions-Szintigraphie während eines Beobachtungszeitraums von 4,8 Jahren nicht bedeutsam reduziert.

  1. Young LH et al. Cardiac outcomes after screening for asymptomatic coronary artery disease in patients with type 2 diabetes: The DIAD study. A randomized controlled trial. JAMA 2009 Apr 15; 301:1547.
Schlüsselwörter: Herzinfarkt, koronare herzkrankheit, ACR, hypertonie, Screening, vorsorge, KHK-Screening asymptomatische Patienten Diabeetes-Typ-II, myokardiale Belastungs-Perfusions-Szintigraphie, MPS, adenosin, stress- Perfusions-Szintigraphie, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

 

 

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Stand: 25. Mai 2013