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Vitamin
D-Mangel bei älteren Männern, 2009
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Zwei
aktuelle Studien (1,2) untersuchten den
Vitamin-D-Spiegel bei älteren Menschen: Die
Ergebnisse zeigten, dass die meisten der älteren
Menschen niedrige Vitamin-D-Serumspiegel aufweisen
und ein schwerer Vitamin D-Mangel (Hydroxyvitamin D
< 20 ng/ml) bei 26% der Fälle vorhanden war.
Serum-Parathormon-Spiegel war mit
Vitamin-D-Serumspiegel invers (umgekehrt)
assoziiert.
Die
Studie aus Niederlande (2) zeigte des Weiteren, dass
Knochen-Stoffwechsel zu einem Stillstand kommt, wenn
25-OH-Vitamin-D unter einem Schwellenwert von
20ng/mL fällt. Diese Ergebnisse unterstützen die
Annahme, den Wert 20ng/mL als untere Grenze zur
Diagnose eines Vitamin-D-Mangels zu nehmen, und
entsprechende Vitamin D-Supplementierung
einzuleiten.
Eine
weitere Studie
aus den USA, die wir kürzlich bei Medknowledge
rezensiert hatten, zeigte, dass der
Vitamin-D-Serumspiegel in den letzten Jahren bei
beiden Geschlechtern, in allen Alters- und
Etnik-Gruppen abgenommen hat.
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Ausführlichere
Daten der Studie-1:
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Vitamin
D-Mangel bei älteren Männern
Der
Vitamin D-Mangel bei älteren Männern ist bisher noch nicht
ausreichend erforscht. Das Ziel einer Studie im „Journal of Clinical
Endocrinology & Metabolism“ war die Bestimmung der Prävalenz
des Vitamin D-Mangels und die Identifizierung von Risikofaktoren. Es
wurde eine Querschnittsstudie mit 1606 älteren Männern der
allgemeinen Bevölkerung durchgeführt, die in die „Osteoporotic
Fractures in Men“-Studie eingeschrieben waren. Die
Hauptzielparameter waren die Serumkonzentrationen von
25-Hydroxyvitamin-D2 und 25-Hydroxyvitamin-D3, die mit Hilfe der
Massenspektrometrie gemessen wurden.
Anmerkung:
Das in der Haut gebildete bzw. mit der Nahrung aufgenommene Vitamin D
wird in der Leber zu 25-OH-Vitamin D umgewandelt. Anhand der
Konzentration an 25-OH-Vitamin D wird der Vitamin D-Status des
Patienten bestimmt. Da 25-OH-Vitamin D2 kostengünstiger in der
Herstellung ist als Vitamin D3, wird es in vielen Ländern als
Wirkstoff den Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt. Vitamin D3 erhöht
jedoch die Konzentration von Vitamin D-Hormon im Blut effektiver. Zur
präzisen Beurteilung müssen neben der Gesamtmenge des zirkulierenden
OH-Vitamin s D gleichzeitig die Einzelkonzentrationen an 25-OH-Vitamin
D2 und D3 bestimmt werden.
Ergebnisse:
Ein
schwerer Vitamin D-Mangel (Hydroxyvitamin D < 20 ng/ml) war bei 26%
der Fälle vorhanden und ein leichter Vitamin D-Mangel (<30 ng/ml)
bei 72%. Ein schwerer Mangel war besonders häufig bei Männern während
des Winters und des Frühjahrs (besonders in den nördlichen
Gemeinden), bei den ältesten und bei den adipösen Männern. Zum
Beispiel betrug bei Männern kaukasischer Abstammung über 80 Jahren,
die sich nicht mit Garten- oder Feldarbeit beschäftigten und einen
Body Mass Index (BMI) größer als 25 kg/m hatten, die Prävalenz des
Vitamin D-Mangels 86%. 25-OH-Vitamin D2-Werte waren bei einem kleinen
Teil der Männer vorhanden und machten einen geringen Anteil der
gesamten Vitamin D-Werte aus. 58% der Männer berichteten über die
Einnahme eines Vitamin D-Nahrungsergänzungsmittels. Der Einsatz von
Vitamin D-Nahrungsergänzungsmitteln hatte jedoch einen geringen
Einfluß auf die Gesamt-Vitamin-D-Werte und niedrige Werte waren trotz
Supplementierung häufig.
Fazit:
Ein
Vitamin D-Mangel ist bei älteren Männern häufig, besonders bei adipösen
Männern mit sitzender Tätigkeit, die in höheren Breitengraden
leben. Eine Vitamin D-Supplementierung in den hier berichteten Mengen
hatte keine adäquate Vitamin D-Versorgung zur Folge.
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- Orwoll
E et al. Vitamin D deficiency in older men. J Clin Endocrinol
Metab 2009 Apr; 94:1214.
- Kuchuk
NO et al. Relationships of serum 25-hydroxyvitamin D to bone
mineral density and serum parathyroid hormone and markers of bone
turnover in older persons. J Clin Endocrinol Metab 2009 Apr;
94:1244.
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Schlüsselwörter: Osteoporose,
knochendichte, fraktur, knochen, dichte, mann, Vitamin D-Mangel,
osteomalazie, ältere Männer, parathormon,
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