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Hohe und niedrige Body-Mass-Index (BMI) mit höherer Sterblichkeit assoziiert, 2009

Also "Weder zu dick noch zu dünn ist gesund"

Studie (1): BMI für sich genommen für beide Geschlechter und alle Altersgruppen ein starker Prädikator der Gesamtmortalität

sowohl oberhalb als auch unterhalb des offensichtlichen Optimums – Die 13-Jahresmortalität war bei den Menschen mit normaler BMI (22.5–25 kg/m2) am niedrigsten

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Body-Mass-Index und ursachenspezifische Mortalität: Gesamtanalyse von 900 000 Erwachsenen aus 57 prospektiven Studien.

HINTERGRUND: Der Zusammenhang von Body-Mass-Index  (BMI) und Gesamtmortalität beziehungsweise ursachenspezifischer Mortalität lässt sich am besten im prospektiven Langzeit-Follow-up einer großen Probandenzahl beurteilen. Die Prospective Studies Collaboration fasste hierfür die Daten vieler Studien zusammen.

METHODEN: In einer Gesamtanalyse wurde bei 894 576 Teilnehmern aus 57 prospektiven Studien der Basis-BMI versus Mortalität ausgewertet. Die Studienteilnehmer waren überwiegend Westeuropäer und Nordamerikaner. 61% waren männlich [n = 541 452], das Durchschnittsalter bei Studienbeginn betrug 46 Jahre [SD 11], das mittlere Jahr der Aufnahme in die Studie war 1979 [IQR 1975-85] und der durchschnittliche BMI betrug 25 kg/m2 [SD 4]). Die Analysen wurden auf Alter, Geschlecht, Raucher/Nichtraucher und Studienparameter abgeglichen. Um reverse Kausalitäten zu begrenzen, wurden die ersten 5 Jahre des Follow-up ausgelassen. Während durchschnittlich 8 darauf folgenden Jahren [SD 6] des Follow-up traten 66 552 Todesfälle bekannter Ursache auf. Das Durchschnittsalter zum Todeszeitpunkt betrug 67 Jahre [SD 10]. 30 416 Todesfälle waren vaskulär bedingt, 2070 Fälle diabetisch, renal oder hepatisch, 22 592 Fälle hatten eine neoplastische Ursache, 3770 Fälle eine respiratorische Ursache und 7704 Fälle eine andere Ursache.  

ERGEBNISSE: Bei Frauen und Männern lag die niedrigste Mortalität bei etwa 22,5-25 kg/m2. Im Bereich darüber zeigte sich eine positive Assoziation mit spezifischen Todesursachen, während keine negativen Zusammenhänge gefunden wurden. Das erhöhte absolute Risiko bei hohem BMI und  Rauchen war annähernd additiv. Jeder BMI-Anstieg um 5 kg/m2 war mit durchschnittlich etwa 30% erhöhter Gesamtmortalität assoziiert (Hazard Ratio [HR] je 5 kg/m2 1,29 [95% KI 1,27-1,32]. Im Einzelnen waren dies: 40% für vaskuläre Mortalität (HR 1,41 [1,37-1,45]), 60-120% für diabetische, renale oder hepatische Mortalität (HR 2,16 [1,89-2,46], 1,59 [1,27-1,99] und 1,82 [1,59-2,09]), 10% für neoplastische Mortalität (HR 1,10 [1,06-1,15]) und 20% für respiratorische und andere Mortalitäten (HR 1,20 [1,07-1,34] und 1,20 [1,16-1,25]). Ein BMI <22,5-25 kg/m2 war mit der Gesamtmortalität invers assoziiert, hauptsächlich aufgrund starker inverser Assoziationen mit respiratorischen Erkrankungen und Lungenkarzinom. Diese inversen Zusammenhänge waren für Raucher wesentlich stärker als für Nichtraucher, wenn auch der Zigarettenkonsum nur wenig mit dem BMI variierte.

SCHLUSSFOLGERUNG: Obwohl sich BMI und andere anthropometrische Untersuchungen wie Taillenumfang und Taille/Hüfte-Verhältnis gut ergänzen, ist der BMI für sich genommen ein starker Prädikator der Gesamtmortalität sowohl oberhalb als auch unterhalb des offensichtlichen Optimums von etwa 22,5-25 kg/m2. Die progressiv erhöhte Mortalität oberhalb dieses BMI ist hauptsächlich durch vaskuläre Erkrankungen bedingt und möglicherweise weitestgehend kausal. Bei einem BMI von 30-35 kg/m2 ist das mittlere Überleben um 2-4 Jahre verringert, bei 40-45 kg/m2 um 8-10 Jahre. Letzteres ist mit dem Effekt von Rauchen vergleichbar. Die deutlich erhöhte Mortalität unterhalb 22,5 kg/m2 ist hauptsächlich in Raucher-spezifischen Erkrankungen begründet und ist nicht vollständig geklärt.

  1. Whitlock G et al for the Prospective Studies Collaboration. Body-mass index and cause-specific mortality in 900 000 adults: Collaborative analyses of 57 prospective studies. Lancet 2009 Mar 28; 373:1083.
Schlüsselwörter:Prädiktor, Herzinfarkt, KHK, Leichtes Übergewicht, Hohes niedriges Body-Mass-Index, BMI, höhere Sterblichkeit, Mortalität, COPD, kachexie, metabolische krankheiten, krebs, rauchen, tod, nicht-raucher, Adipositas, Sterblichkeit, Mortalität, Sterberisiko,Bodymass-Index, Fettleibigkeit, Untergewicht,Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013