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Zusammenhang
zwischen Protonenpumpenhemmer (PPI) und spontaner bakterieller Peritonitis
(SBP), 2009
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Studie
(1): Die Behandlung mit PPI steht bei Patienten mit
fortgeschrittener Leberzirrhose in Zusammenhang mit
dem Auftreten einer spontanen bakterielle
Peritonitis (SBP). Patienten, die PPIs eingenommen
hatten, hatten höhere Wahrscheinlichkeit für SBP
als Patienten, die keine PPIs hatten.
Eine
mögliche Mechanismus könnte mit der Schwächung
der Säureschutz-Barriere im Magen durch die PPIs
sein. Dadurch würden die Bakterien, die oral mit
Nahrung eingenommen wurden, das gastrointestinale
Trakt kolonisieren (Darmübersiedlung: bacterial
overgrowth) und durch die Darmwand zur Aszites-Flüssigkeit
im Bauchfell gelangen.
In
der letzten Zeit sind mehrere Studien
über die Nebenwirkungen der Protonenpumpenhemmer
erschienen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie
mahnen dazu, bei Patienten mit Leberzirrhose und
Aszites PPIs nach strengerer Indikationstellung zu
verordnen.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren
(PPI ) und dem Auftreten von spontaner bakterieller Peritonitis ( SBP )
bei Patienten mit Aszites.
ZIELSETZUNGEN: Die spontane bakterielle Peritonitis (SBP) ist eine häufige Komplikation der Leberzirrhose. Die Verunreinigung der Aszitesflüssigkeit durch Bakterien, die zur SBP führt, wird durch eine bakterielle Translokation mit nachfolgender Bakteriämie/Septikämie verursacht.
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) unterdrücken die Säureproduktion des Magens und erlauben dadurch die bakterielle Besiedlung des oberen Gastrointestinaltraktes und könnten somit für eine bakterielle Überwucherung und Translokation anfällig machen. Das Ziel dieser Studie war, festzustellen, ob bei Patienten ( mit Leberzirrhose und Aszites ) die Behandlung mit PPI mit dem Auftreten von SBP in Verbindung steht.
METHODEN: Eine retrospektive, fallkontrollierte Studie wurde durchgeführt. 70 Patienten, die von 2002-2007 unter einer mit Leberzirrhose in Verbindung stehenden und durch Parazentese bewiesenen SBP litten, wurden 1:1 angeglichen (für Alter und Child-Tabelle [=Tabelle mit Fremdschlüssel]) an Patienten, die an vergleichbarer Leberzirrhose mit Aszites litten, jedoch aus anderen Gründen als einer SBP eingewiesen wurden. Wir schlossen Patienten unter ständiger Anti-biotikaprophylaxe oder mit vorhergehenden gastrointestinalen Blutungen aus. Die ambulante Einnahme der PPI zur Zeit der Aufnahme wurde zwischen den Gruppen verglichen, und der Effekt der Kovarianz wurde analysiert.
RESULTATE: Unter den Patienten mit einer SBP wurde ein erheblich größerer Anteil vor der Aufnahme mit PPI behandelt (69%) verglichen mit den Patienten, die zwar auch an Leberzirrhose und Aszites litten, bei denen jedoch keine SBP vorlag (31%, P = 0.0001). Es gab keinen bedeutenden Unterschied bezüglich der Demographie, des Diabetes, der Ätiologie oder der Überlebenszeit zwischen Gruppen. Nach multivariatem Analyseverfahren war die Einnahme von PPI von einer SBP unabhängig (mit einem Chancenverhältnis [odds ratio = OR] von 4.31 und einem Konfidenzintervall [confidence interval = CI] von 1.34-11.7) und das Protein der Aszitesflüssigkeit war schützend (OR = 0.1,
CI = 0.03-0.25). Insgesamt hatten in dieser Studie 47% der Patienten mit Leberzirrhose,
die PPI einnahmen, keine dokumentierte Indikation für die Behandlung mit PPI.
ZUSAMMENFASSUNGEN: Die Behandlung mit PPI steht bei Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose in Zusammenhang mit dem Auftreten einer SBP. In Zukunft sind weitere Studien erforderlich, um festzustellen, ob die Vermeidung der Behandlung mit PPI die Inzidenz der SBP verringern und somit die Therapieergebnisse verbessern kann.
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- Bajaj
JS et al. Association of proton pump inhibitor therapy with
spontaneous bacterial peritonitis in cirrhotic patients with
ascites. Am J Gastroenterol 2009 May; 104:1130.
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Schlüsselwörter: Parazentese, spontane
bakterielle Peritonitis, SBP, Laparotomie, ritonitis, Bauchfellentzündung,
Operation, Chirurgie, Bauchchirurgie, Komplikation, Notfall,
Bauchfellspiegelung, aszites, leberzirrhose, Funktionelle Dyspepsie,
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Protonenpumpenhemmer, punktion, Pantoprazol, Pantozol, Ulkus,
Magenschmerzen, Magensäure, Protonenpumpeninhibitor, Small intestinal
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