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Vergleich zwischen früher und verzögerter Intervention bei akutem Koronar-Syndrom ohne ST-Streckenhebung (NSTEMI), 2009

Eine aktuelle randomisierte Studie verglich frühe Intervention (Koronar-Angiographie und ggf. Revaskularisation innerhalb von 24St.) versus verzögerte Intervention bei akutem Koronar-Syndrom (AKS) ohne ST-Streckenhebung.

Alle Patienten hatten mindestens zwei von den folgenden Risikofaktoren: Alter ≥60,  erhöhte Herzenzyme, Ischämiezeichen im EKG. Die Ergebnisse zeigten,  dass nur Hoch-Risiko-Patienten von einer invasiven Therapie innerhalb von 24 Stunden profitiert hätten. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Vergleich zwischen früher und verzögerter Intervention bei akutem Koronar-Syndrom.

HINTERGRUND: Frühere Studien haben gezeigt, dass eine routinemäßig durchgeführte, invasive Behandlungsstrategie den Verlauf bei Patienten mit einem akuten Koronar-Syndrom ohne ST-Streckenhebung verbessert. Allerdings besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich des optimalen Zeitpunkts einer solchen Intervention.

METHODEN: 3031 Patienten mit einem akuten Koronar-Syndrom wurden randomisiert entweder einer routinemäßig durchgeführten frühen (Koronar-Angiographie innerhalb von 24 Stunden nach Randomisierung) oder verzögerten Intervention (Koronar-Angiographie mindestens 36 Stunden nach Randomisierung) zugeteilt. Der primäre Endpunkt war eine Zusammensetzung aus Tod, Myokard-Infarkt oder refraktärer Ischämie nach sechs Monaten.

ERGEBNISSE: Eine Koronar-Angiographie wurde bei 97,6% der Patienten in der Früh-Interventions-Gruppe (mittlere Zeit bis zur Intervention: 14 Stunden) und bei 95,7% der Patienten in der Gruppe mit verzögerter Intervention (mittlere Zeit bis zur Intervention: 50 Stunden) durchgeführt. Nach sechs Monaten war der primäre Endpunkt bei 9,6% der Patienten in der Früh-Interventions-Gruppe eingetreten. Im Vergleich dazu trat der primäre Endpunkt bei 11,3% der Patienten in der Gruppe mit verzögerter Intervention ein (Relatives Risiko in der Früh-Interventions-Gruppe: 0,85; 95% Konfidenz-Intervall von 0,68 bis 1,06; P=0,15). Die Häufigkeit des Eintretens des sekundären Endpunkts (Tod, Myokard-Infarkt oder refraktäre Ischämie) betrug 9,5% in der Früh-Interventions-Gruppe und 12,9% in der Gruppe mit verzögerter Intervention. Dies entspricht einer relativen Reduzierung der Häufigkeit des sekundären Endpunkts um 28% in der Früh-Interventions-Gruppe (Relatives Risiko: 0,72; 95% Konfidenz-Intervall von 0,58 bis 0,89; P=0,003). Vor der Auswertung spezifizierte Analysen zeigten, dass bei dem Drittel des Patientenkollektivs mit dem höchsten Risiko eine frühe Intervention im Bezug auf den primären Endpunkt zu einer Verbesserung führte (relatives Risiko: 0,65; 95% Konfidenz-Intervall von 0,48 bis 0,89). Bei den beiden Dritteln des Patientenkollektivs mit geringem oder mittlerem Risiko bestand allerdings kein Vorteil (relatives Risiko: 1,12; 95% Konfidenz-Intervall von 0,81 bis 1,56; P=0,01 für Heterogenität).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Frühe Intervention unterschied sich in der Prävention des primären Endpunkts nicht deutlich von einer verzögerten Intervention. Allerdings reduzierte die frühe Intervention die Häufigkeit des zusammengesetzten sekundären Endpunkts aus Tod, Myokard-Infarkt oder refraktärer Ischämie und war der verzögerten Intervention bei Hoch-Risiko-Patienten überlegen. (ClinicalTrials.gov Nummer NCT00552513).

  1. Mehta SR et al. for the TIMACS Investigators. Early versus delayed invasive intervention in acute coronary syndromes. N Engl J Med 2009 May 21;360:2165.
Schlüsselwörter: Herzinfarkt, NSTEMI, frühe vs. späte PCI, akutes Koronar-Syndrom ohne ST-Streckenhebung, STEMI, ACS, Herzinfarkt, NSTEMi, PCI, linkherz-katheteruntersuchung, bypass,lyse, Revaskularisierung, Das akute Koronarsyndrom, AKS, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013