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Koronare Revaskularisierung vor einer nicht-kardialen gefäßchirurgischen Operation, 2009

Kardiologen werden oft konsultiert, zu klären, ob ein für eine Operation vorgesehener Hochrisiko-Patient OP-fähig ist. Solche Anfragen führen häufig zu ausführlichen diagnostischen Tests und Interventionen, die oft den Operations-Termin verschieben, und nicht zwangsweise das postoperative Outcome (Prognose) verbessern.

Revaskularisierung wird heute nach klinischem Befund und Herzkatheter-Ergebnis entweder durch PCI oder operativ durch Bypass durchgeführt.

In der ursprünglichen DECREASE-V-Studie (2) war die prophylaktische präoperative Koronar-Revaskularisierung bei Hochrisiko-Patienten, die sich einer großen nicht-kardialen Gefäß-Operation unterzogen hatten, nicht mit einer signifikanten Besserung der 30-Tagesmortalität assoziiert. Die DECREASE-Autoren haben jetzt die Langzeit-Ergebnisse (nach 2,8 Jahren) ihrer Studie publiziert.

Langzeit-Ergebnisse der kleinen randomisierten DECREASE-Studie (1) bestätigen, dass eine prophylaktische Revaskularisierung die Prognose (Outcome) der Patienten nicht bessert. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Langzeit-Verlauf einer prophylaktischen Revaskularisierung der Koronararterien bei Herzpatienten mit hohem Risiko, welche sich einer großen gefäßchirurgischen Operation unterziehen (aus der randomisierten DECREASE-V Pilotstudie).

Prophylaktische koronare Revaskularisierung bei gefäßchirurgischen Patienten mit ausgeprägter koronarer Herzkrankheit war nicht mit einem verbesserten Verlauf direkt nach der Operation assoziiert. Allerdings war bisher unbekannt, ob ein Vorteil im Langzeit-Verlauf vorhanden ist. Diese Studie wurde durchgeführt, um den Vorteil der prophylaktischen koronaren Revaskularisierung bei diesen Patienten zu untersuchen.

Von 1.880 Patienten, bei denen eine große gefäßchirurgische Operation vorgesehen war, hatten 430 Patienten drei oder mehr Risiko-Faktoren (Alter über 70 Jahre, Angina pectoris, Myokard-Infarkt, Herzinsuffizienz, Hirninfarkt, Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz). Alle Patienten wurden einer Herzuntersuchung unterzogen, entweder durch eine Dobutamin-Belastungsechokardiographie, oder durch nuklearmedizinische Belastungs-Bildgebung. Patienten mit ausgeprägter belastungsinduzierter Ischämie (in mindestens fünf Segmenten oder mindestens drei Herzwänden) wurden randomisiert einer zusätzlichen präoperativen Revaskularisierung zugeteilt. Insgesamt wiesen 101 Patienten eine ausgeprägte Ischämie auf und wurden randomisiert einer Revaskularisierung (n=49), oder einer rein nicht-invasiven Therapie (n=52) zugeteilt. Nach 2,8 Jahren betrug die Überlebens-Rate 64% bei den Patienten, die keiner präoperativen koronaren Revaskularisierung unterzogen wurden, gegenüber 61% bei den Patienten, bei denen eine solche präoperative koronare Revaskularisierung durchgeführt worden war (Relatives Risiko: 1,18; 95% Konfidenz-Intervall von 0,63 bis 2,19; p = 0,61).

Der Anteil an Überleben ohne Tod durch jede Ursache, nicht-tödlichen Myokard-Infarkt oder koronarer Revaskularisierung war in beiden Gruppen ähnlich mit 49% für die rein nicht-invasiv behandelte Patientengruppe und 42% für die Patientengruppe, die einer präoperativen koronaren Revaskularisierung unterzogen worden war (Relatives Risiko: 1,51; 95% Konfidenz-Intervall von 0,89 bis 2,57; p = 0,13). Nur zwei Patienten, die einer rein nicht-invasiven Therapie zugeteilt worden waren, benötigten während der Beobachtungsphase eine koronare Revaskularisierung. Weiterhin fand sich bei Patienten, welche die ersten 30 Tage nach der Operation überlebten, kein ersichtlicher Vorteil der Revaskularisierung bezüglich zukünftiger kardialer Ereignisse. (Relatives Risiko: 1,35; 95% Konfidenz-Intervall von 0,72 bis 2,52; p = 0,36).

Zusammenfassend war eine präoperative koronare Revaskularisierung bei Patienten mit hohem Risiko, welche sich einer großen gefäßchirurgischen Operation unterzogen, nicht assoziiert mit einem verbesserten Ergebnis, weder direkt postoperativ noch im Langzeit-Verlauf, im Vergleich zur besten rein nicht-invasiven Behandlung.

  1. Schouten O et al. Long-term outcome of prophylactic coronary revascularization in cardiac high-risk patients undergoing major vascular surgery (from the randomized DECREASE-V Pilot Study). Am J Cardiol 2009 Apr 1; 103:897.

  2. Poldermans D et al. for the DECREASE Study Group. A clinical randomized trial to evaluate the safety of a noninvasive approach in high-risk patients undergoing major vascular surgery: The DECREASE-V pilot study. J Am Coll Cardiol 2007 May 1; 49:1763-9.

  3. Kardiovaskuläre Tests zur Risikoeinschätzung vor großen Operationen sinnvoll?, 2006

Schlüsselwörter: Koronare Herzkrankheit, KHK, PCI, Bypass, Gefäss-Operation, herzinsuffienz, Revaskularisierung, balloon, bauchoperation, Bypass, Stents, Todesfälle, Sterblichkeit, aneurysma, Medikamenten-Stent, komplexe Koronarläsione, Reduktion der kardialen Todesfälle, Sterblichkeit, Mortalität, KHK, ACR, Herzinfarkt, Bauchaortenaneurysma, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013